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	<title>Christi Himmelfahrt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Karl-May-Wiki</subtitle>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Christi_Himmelfahrt&amp;diff=180874&amp;oldid=prev</id>
		<title>Tamarin: Textersetzung - „http://www.karl-may-gesellschaft.de“ durch „https://www.karl-may-gesellschaft.de“</title>
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		<updated>2018-06-17T13:47:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Textersetzung - „http://www.karl-may-gesellschaft.de“ durch „https://www.karl-may-gesellschaft.de“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Altar Wolkenstein1.jpg|thumb|450px|''Christi Himmelfahrt'']]&lt;br /&gt;
'''''Christi Himmelfahrt''''' oder '''''Himmelfahrt Christi''''' heißt [[Sascha Schneider]]s Altarbild der Kirche St. Mauritius im [[Sachsen|sächsischen]] Wolkenburg (heute mit Kaufungen zu [[Limbach|Limbach-Oberfrohna]] gehörend). Der Künstler malte das Bild mit Ölfarbe auf Leinwand in den Maßen 230&amp;amp;nbsp;x&amp;amp;nbsp;450&amp;amp;nbsp;cm und signierte es unten rechts mit ''Sascha Schneider''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
=== Vorbereitungen ===&lt;br /&gt;
Die Wolkenburger &amp;quot;Neue Kirche&amp;quot; St. Mauritius wurde von 1794 bis 1804 als klassizistische Dorfkirche errichtet. Zum 100-jährigen Jubiläum wurde die Kirche im Frühjahr [[1904]] umfassend renoviert und sollte auf Betreiben des damaligen Pfarrers Johannes Köhler (*&amp;amp;nbsp;[[1861]]; †&amp;amp;nbsp;[[1946]]) ein Altarbild erhalten. Der Akademische Rat der [[Dresden|Dresdner]] Kunstakademie beschloss auf die Fürsprache der Professoren Otto Gussmann (auch: Gußmann) und Paul Wallot hin, diesen Plan zu unterstützen. Der Sächsische Kulturfonds des Königlichen Ministeriums des Innern stiftete daraufhin als Jubiläumsgabe ein Himmelfahrtsbild, das Sascha Schneider malen sollte. Gussmann informierte Pfarrer Köhler am [[20. Juni]] 1904 brieflich darüber.&amp;lt;ref&amp;gt;Hecker: ''Das Altarbild von St. Mauritius'', S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[29. Juli]] 1904 besuchte Johannes Köhler Sascha Schneider in dessen [[Meißen]]er Atelier zu einer ersten Besprechung.&amp;lt;ref&amp;gt;Hecker: ''Das Altarbild von St. Mauritius'', S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[2. August|Vier Tage darauf]] schrieb Schneider an [[Karl May]]:&lt;br /&gt;
:''Ich kann morgen Mittwoch''&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist der [[3. August]].&amp;lt;/ref&amp;gt; ''nicht mit nach [[Loschwitz]]&amp;lt;ref&amp;gt;''Ziel eines geplanten gemeinsamen Ausflugs.''&amp;lt;/ref&amp;gt; fahren, weil ich in Wolkenburg i/Muldental sein werde, allwo mir hinter meinem Rücken der akad[emische] Rat als Anerkennung meiner Enttäuschungen in Dresden ein Altarbild zu malen gütigst geruht hat. Es ist gewissermaßen eine gebratene Taube, welche ich in Weimar dankbaren Herzens und mit einem begeisterten Hoch auf die noch nicht dagewesene Güte, Gnade &amp;amp; Barmherzigkeit des hohen akad[emischen] Rates, verzehren werde. Immerhin bin ich durch dies Manoever nicht niedergedrückt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 99; dort auch die vorige Anmerkung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief Sascha Schneiders an May vom [[24. August]] kamen die Vorbereitungen für das Altarbild wiederum zur Sprache:&lt;br /&gt;
:''Augenblicklich muss ich eine Skizze für die letzte Wand des Gutenbergmuseums &amp;amp; eine dito für die Kirche in Wolkenburg machen'' [...]&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 107 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[25. August|Einen Tag später]] informierte Schneider den Wolkenburger Pfarrer Johannes Köhler über den Plan:&lt;br /&gt;
:''Nachdem ich mir nun in Ruhe die localen Verhältnisse und den Eindruck der reizenden Kirche überdacht habe wird das Altargemälde ein anderes Aussehen bekommen als ich erst projectierte. Gold muss ganz fortfallen. Es würde der Fenster wegen nur abends in Wirkung treten. Des beschränkten Raumes halber können auch Engel nicht die Wolken tragen, auf denen Christus emporschwebt. Diese Engel kommen in andächtiger, anbetender Stellung auf den Erdboden zu stehen, während Christus allein die Erde verlassen hat. Lassen Sie mich machen, ich werde nur daran denken den heilig schönen Eindruck des Altarplatzes zu steigern.''&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: Range: ''Zwischen Max Klinger und Karl May'', S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeit daran fiel dem inzwischen nach [[Weimar]] verzogenen Sascha Schneider aber schwerer als erwartet. An Pfarrer Köhler, der wohl mit einer Fertigstellung des Gemäldes noch im Jubiläumsjahr seiner Kirche gerechnet hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;Hecker: ''Das Altarbild von St. Mauritius'', S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; schrieb der Künstler in einem Brief vom [[4. Dezember]]:&lt;br /&gt;
:''Mit der Skizze will es gar nicht vorwärts gehen. Was habe ich schon alles ausgedacht und probirt, es will mir nichts gefallen. Wohl schon zum 6ten Male beginne ich, immer hoffend den Nagel auf den Kopf zu treffen, es will mir nicht gelingen. Ja, wenn ich dürfte wie ich wollte! Das würde aber noch weniger Ihren Beifall finden und den des Consistoriums sicher noch weniger. Mit dieser Tradition ist es etwas schreckliches, wenn man fühlt Neues geben zu können. Ich habe aber keine Lust mir einen Korb zu holen und so wird es wohl beim Herkömmlichen bleiben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: Range: ''Zwischen Max Klinger und Karl May'', S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[5. Dezember|Tags darauf]] wurde Sascha Schneider in einem Brief an Karl May deutlicher:&lt;br /&gt;
:''Das Altarblatt für Wolkenburg ist auch so eine Schundarbeit; nun werde ich bald ungeduldig immer wieder mit der Verbindung und den erbärmlichen Wünschen der Menge zu rechnen. Ich brauche aber das Geld für Besseres und so bleibt mir nichts anderes übrig; aber ebenso gern würde ich Treppen scheuern.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Skizzen ===&lt;br /&gt;
Im [[Januar]] [[1905]] sandte Schneider an Johannes Köhler eine erste farbige Skizze, die heute verschollen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Range: ''Zwischen Max Klinger und Karl May'', S. 115.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Maler schrieb dazu am [[19. Januar]] in einem Brief an Köhler:&lt;br /&gt;
:''Nehmen Sie die Arbeit freundlich auf, es hat so lange gedauert bis ich in diesem Trubel die Idee ausreifen lassen konnte. Was es vorstellt ist ja deutlich zu ersehen aber Sie müssen sich aus diesen Andeutungen wohl oder übel das Bild im Grossen sehr freundlich selbst zusammenbauen, denn in diesem kleinen Format ist es mir nicht anders gegeben mich künstlerisch auszudrücken. Das sieht dann im Grossen wesentlich anders aus und Sie sollen mit mir zufrieden sein. – Der Gegenstand u[nd] die Fassung ist Ihnen hoffentlich recht, ich bin damit nämlich am Rande meines Vermögens angelangt. 100 Ideen habe ich gefasst und wieder verworfen bis ich diese aus dem Chaos herausschälte. Die Arbeit muss heiter u[nd] licht sein. Das fällt mir schon schwer genug, denn wie ein Essayist über mich schrieb, ist meine Domäne das Dämonische. – Lassen Sie es so wie es ist und ich wage alles zu versprechen'' [...]&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: Range: ''Zwischen Max Klinger und Karl May'', S. 115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfarrer Köhler war mit der Skizze einverstanden und sandte sie an den Akademischen Rat nach Dresden, wo sie anfangs auch Zustimmung fand.&amp;lt;ref&amp;gt;Range: ''Zwischen Max Klinger und Karl May'', S. 115 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am [[25. Februar]] schrieb Sascha Schneider in einem Brief an Karl May:&lt;br /&gt;
:''Jetzt habe ich für 14 Tage mit der Einrichtung meiner Wohnung zu tun, denn ich ziehe um.''&amp;lt;ref&amp;gt;Im [[März]] 1905 zog Schneider in Weimar um: von der Wörthstraße 22&amp;lt;sup&amp;gt;II&amp;lt;/sup&amp;gt; in die Henßstraße 10&amp;lt;sup&amp;gt;II&amp;lt;/sup&amp;gt;.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
:''Dann kommt mein Wolkenburger Altargemälde dran'' [...]&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einer weiteren Skizze ist in einem Brief Sascha Schneiders an Karl May vom [[6. März]] die Rede:&lt;br /&gt;
:''Zu Ostern''&amp;lt;ref&amp;gt;Der Ostersonntag fiel 1905 auf den [[23. April]].&amp;lt;/ref&amp;gt; ''habe ich den Carton für das Wolkenburger Gemälde in dresden dem akad[emischen] Rate vorzuführen'' [...]&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Differenzen mit dem Akademischen Rat nahmen allerdings damit kein Ende, wie ein auf den [[21. Mai]] datierter Brief Schneiders an Johannes Köhler verdeutlicht:&lt;br /&gt;
:''Das Altarbild für Wolkenburg wird, wie es scheint, seine Geschichte haben. Eben zurückgekehrt aus der herrlichsten Natur, aus Corfu,''&amp;lt;ref&amp;gt;Im [[April]] und [[Mai]] 1905 unternahm Schneider eine Reise auf den Balkan und nach Korfu.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''finde ich den Bescheid des akad[emischen] Rates vor, welcher meinen eingesandten Carton ablehnt, mit der Begründung, dass das Motiv (Christus &amp;amp; die 2 Engel) zu arm sei. Ich solle einen andern Carton mit mehr Figuren anfertigen. Nun schreibe ich eben dorthin, dass doch der akad[emische] Rat die Skizze, in welcher bereits diese Idee klar zu Tage lag, genehmigt hatte u[nd] warum man mir solche Bedenken nicht eher mitteilte. Ferner schrieb ich an den akad[emischen] Rat, dass die Gestalt Christi als die weitaus wichtigste die beiden plastischen Engel des Altarraumes''&amp;lt;ref&amp;gt;Rechts und links vom Altar der Kirche stehen zwei 2&amp;amp;nbsp;m hohe Engelfiguren mit Opferschale und Rauchfass, die 1805/10 als Eisenkunstguss-Plastiken des Lausitzer Lauchhammerwerkes entstanden waren. Vgl. Range: ''Zwischen Max Klinger und Karl May'', S. 116, Anm. 373.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zu übertönen habe u[nd] dass auch Sie vom kirchlichen Standpunkt aus dieser Meinung wären. Aus diesem Grunde müsste Christus sehr gross gehalten werden, u[nd] es bliebe so, um mit mehreren lebensgrossen Figuren zu operiren, kein Raum. Ich schlug dem akad[emischen] Rate vor, um meine Überzeugung, die ich im Interesse der Wirkung des Ganzen nicht aufgeben will, durchzusetzen, wolle ich mich mit der Hälfte des Honorars begnügen, wenn man mir freie Hand liesse. Ich malte dann die schwebende Gestalt Christi allein, umrahmt mit Engelsköpfen. – Zu einem reichen Figurenbilde mag ich mich nicht entschliessen. Die Figuren werden zu klein, der Christus dementsprechend, die beiden plastischen Engel dominieren u[nd] es kommt so zuguterletzt auf den status quo ante''&amp;lt;ref&amp;gt;Lateinisch, etwa: ''vorheriger Zustand''.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''heraus. Lieber gebe ich dann die Arbeit wieder zurück, denn ich sehe schon voraus, dass ich bei relativ geringem Honorar in grosse Arbeit u[nd] Ärger hineinkomme, ohne dabei irgendwelchen Ruhm zu gewinnen'' [...]&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: Range: ''Zwischen Max Klinger und Karl May'', S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemälde ===&lt;br /&gt;
Sascha Schneider konnte seine Idee letztendlich durchsetzen und schuf in Weimar das oben abgebildete Gemälde. Trotzdem bereitete ihm die Arbeit daran keine Freude. Am [[14. Juli]] 1905 schrieb er darüber an Karl May:&lt;br /&gt;
:''Ich arbeite heftig an meinem Altargemälde. Noch nie bin ich einer Arbeit so überdrüssig gewesen. Jetzt erklärt der Pastor er mag das Bild überhaupt nicht, Sie werden sehen es kommt noch zu einem rencontre.''&amp;lt;ref&amp;gt;Französisch: ''Zusammenstoß''.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso in einem weiteren Brief vom [[17. August]]:&lt;br /&gt;
:''Nun will ich, da durch die Arbeit an dem mir verhassten Altarbild meine Nerven wieder gründlich striken, am Sonntag''&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist der [[20. August]].&amp;lt;/ref&amp;gt; ''auf 14 Tage bis 3 Wochen verreisen'' [...] ''in einer Weise, dass mich keine Nachricht erreichen kann.''&amp;lt;ref&amp;gt;Im [[August]] und [[September]] 1905 weilte Sascha Schneider in Südtirol.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 167.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Kirchweihfest am [[30. Oktober]] sollte die Übergabe des Bildes in Wolkenburg stattfinden. Bereits am [[24. September]] hatte der Weimarer Professor Pastor emeritus Otto Eggeling (*&amp;amp;nbsp;[[1836]]; †&amp;amp;nbsp;?), Dozent der Kunstgeschichte und Ästhetik, in der ''Weimarischen Landeszeitung'' eine positive Kritik des inzwischen wohl fertiggestellten Bildes veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Range: ''Zwischen Max Klinger und Karl May'', S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am [[3. Oktober]] teilte Sascha Schneider dem Pfarrer Köhler brieflich mit: ''Den Termin: 30. Oktober können wir nicht festhalten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: Hecker: ''Das Altarbild von St. Mauritius'', S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Grund dafür war, ''dass zuguterletzt ein förmlicher Pilgerzug zu dem Bilde stattfand.''&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: Range: ''Zwischen Max Klinger und Karl May'', S. 115.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem hatte der Großherzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar-Eisenach (* [[1876]]; † [[1923]]) Interesse gezeigt, das Bild in Schneiders Atelier zu besichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst am [[3. Dezember]] 1905, dem ersten Sonntag im Advent, wurde das Altarbild bei einem Festgottesdienst der Wolkenburger Kirchgemeinde übergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Range: ''Zwischen Max Klinger und Karl May'', S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[5. Dezember|Zwei Tage später]] schrieb Sascha Schneider auf einer Postkarte an Karl May – möglicherweise auf die Kritik Eggelings oder einen Nachdruck davon Bezug nehmend:&lt;br /&gt;
:''Wenn Sie jetzt den Artikel über mein Wolkenburg Altargemälde Wolff&amp;lt;ref&amp;gt;''Der Chefredakteur der &amp;quot;Dresdner Neuesten Nachrichten&amp;quot; [[Julius Ferdinand Wollf]].''&amp;lt;/ref&amp;gt; geben würden, so wäre ich Ihnen dankbar.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 191; dort auch die vorige Anmerkung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Altarbild ''Christi Himmelfahrt'' ist noch heute in der Wolkenburger Kirche zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Motiv ==&lt;br /&gt;
Sascha Schneider orientierte sich bei der Darstellung der Himmelfahrt Christi sehr genau an den biblischen Texten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;Vom segnenden Christus ist im Lukasevangelium die Rede:&lt;br /&gt;
:''Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel.''&amp;lt;ref&amp;gt;Evangelium nach Lukas, Kapitel 24, Vers 51. In: ''Die Lutherbibel 1984.'' ([http://www.bibelwissenschaft.de/nc/online-bibeln/luther-bibel-1984/lesen-im-bibeltext/bibelstelle/Lk%2024,51/anzeige/single/#iv Onlinefassung]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Apostelgeschichte werden in dem Zusammenhang zwei Männer genannt, die in Schneiders Entwurf als Engel dargestellt waren:&lt;br /&gt;
:''Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Apostelgeschichte des Lukas, Kapitel 1, Verse 9-11. In: ''Die Lutherbibel 1984.'' ([http://www.bibelwissenschaft.de/nc/online-bibeln/luther-bibel-1984/lesen-im-bibeltext/bibelstelle/Apg%201,9-11/anzeige/single/#iv Onlinefassung]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritiken ==&lt;br /&gt;
In seinem Aufsatz in den [[Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft]] Nr. 94 schreibt [[Manfred Hecker]]:&lt;br /&gt;
:''Man bedenke: bei geöffneter Haupttür leuchtet dem Eintretenden vom Altar her – auf schimmerndem Goldgrund (an eine Ikone gemahnend), blaßgrau hervorgehoben mit braunem Haupthaar und mit einem in hellem Blau gehaltenen schleierartigen Gewand umgeben – ein unter dem Gewand plastisch als Mann erkennbarer Christus entgegen. Umrahmt von rosigen Engelköpfchen (wohl individuelle Züge tragend) mit hellschimmernden Flügeln, goldenen Sternen über den Häuptern, auf preußischblauem Hintergrund.''&amp;lt;ref&amp;gt;Hecker: ''Das Altarbild von St. Mauritius'', S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Annelotte Range]] äußert sich in ihrer Dissertation über Sascha Schneider zu diesem Bild:&lt;br /&gt;
:''Beibehalten von der ursprünglichen Projektierung ist die einheitlich weiß-graue Farbgebung für das knöchellange Gewand und die Wolkenformationen, die Christus bis zur Brust einhüllen. Die Transparenz, die den Körper Christi durchscheinen läßt, wird noch heutzutage als provokativ empfunden.''&lt;br /&gt;
:''Oberhalb der Wolkenzone, die zwei Drittel der Bildfläche einnimmt, ist der Himmel'' [...] ''mit Gold besetzt'' [...] ''Vor dieser kostbaren Folie erheben sich das blondgelockte, nimbierte Haupt Christi und die im Segensgestus erhobene Rechte. In den windbewegten Haaren dokumentiert sich die Bewegung des Hinauffahrens. Cherubsköpfchen auf azurblauem Grund, jedes ein Individuum, umziehen als Binnenrahmen den auffahrenden Christus: je fünf an den Längsseiten, zwei als untere und ein größeres als obere Begrenzung, die weitgespannten Flügel der Bogenform anpassend'' [...] ''Das Motiv des Schwebens ist durch die auf den Kopf gestellten Cherubsköpfe sehr originell auf den ganzen Bildkörper, d. h. Rahmen und Innenbild, ausgedehnt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Range: ''Zwischen Max Klinger und Karl May'', S. 116 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Manfred Hecker: ''Das Altarbild von St. Mauritius zu Wolkenburg.'' In: Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 94/[[1992]], S. 8-11. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/m-kmg/094/index.htm Onlinefassung])&lt;br /&gt;
* Annelotte Range: ''Zwischen Max Klinger und Karl May. Studien zum Zeichnerischen und Malerischen Werk von Sascha Schneider (1870-1927).'' [Dissertation [[Regensburg]] [[1996]]] [[Karl-May-Verlag]] [[Bamberg]] [[1999]], insb. S. 113-118. ISBN 3-7802-3007-0&lt;br /&gt;
* [[Hans-Dieter Steinmetz]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''[[Briefwechsel mit Sascha Schneider (GW93)|Karl May. Briefwechsel mit Sascha Schneider.]]'' Karl-May-Verlag Bamberg-[[Radebeul]] [[2009]]. ISBN 978-3-7802-0093-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Webseite des Heimatvereins [http://www.wolkenburg-kaufungen.de/ Wolkenburg-Kaufungen].&lt;br /&gt;
* Eintrag [http://de.wikipedia.org/wiki/Christi_Himmelfahrt Christi Himmelfahrt (Fest)] in der Wikipedia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sascha Schneider]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tamarin</name></author>
		
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