Adolph von Wrede

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Adolph Gustav von Wrede (* 14. Oktober 1807 in Münster i. W.; † 15. März 1863 in Konstantinopel) war ein Forscher.

Seit 1827 lebte er als Soldat und Händler vor allem in Kairo. Zwischen 1826 und 1850 reiste er in türkischen und ägyptischen Diensten im Orient.

Er war der erste Europäer, der das Innere des heute zur Republik Jemen gehörenden Hadramaut erforschte. Getarnt als ägyptischer Pilger reiste er im Frühjahr 1843 als Abd el Hud von dem damals britischen Aden nach dem Hafen Mukalla und drang von dort aus weiter vor über das Wadi Sarr hinaus bis zum Bahr es-Safy in der seinerzeit so genannten Wüste el-Ahqaf (Ramlat Sabatain), dem südwestlichen Ausläufer der großen Rub al-Khali, der größten zusammenhängenden Sandfläche der Erde.

Seine Berichte darüber wurden von der Fachwelt angezweifelt und er wurde – wie auch Karl May anmerkt – zum Lügner erklärt.

Wrede war und blieb lange Zeit ein Märtyrer des Zweifels großer Geographen, welche seine wahren Berichte vom Studiertische aus recensierten.[1]

In den 1850er Jahren lebte von Wrede als Förster auf den Gütern des Freiherrn von Haxthausen in Westfalen, kehrte dann aber in türkische Dienste zurück.

Erst 1873 veröffentlichte Heinrich von Maltzan von Wredes Reisebericht.

Anmerkungen

  1. Karl May: Gesammelte Reiseromane Bd. XIII: In den Cordilleren. Freiburg 1894, S. 158

Literatur

  • Helmut Lieblang: Adolf von Wrede und Karl May. Erlebte und fabrizierte Reisebeschreibungen. In: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1995 (Onlinefassung)
  • Uwe Pfullmann: Durch Wüste und Steppe. Entdeckerlexikon Arabische Halbinsel – Biographien und Berichte. trafo verlag 2001 (mit mehr als 250 histor. Abb. und Karten, Register)

Weblinks

  • Der vollständige Eintrag in der großen Wikipedia.