Alexander von Humboldt

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Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt (* 14. September 1769 in Berlin; † 6. Mai 1859 in Berlin) war ein deutscher Naturforscher von Weltgeltung und Mitbegründer der Geographie als empirischer Wissenschaft.

Alexander von Humboldt und Karl May

In Humboldts Carte Générale du Royaume de la Nouvelle Espagne aus dem Jahre 1812 sind die Indiens Nijoras genau dort eingezeichnet, wo sie in Karl Mays Erzählungen vorkommen. Daher liegt die Vermutung nahe, dass May Kartenmaterial benutzte, das auf der Karte von Alexander von Humboldt fußte.

Erwähnungen in Karl Mays Werk

In der Bibliothek des einen [nämlich des Rektors Fickelscherer] lernte ich Humboldt, Bonpland und alle jene "Großen" kennen, welche der Wissenschaft mehr als der Religion vertrauen, und in der Bibliothek des zweiten alle jene "Großen", denen die religiöse Offenbarung himmelhoch über jedem wissenschaftlichen Ergebnisse steht. (Mein Leben und Streben)[1]

Auch giebt es Stellen, welche wegen ihres Triebsandes höchst gefährlich sind. Als Adolf von Wrede im Jahre 1843 sich auf seiner denkwürdigen Entdeckungsreise in Hadhramaut befand, kam er am Bahr es Ssafy in der Wüste el Ahgaf an eine Stelle, deren Sand er, als er ihn faßte, beinahe unfühlbar fand. Es war ein bis oben an den Rand damit gefüllter Felsenkessel, und dieser Sand war sehr fein, so leicht und widerstand so wenig, daß, als Wrede mit dem Stocke hineinstieß, es ihm vorkam, als ob er ins Wasser stoße. Er legte sich vorsichtig auf den Rand des Felsens und band ein Gewicht an eine lange Schnur. Als er dasselbe in den Sand warf, sank es unter und zog ihm die Schnur aus der Hand. Keiner seiner arabischen Begleiter hatte sich wie er bis an dieses alles verschlingende Grab gewagt. Humboldt zweifelte an der Wahrheit dieser Schilderung, und Leopold von Buch nannte Wrede geradezu einen Lügner, Karl Ritter aber und der berühmte Arabist Fresnel retteten seine Ehre. (In den Cordilleren) [2]

Alexander v. Humboldt fand in Südamerika den im Jahre 1759 aus einer reichen Ebene bis zu einer Höhe von 1550 Fuß aufgestiegenen Vulcan Jorullo noch 44 Jahre nachher so wenig abgekühlt, daß man in den Ritzen an der glühenden Lava noch eine Cigarre anzünden konnte. (Die Erde und ihre Entstehung)[3]

Anmerkungen

  1. Karl May: Mein Leben und Streben. In: Karl Mays Werke, S. 70714 (vgl. KMW-VI.3, S. 70).
  2. Karl May: In den Cordilleren. Zitiert nach der Onlinefassung auf den Internetseiten der Karl-May-Gesellschaft, dort S. 157f. Abgerufen am 20.12.2016.
  3. Die Erde und ihre Entstehung. In: Karl Mays Werke. Historisch-Kritische Ausgabe für die Karl-May-Stiftung. Abteilung I Band 1. Geographische Predigten. Karl-May-Verlag Bamberg, Radebeul. 2015. S. 282.

Literatur

Weblinks