Sammelbilder

Aus Karl-May-Wiki
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Sammelbilder sind Serien kleinformatiger Bilder, die in Sammelalben eingesteckt oder -geklebt werden und so die darin enthaltenen Geschichten oder Informationen illustrieren und vervollständigen.

Geschichte

Die Idee, Bilder zur Verkaufsförderung von Waren einzusetzen, geht auf Franz Stollwerck (* 1815; † 1876) zurück, der bereits ab 1840 "Bilder-Chocolade" oder "Photographie-Chocolade" produzierte. Die zugehörigen Sammelalben wurden daher oft als unverkäufliche Werbeexemplare verschenkt oder für wenig Geld verkauft. Die größte Verbreitung fanden Sammelbilder in der Zeit zwischen 1900 und 1910. Die Sammelalben waren zunächst Einsteckalben, später Einklebealben. Sie waren meist einer bestimmten Thematik gewidmet. Auch in den frühen 1950er Jahren gab es populäre Sammelalben wie die berühmten "Sanella-Bilder" oder die Bilder des Pabel Bilderdienstes. Von 1965 bis 1980 waren die Papiertütchen der Firma Americana mit je zwei oder drei selbstklebenden Bildern zu mehr als 50 verschiedenen Reihen sehr verbreitet. Ab 1979 trat der Panini-Verlag mit seinen Fußball-Sammelbildern seinen Siegeszug an.

Karl-May-Sammelbilder

Sammelalbum von 1933

Indianer

  • "Wild-West" (100 Gold Dollar-Zigarettenbilder)
  • "In Prärie und Urwald" (100 Gold Dollar-Zigarettenbilder)

Der Leitartikel und die Bildtexte stammten jeweils von Patty Frank, die Zeichnungen von Carl Lindeberg.

Sammelbildreihen mit Karl-May-Bezug

Sammelbilder Sondereditionen

Zum Karl-May-Fest 2012 in Berlin wurde ein auf 200 Exemplare limitiertes Sammelbilderalbum mit 60 einzuklebenden Fotos zum Film "Der Schatz im Silbersee" vorgestellt.

Sonstiges

In der "Winnetou"-Verfilmung von 2016 sammelt "Karl May" die Bilder eines Leipziger Schokoladenherstellers. Gezeigt werden in diesem Zusammenhang Bilder der Reihe "Im Jahre 2000" von Stollwerck, die aber - anachronistisch zur Filmhandlung - von 1897/98 sind..

Literatur