Georg Thomalla

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Georg Thomalla
im Karl-May-Film
Filmkulisse.jpg

Die Sklavenkarawane
Der Löwe von Babylon

Georg Thomalla

Georg Valentin Thomalla (* 14. Februar 1915 in Kattowitz, Oberschlesien; † 25. August 1999 in Starnberg) war ein deutscher Schauspieler.

Leben und Werk

Thomalla (genannt "Thommy") lernte zunächst den Beruf des Kochs, schloss sich dann aber einer Wanderbühne als Schauspieler an. In den 1930er Jahren spielte er an den Theatern in Gelsenkirchen und Gera und fand bereits den Weg zu seinen späteren Stammtheatern als Boulevardschauspieler, der Komödie und dem Theater am Kurfürstendamm in Berlin. Nach einigen kleineren Filmrollen während des Zweiten Weltkriegs begann seine eigentliche Karriere erst nach 1945. Schnell wurde der kleine Mann populär, meist in Klamauk-Rollen. Zwischendurch spielte er weiterhin Theater in Berlin und war von 1948 bis 1956 Mitglied des Kabarett der Komiker in Berlin.

Der Beginn des Fernsehens als Massenmedium führte zum endgültigen Durchbruch Thomallas. Seine Fernsehserie "Ein Abend mit Georg Thomalla" zählte Ende der 1960er Jahre zu den beliebtesten Programmen der Deutschen.

Obwohl Thomalla in mehr als 120 Filmen mitwirkte, ist sein Filmschaffen vor allem durch seine Stimme geprägt. Als kongenialer Synchronsprecher der Hollywood-Stars Jack Lemmon, Danny Kaye, Peter Sellers und Bob Hope ist er bis heute in aller Deutscher Ohren. Als Jack Lemmon 1996 den goldenen Ehren-Bären für sein Lebenswerk auf der Berlinale erhielt, kam es zu einer rührenden Begegnung der beiden, als die deutsche Stimme Thomalla die Laudatio auf den großen US-amerikanischen Mimen hielt.

Georg Thomalla und Karl May

Filmplakat mit Georg Thomalla als Halef (l.)

Georg Thomalla spielte er in den Karl-May-Filmen Die Sklavenkarawane und Der Löwe von Babylon den Hadschi Halef Omar.


Von Thomalla ist folgendes Zitat bekannt:

Vielleicht klingt es anmaßend, wenn ich behaupte, daß ich niemals, auch nicht als Kind "Schund" gelesen habe. Aber es ist die reine Wahrheit. Mit Karl May begann's - oder will den jemand als Schund bezeichnen, dann möge er sich bei mir melden...[1]

Anmerkungen

  1. zit. nach Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 13, S. 26

Literatur

Weblinks