Max Dittrich: Unterschied zwischen den Versionen

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Er besuchte die Realschule in Chemnitz und wurde dann Soldat. Anschließend war er als Lehrer in Deutschland und Russland tätig. Ab 1870 lebte er in Dresden. Erst wurde er Redakteur und ab [[1891]] freier Schriftsteller.
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Er erlangte als (Militär-)Schriftsteller einen gewissen Bekanntheitsgrad.
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Da der frühere kaufmännische Angestellte vom [[13. Juli]] [[1866]] bis zum [[13. Januar]] [[1868]] wegen [[Betrug]]s und [[Unterschlagung]] in [[Schloss Osterstein]] in [[Zwickau]] inhaftiert war, kannten sich May und Dittrich vermutlich bereits aus dieser Zeit. Später wurde er Redakteur und ab [[1891]] freier Schriftsteller in Dresden.  
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Da der frühere kaufmännische Angestellte vom [[13. Juli]] [[1866]] bis zum [[13. Januar]] [[1868]] wegen [[Betrug]]s und [[Unterschlagung]] in [[Schloss Osterstein]] in [[Zwickau]] inhaftiert war, kannten sich May und Dittrich vermutlich bereits aus dieser Zeit.  
Er wurde ebenfalls ein bekannter (Militär-)Schriftsteller und blieb May freundschaftlich verbunden, den er vermutlich [[1889]] im [[Verlag Heinrich Gotthold Münchmeyer|Verlag H. G. Münchmeyer]] wiedertraf.<ref>Karl-May-Chronik I, S. 365</ref>
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Er blieb durch seine eigene schriftstellerische Arbeit und die räumliche Nähe May freundschaftlich verbunden, den er vermutlich [[1889]] im [[Verlag Heinrich Gotthold Münchmeyer|Verlag H. G. Münchmeyer]] wiedertraf.<ref>Karl-May-Chronik I, S. 365</ref>
  
 
Danach gab es - so Dittrich - keinen weiteren persönlichen Kontakt bis 1902. Da war er aus gesundheitlichen Gründen in Dresden und wurde von May im Waldpark-Sanatorium [[Blasewitz]] besucht. Nach seiner Entlassung dort wohnte er auf Einladung Mays für einen Monat in der [[Villa "Shatterhand."|Villa "Shatterhand"]], wo er sich May als [[Zeuge]] gegen Münchmeyer/Fischer zur Verfügung stellt.<ref>Karl-May-Chronik III, S. 56</ref> Von Dittrich erfährt May, dass [[Paul Staberow]] der Bearbeiter seiner Kolportageromane ist und kann mit diesem Kontakt aufnehmen.
 
Danach gab es - so Dittrich - keinen weiteren persönlichen Kontakt bis 1902. Da war er aus gesundheitlichen Gründen in Dresden und wurde von May im Waldpark-Sanatorium [[Blasewitz]] besucht. Nach seiner Entlassung dort wohnte er auf Einladung Mays für einen Monat in der [[Villa "Shatterhand."|Villa "Shatterhand"]], wo er sich May als [[Zeuge]] gegen Münchmeyer/Fischer zur Verfügung stellt.<ref>Karl-May-Chronik III, S. 56</ref> Von Dittrich erfährt May, dass [[Paul Staberow]] der Bearbeiter seiner Kolportageromane ist und kann mit diesem Kontakt aufnehmen.
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*''Karl May und seine Schriften. Eine literarisch-psychologische Studie für Mayfreunde und Mayfeinde. Von Max Dittrich.'' C. Weiskes Buchhandlung Dresden, 1904. [[Reprint]] der [[Karl-May-Gesellschaft]] [[1995]]. ([http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/matkmf/16/matkmf16.pdf Onlinefassung])
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*''Der deutsch-französische Krieg'' (1889)
 
*''Der deutsch-französische Krieg'' (1889)
*''Karl May und seine Schriften. Eine literarisch-psychologische Studie für Mayfreunde und Mayfeinde. Von Max Dittrich.'' C. Weiskes Buchhandlung Dresden, 1904. [[Reprint]] der [[Karl-May-Gesellschaft]] [[1995]]. ([http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/matkmf/16/matkmf16.pdf Onlinefassung])
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*''Die Feldzeichen des Königl. Sächs. (XII.) Armeecorps'' (1882)
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*''Der deutsch-französische Krieg, 1870 und 1871. Gedenkblätter in Wort und Bild an die Ehrentage der deutschen Nation''. Mit Lithografien von [[Max Henze]] (1889)
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* ''Staatsminister General Graf Fabrice: Sein Leben und sein Streben (1891)
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Urteile anderer Autoren über Max Dittrich:
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:''Durch die Kraft seiner volkstümlichen Darstellungsweise, durch seinen liebenswürdigen Humor, welcher zunächst im Geiste Hackländers zu schildern begann, dann aber vorwiegend durch eine erfolgreiche Popularisierung der sächsischen Armeegeschichte trug er viel dazu bei, daß Interesse und Verständnis für militärische Angelegenheiten in Sachsen Gemeingut des Volkes geworden. Der Novellist in Dittrich ist gegenwärtig gegen den Geschichtsschreiber in den Hintergrund getreten, denn seine neuesten Arbeiten bieten nicht nur Erzählungen, sondern auch wertvolle Forschungen von militär-wissenschaftlicher Bedeutung.<ref>Eugen Schurig 1893 in: „Sachsens Elbgau-Presse“ Nr. 869.</ref>
  
 
== Anmerkungen ==
 
== Anmerkungen ==

Version vom 9. März 2013, 13:21 Uhr

Max Dittrich

Julius Eduard Maximilian Dittrich (* 10. Juni 1844 in Dresden; † 10. Mai 1917 in Saalhausen b. Dresden) war Hauslehrer, Journalist und ab 1870 Redakteur verschiedener Zeitungen in Dresden.

Leben

Er besuchte die Realschule in Chemnitz und wurde dann Soldat. Anschließend war er als Lehrer in Deutschland und Russland tätig. Ab 1870 lebte er in Dresden. Erst wurde er Redakteur und ab 1891 freier Schriftsteller. Er erlangte als (Militär-)Schriftsteller einen gewissen Bekanntheitsgrad.

Das Privatleben von Dittrich war eher turbulent (was Karl May vermutlich nicht wusste).

Ehen:

  • mit Marie Auguste Anna Göhler verw. Rink (1842-1886)
    • Marie Johanna Meta Rink (*1878)
    • Anna Doris Rink (* † 1880)
  • mit Minna Adolfine Ida Echost (*1861) - geschieden ca. 1897
    • Helene - um 1911 verheiratet
  • mit Josephine Helene Hornig (*1874) ab Oktober 1901
    • Kurt Johannes Dittrich (stirbt als Säugling)

Max Dittrich und Karl May

Da der frühere kaufmännische Angestellte vom 13. Juli 1866 bis zum 13. Januar 1868 wegen Betrugs und Unterschlagung in Schloss Osterstein in Zwickau inhaftiert war, kannten sich May und Dittrich vermutlich bereits aus dieser Zeit. Er blieb durch seine eigene schriftstellerische Arbeit und die räumliche Nähe May freundschaftlich verbunden, den er vermutlich 1889 im Verlag H. G. Münchmeyer wiedertraf.[1]

Danach gab es - so Dittrich - keinen weiteren persönlichen Kontakt bis 1902. Da war er aus gesundheitlichen Gründen in Dresden und wurde von May im Waldpark-Sanatorium Blasewitz besucht. Nach seiner Entlassung dort wohnte er auf Einladung Mays für einen Monat in der Villa "Shatterhand", wo er sich May als Zeuge gegen Münchmeyer/Fischer zur Verfügung stellt.[2] Von Dittrich erfährt May, dass Paul Staberow der Bearbeiter seiner Kolportageromane ist und kann mit diesem Kontakt aufnehmen.

Als die Presseanfeindungen gegen May begannen, setzte er sich mehrfach publizistisch für diesen ein. "Karl May und seine Schriften. Eine literarisch-psychologische Studie für Mayfreunde und Mayfeinde." (1904) stammte aus seiner Feder. Rudolf Lebius bot Karl May an, diese Schrift zu verlegen - gegen gewisse pekuniäre Gefälligkeiten. May lehnte ab und Lebius wurde einer der lautesten May-Anfeinder überhaupt.

1903 erschien unter Dittrichs Namen eine Rezension zu Karl Mays "Erzgebirgischen Dorfgeschichten" in der Zeitschrift "Ueber Berg und Thal", die vermutlich May selbst geschrieben hatte.

im Film

In dem Film "Karl May" wurde Max Dittrich von Attila Hörbiger gespielt.

Veröffentlichungen (Auswahl)

zu Karl May:

Sonstige:

  • Der deutsch-französische Krieg (1889)
  • Die Feldzeichen des Königl. Sächs. (XII.) Armeecorps (1882)
  • Der deutsch-französische Krieg, 1870 und 1871. Gedenkblätter in Wort und Bild an die Ehrentage der deutschen Nation. Mit Lithografien von Max Henze (1889)
  • Staatsminister General Graf Fabrice: Sein Leben und sein Streben (1891)

Urteile anderer Autoren über Max Dittrich:

Durch die Kraft seiner volkstümlichen Darstellungsweise, durch seinen liebenswürdigen Humor, welcher zunächst im Geiste Hackländers zu schildern begann, dann aber vorwiegend durch eine erfolgreiche Popularisierung der sächsischen Armeegeschichte trug er viel dazu bei, daß Interesse und Verständnis für militärische Angelegenheiten in Sachsen Gemeingut des Volkes geworden. Der Novellist in Dittrich ist gegenwärtig gegen den Geschichtsschreiber in den Hintergrund getreten, denn seine neuesten Arbeiten bieten nicht nur Erzählungen, sondern auch wertvolle Forschungen von militär-wissenschaftlicher Bedeutung.[3]

Anmerkungen

  1. Karl-May-Chronik I, S. 365
  2. Karl-May-Chronik III, S. 56
  3. Eugen Schurig 1893 in: „Sachsens Elbgau-Presse“ Nr. 869.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.