Sherlock Holmes (Groschenheft)

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Im Berliner Verlagshaus für Volksliteratur und Kunst erschienen zwischen 1907 und 1911 insgesamt 230 jeweils 32-seitige Groschenhefte unter dem Titel Aus den Geheimakten des Weltdetektivs. Weitere folgten 1925 bis 1930.

Diese Erzählungen stammen nicht von Arthur Conan Doyle und haben nichts mit den eigentlichen "Sherlock Holmes"-Geschichten zu tun. Holmes hat hier nicht Dr. Watson, sondern einen gewissen Harry Taxon als Begleiter.

Ein kleines Beispiel: Auf den 32 Seiten eines einzigen Heftes der Serie "Aus den Geheimakten des Weltdetektivs" (Sherlock Holmes) werden ein Priester, eine Brigantin, zwei Polizeibeamte, ein junger Mann, ein Schurke, eine Verbrecherin und zweimal eine größere Menschenmenge auf zum Teil sehr originelle Art und Weise getötet; ein Weib wird in den Starrkrampf versenkt; eine Leiche wird eingemauert, eine andere in einem Götzentempel als Göttin aufgestellt; ein Zug und die Tochter des deutschen Gesandten in Peking werden entführt; der Zug entgleist, die Tochter wird unter den Hammer einer Glocke gebunden, um beim Stundenschlag zermalmt zu werden; der Herzogin von Padua werden die Juwelen gestohlen; ein Gefangener wird gefoltert ("War aber nur ein Chinese"), ein Duell mit einem elektrisch geladenen Säbel ausgefochten, Bomben werden in Menschenmengen ("nur Boxer") und Menschen von Türmen geworfen. Trotz alledem entkommt der Verbrecherkönig, um endlich in Heft 93 (Der Henker von London) zur Strecke gebracht zu werden…[1]

Karl May erwähnt die Heftreihe abfällig als Beispiel für Schundliteratur.[2]

Anmerkungen

  1. Zitat von Erregte Zeiten. Schmutz und Schund im Kaiserreich.
  2. Zum Beispiel im Aufsatz Die Schundliteratur und der Früchtehunger.

Weblinks