Suteminn

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Suteminn
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Der beiden Quitzows letzte Fahrten

Suteminn, der eigentlich Otto von Moltke heißt, ist ein mecklenburgischer Ritter. Sein Schild zeigt einen Amor mit gespanntem Bogen.[1] Sein Pferd heißt Babieca.

Er ist der Sohn von Olaf von Moltke d. Ä. und der Bruder von Olaf von Moltke d. J. Er entstammt einem alten Adelsgeschlecht, das durch die Ränke, insbesondere des Fürsten von Waren, um sein Hab und Gut gebracht wurde. Mit seinem Bruder hatte er sich zerstritten, da beide dasselbe Mädchen, Walda von Löwenholm, liebten.

"Ja, von dem, was hier zu Lande gethan, läßt sich wohl viel erzählen, nicht aber von seiner Abstammung und seinen Abenteuern in fernen Ländern. Er war bei den Russen und Normannen, bei den Dänen und Friesen, im Lande der Franken und Welschen, ja sogar bei den Türken und Tataren soll er gewesen sein, doch von seinen Thaten weiß man nichts, denn er zieht stets einspännig aus, und Keiner hat ihn jemals in Begleitung eines Knappen gesehen."[2]

Unter dem Namen Suteminn haust Otto geheimnisvoll in seinem Zauberhaus in Tangermünde, wo er allerlei wissenschaftliche Experimente durchführt.

Zwölf Jahre vor der Haupthandlung des Romans hat Suteminn einem unbekannten Adeligen und dessen Familie bei einem Überfall der Bande des Dietrich von Quitzow beigestanden, aber nur die beiden Kinder Marie und Detlev retten können, während die Eltern verschollen blieben. Die Kinder nimmt Suteminn in sein Haus auf und erzieht sie standesgemäß. Zusammen mit dem Ritter Henning von Bismarck steht Suteminn auf Seiten des Markgrafen Friedrich von Zollern in dessen Kampf gegen den märkischen Adel, der unter der Führung Dietrich von Quitzows steht. Von einem Abenteuer bringt von Bismarck eine geistig verwirrte, unbekannte Frau mit zu Suteminn, der sie heilen soll.

Als der englische Graf Richard von Warwick, dessen Goldtransport Suteminn, von Bismarck und ihre Verbündeten beschützt haben, nach Tangermünde kommt, erkennt er in der Frau Walda von Löwenholm, die seine Frau geworden war. Der Graf und seine Frau erweisen sich als die vermissten Eltern von Detlev und Marie. Walda kann geheilt werden, indem man sie an den Ort des damaligen Überfalls bringt. Suteminn begleitet die Familie von Warwick nach England. Auf der Reise trifft er seinen Bruder wieder, der unter dem Namen Rolf Vendaskiold Anführer der gefürchteten Vitalienbrüder ist. Die beiden Brüder lassen sich später in ihrem Heimatort Waren nieder.

Anmerkungen

  1. Karl May: Der beiden Quitzows letzte Fahrten. In: Karl Mays Werke, S. 2775 (vgl. KMW-I.4, S. 11).
  2. Karl May: Der beiden Quitzows letzte Fahrten. In: Karl Mays Werke, S. 2776 f. (vgl. KMW-I.4, S. 12).

Literatur

Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie auch im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie online auf den Seiten der KMG.