Nāser ad-Dīn Schah

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Nāser ad-Dīn Schah (* 16. Juli 1831 in Teheran; † 1. Mai 1896 in Teheran) war von 1848 bis 1896 Schah von Persien. Durch seine lange, absolutistische Regentschaft hat er die Entwicklung Persiens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entscheidend geprägt. Naser al-Din Schah war mit 25 Frauen verheiratet, die ihm 14 Söhne und eine nicht näher bestimmte Anzahl Töchter gebaren.

Er reiste dreimal nach Europa und besuchte die meisten Hauptstädte des Kontinents. Einige westliche Errungenschaften wie etwa ein Postsystem, die Eisenbahn, ein modernes Banksystem und Zeitungen führte er in Persien ein (allerdings auf Konzessionsvergabebasis).

Sein Nachfolger wurde Muzaffar ad-Din Schah.

Sonstiges

Sven Hedin hat Nāser ad-Dīn Schah (= Schah Nasreddin) im Frühjahr 1890 in Teheran besucht und folgendermaßen beschrieben:

An der Stirnseite des Saales, zwischen dem einzigen bis zum Erdboden reichenden Fenster und dem Pfauenthron, stand Schah Nasreddin. Der eigenartige Thron, der einem großen Stuhl mit Rückenlehne und verlängertem Sitz und Stufen gleicht, war mit dicken Goldplatten belegt und mit Edelsteinen besetzt. Er gehörte einst dem Großmogul in Delhi; vor bald zweihundert Jahren hatte ihn Nadir Schah auf seinem indischen Feldzug erobert. - Nasreddin Schah war schwarz gekleidet und trug auf der Brust achtundvierzig riesige Diamanten und auf jedem Schulterstück drei große Smaragde. An der schwarzen Mütze hatte er eine Diamantenagraffe und an der Seite einen krummen Säbel, dessen Scheide mit Juwelen übersät war. Er betrachtete uns unverwandt; seine Haltung war königlich, er stand da wie ein echt asiatischer Despot, seiner Erhabenheit und Macht bewusst.

bei Karl May

In der Karl-May-Fortsetzung "Die Schatten des Schah-in-Schah" von Heinz Grill spielen der Schah-in-Schah sowie seine Söhne eine zentrale Rolle.

Weblinks