Joseph Offenbach

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Joseph Offenbach

Joseph Offenbach, eigentlich Joseph Ziegler (* 28. Dezember 1904 in Offenbach am Main; † 15. Oktober 1971 in Darmstadt), war ein deutscher Schauspieler. Den Künstlernamen verdankte er einem Engagement 1931 am Nationaltheater Mannheim; der Intendant habe einen vierten Ziegler im Ensemble nicht dulden wollen, da schon drei Schauspieler diesen Namen getragen hätten.

Leben und Werk

Als gelernter Sattler war er zunächst Laienschauspieler und erhielt sein erstes Bühnenengagement 1927 in Zwickau; danach spielte er in Heidelberg, Mannheim und am Münchner Staatstheater. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs hatte er Nebenrollen in einigen eher belanglosen Filmen.

Nach dem Krieg war er zunächst mit einer Wanderbühne unterwegs, zu der auch Fritz Rémond gehörte. Ab 1946 arbeitete er am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg (lange unter Gustaf Gründgens). In den 1950er Jahren erlangte er größere Bekanntheit als Filmschauspieler, unter anderem in Des Teufels General (1955) und Der Hauptmann von Köpenick (1956). In den 1960er Jahren avancierte er zu einem der populärsten Fernsehschauspieler Deutschlands als Vater Scholz in der Fernsehserie Die Unverbesserlichen (mit Inge Meysel, 1965) sowie als Künstleragent Jakobsen in Salto Mortale (mit Gustav Knuth, 1968). Daneben stand er weiterhin auf der Bühne, unter anderem bei den Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main. Eine seiner Paraderollen war der Datterich in dem gleichnamigen Mundartstück von Ernst Elias Niebergall, mit der er erstmals im Schauspiel Frankfurt auftrat. Diese Produktion wurde 1963 vom Hessischen Rundfunk aufgezeichnet.

Als Synchronsprecher lieh er u. a. Kenneth Connor (Carry on Sergeant), Cyril Cusack (Eine Braut in jeder Straße) und David Kossoff (Svengali) seine Stimme.

Hörspielproduktionen

Joseph Offenbach war sowohl Regisseur als auch Sprecher in verschiedenen Hörspielproduktionen nach Stoffen Karl Mays. So sprach er unter anderem Sam Hawkens, Hobble-Frank und auch Hadschi Halef Omar.

Weblinks