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	<title>Das Gefühl der Abhängigkeit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-09-20T18:47:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Karl-May-Wiki</subtitle>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Das_Gef%C3%BChl_der_Abh%C3%A4ngigkeit&amp;diff=152637&amp;oldid=prev</id>
		<title>Uwe L. am 8. August 2013 um 09:04 Uhr</title>
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		<updated>2013-08-08T09:04:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;'''''Das Gefühl der Abhängigkeit''''' ist ein berühmtes Bild von [[Sascha Schneider]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Das Gefuehl der Abhaengigkeit 1893.jpg|thumb|300px|Zeichnung ''Das Gefühl der Abhängigkeit'' (1893)]]&lt;br /&gt;
''Das Gefühl der Abhängigkeit'' war zu Schneiders Lebzeiten wohl das bekannteste Bild des Künstlers überhaupt.&lt;br /&gt;
Die Zeichnung mit diesem Titel entstand [[1893]] in unbekannten Maßen. [[1894]] schuf Schneider eine Version mit Kohle, Blei und Kreide auf Karton in den Maßen 40 x 61 cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aussagen von Schneiders Schwester [[Lilly Schneider|Lilly]] hängt das Bild mit Kindheitserinnerungen an ein russisches Märchenbuch zusammen. In diesem kommt ein aus der Erde wachsender Ritter vor, dessen riesiger Kopf einen Reiter anspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Range: ''Zwischen Max Klinger und Karl May'', S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1894]] präsentierte Sascha Schneider ''Das Gefühl der Abhängigkeit'' – zusammen mit zehn anderen Kartons – in seiner ersten, erfolgreichen Einzelausstellung im Kunstsalon Lichtenberg in [[Dresden]]. Besonderen Eindruck auf das Publikum hinterließ neben ''[[Eins ist not]]'' und ''[[Im Reiche des silbernen Löwen III (Schneider)|Um eine Seele]]'' eben dieses Bild, das auch in der ''Illustrierten Zeitung'' vom [[7. Mai]] [[1896]] abgebildet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896 erschien bei J. J. Weber, [[Leipzig]], eine [[Meisterwerke der Holzschneidekunst, Heft 3|Mappe]] mit 17 [[Xylographie|Holzstich]]en Schneiders nach Originalkartons (in der Reihe ''Meisterwerke der Holzschneidekunst''), unter denen sich auch dieses Bild befand. [[1897]] erschienen zwei weitere Auflagen der Mappe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Euchar Albrecht Schmid]] soll ein Druck des Bildes ''in den neunziger Jahren in Schwarz-weiß beim Verlag Breitkopf &amp;amp; Härtel, Leipzig,'' erschienen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', Anm. 4, S. 372.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Zeichnung von 1893 gilt heute als verschollen. Eine zweite Fassung von 1894 war für Herrn von Seidlitz in Dresden bestimmt und befand sich 1967 in Besitz von [[Familie Lieberknecht|Rut Lieberknecht]] in Kiel.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Hatzig: ''Karl May und Sascha Schneider'', S. 210.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine farbige Version gestaltete Schneider [[1919]]/[[1920|20]] als Ölgemälde in den Maßen 64,5 x 100,5 cm. Diese war eigentlich für den Schaupieler und Stummfilm-Darsteller Gunnar Tolnaes (* [[1879]]; † [[1940]]; Schneider schreibt ''Tollnaes'') bestimmt. In einem Brief an [[Klara May]] äußerte sich der Maler am [[12. Dezember]] 1919:&lt;br /&gt;
:''Sie fragten doch wegen eines Gemäldes für Gunnar T.: Das Gefühl der Abhängigkeit. Well!''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 365.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso am [[16. Dezember]]:&lt;br /&gt;
:''Wenn ich irgend kann, so sehe ich mir den Tollnaes Film an&amp;lt;ref&amp;gt;''&amp;quot;Die Lieblingsfrau des Maharadscha&amp;quot;, Teil II; Regie: Max Mack, mit Gunnar Tolnaes als Hauptdarsteller; Uraufführung am [[27. Oktober|27. 10.]] 1919.''&amp;lt;/ref&amp;gt;; es ist jetzt nur so scheusslich viel, gerade in Abendzeit zu tun. Des Abhängigkeit Bildes werde ich mich also gleich nach Weihnachten annehmen und sage Ihnen dann sofort wie lange es dauert; jedenfalls &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; lange,'' [...]&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 366.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Desgleichen am [[24. Dezember]]:&lt;br /&gt;
:''Über &amp;quot;Das Gefühl d. Abh.&amp;quot; hoffe ich Ihnen am Sonntag''&amp;lt;ref&amp;gt;Also am [[28. Dezember]] 1919.&amp;lt;/ref&amp;gt;'' Näheres zu sagen. Es wird alles davon &amp;quot;abhängen&amp;quot; (Das Gefühl d. Abhängigkeit) wie weit mir der Buchbinder, der den Malgrund herzustellen hat, entgegenkommt.''&lt;br /&gt;
:''Ich &amp;lt;u&amp;gt;garantiere&amp;lt;/u&amp;gt; Ihnen aber, dass die Sache nicht auf die lange Bank geschoben wird.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 367.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an [[Kuno von Hardenberg]] äußerte Sascha Schneider am [[26. Januar]] 1920 die Bitte, beim Zahnarzt Falk anzufragen, ob er an Stelle eines Honorars ''ein Bild, sagen wir das &amp;quot;Gefühl der Abhängigkeit&amp;quot; in Öl'' annehmen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Range: ''Zwischen Max Klinger und Karl May'', Anm. 117, S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gefuehl der Abhaengigkeit.jpg|thumb|left|300px|Ölgemälde ''Das Gefühl der Abhängigkeit'' (1920)]]&lt;br /&gt;
Am [[7. Februar]] schrieb Sascha Schneider an Klara May:&lt;br /&gt;
:''Das Bild für Tollnaes ist auch so weit, muss nun aber erst trocknen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 372.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste seiner Briefe an sie ist vom [[15. Februar]]. Schneider hatte sich inzwischen entschlossen, das Bild Klara May zu überlassen. In dem Brief heißt es:&lt;br /&gt;
:''How do you do?''&amp;lt;ref&amp;gt;''Wie geht es Ihnen?''&amp;lt;/ref&amp;gt; ''Ich hoffe es ist alles wieder soweit!''&lt;br /&gt;
:''Das Bild ist es ebenfalls; ich freue mich, dass ich mit Mitte [[Februar]] Wort halten konnte – trotz allem. Wenn es Ihnen recht ist, so bringe ich es Ihnen nächsten Freitag, d. 20&amp;lt;sup&amp;gt;ten&amp;lt;/sup&amp;gt;, persönlich hinaus, gleich nach dem Essen, werde also etwa 3 Uhr bei Ihnen eintreffen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 372 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Bemerkung zu dem Bild findet sich in Sascha Schneiders Brief an Klara May vom [[27. Februar]]:&lt;br /&gt;
:''Und wollen Sie noch den &amp;quot;[[Der Außergewöhnliche|Aussergewöhnlichen]]&amp;quot; haben? Ich würde es Ihnen als Pendant zum &amp;quot;Gef. d. Abh.&amp;quot; malen? Für dasselbe Geld. Da es kein &amp;quot;business&amp;quot; ist, brauchen Sie sich nur zu äussern, auch &amp;quot;&amp;lt;u&amp;gt;Nee&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;quot;. Just as you like!''&amp;lt;ref&amp;gt;Etwa: ''Nur so, wie Sie es wollen!''&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[16. Mai]] schrieb Schneider an Frau May:&lt;br /&gt;
:''[[Lichtsieg|Fackelträger]] und Abhängigkeit kommen am Dienstag''&amp;lt;ref&amp;gt;Also am [[18. Mai]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' zu Römmler &amp;amp; Jonas.&amp;lt;ref&amp;gt;''Die von Emil Römmler und Leopold Erasmus Jonas 1871 in [[Dresden]] gegründete 'Kunstdruck-Anstalt'; das Firmengebäude befand sich in der Blasewitzer Straße 27.''&amp;lt;/ref&amp;gt;''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 393.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin äußerte sich der Maler in seinem Brief an Klara May vom [[11. Juli]] zu dem Bild:&lt;br /&gt;
:''Aber darüber dann am Mittwoch, bei einer Tasse Kafé mündlich.'' [...] ''über die Reproduction des Gef[üh]l[s] d[er] Abhäng[igkeit] und des Fackelträgers ebendort.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[8. April]] [[1922]] schrieb Schneider an Klara May über ihr Gemälde, das offenbar reparaturbedürftig war:&lt;br /&gt;
:''Ihr &amp;quot;Gef. d. Abh.&amp;quot; geben Sie mir mal her, damit will ich gelegentlich ein ernstes Wort reden.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 431.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch am [[27. Dezember]] ist in einem Brief Sascha Schneiders an Frau May von einer (dieser?) Reparatur die Rede:&lt;br /&gt;
:''Anfang [[Februar]] aber heize ich den grossen Raum, dann langen gerade noch die Kohlen bis Frühjahr – und &amp;lt;u&amp;gt;dann&amp;lt;/u&amp;gt; beginnt erst die richtige Arbeit. Ganz zuerst soll dann Ihre &amp;quot;Abhängigkeit&amp;quot; drankommen, die in diesem Loch nicht zu machen ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 442.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb dieses Briefwechsels wird das Bild ein letztes Mal am [[19. Januar]] [[1923]] von Schneider erwähnt:&lt;br /&gt;
:''Bitte lassen Sie doch einen &amp;lt;u&amp;gt;Keilrahmen&amp;lt;/u&amp;gt; machen, der &amp;lt;u&amp;gt;genau&amp;lt;/u&amp;gt; in ihren Goldrahmen &amp;lt;u&amp;gt;hineinpasst&amp;lt;/u&amp;gt;, und senden Sie mir diesen Keilrahmen (auf meine Rechnung) zu, oder geben Sie ihn bei [[Kraft-Kunst-Institut|Kraft-Kunst]] ab; ich fange dann das &amp;quot;Gefühl der Abh.&amp;quot; sofort an und wenn ich platze, aber &amp;lt;u&amp;gt;Sie&amp;lt;/u&amp;gt; dürfen nicht im Stiche gelassen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 444.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DGadU-DGdA.jpg|thumb|200px|''Der Gedanke an das Unendliche'' und ''Das Gefühl der Abhängigkeit'' in der Villa &amp;quot;Shatterhand&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
Das Ölgemälde kam nach Klara Mays Tod in den Besitz des [[Karl-May-Verlag|Karl-May-Verlags (KMV)]]. [[1960]] siedelte es mit ihm nach [[Bamberg]] um und kehrte [[1994]] nach [[Radebeul]] zurück. Heute ist es Eigentum der [[Karl-May-Stiftung]] und im Empfangssalon der [[Villa &amp;quot;Shatterhand.&amp;quot;|Villa &amp;quot;Shatterhand&amp;quot;]] zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem eben besprochenen Bild muss es mindestens noch ein weiteres Schneider-Gemälde ''Das Gefühl der Abhängigkeit'' geben. Sascha Schneider schrieb davon am [[5. Dezember]] [[1921]] in einem Brief an Klara May:&lt;br /&gt;
:''Das Gefühl der Abhängigkeit, das Sie hier sahen, habe ich nach [[Berlin]] für M. 40000 unter der Bedingung verkauft, dass ich es nochmal für mich male.&amp;lt;ref&amp;gt;''Schneider verkaufte eine Replik des von Klara May erworbenen Gemäldes an den Berliner Bankier Julius Perlis (1874-1935).'' [...]&amp;lt;/ref&amp;gt;''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 421; dort auch die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu schreibt [[Annelotte Range]] unter Berufung auf [[Hans-Gerd Röder]]:&lt;br /&gt;
:''Ein Gemälde des Titels (250.5 x 165.8, sign[iert] mit Initialen) ist im Versteigerungskat[alog] (German and Austrian Art, Part II, [[20. Mai|20. 5.]] [[1993]]) von Christies, [[London]], aufgeführt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;Range: ''Zwischen Max Klinger und Karl May'', Anm. 117, S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritiken ==&lt;br /&gt;
[[Euchar Albrecht Schmid]] äußert sich [[1928]] in seinem Aufsatz ''Dem Andenken Sascha Schneiders'' über das Bild:&lt;br /&gt;
:''Auch sonst sammelten sich in der Villa Shatterhand viele Andenken und Erinnerungen an Schneiders Kunst, darunter solche, die nicht unmittelbare Beziehung zu Karl Mays Anregungen aufweisen, insbesondere mehrere Ölgemälde. Eines davon möchte man an die Spitze von allem stellen, was dieser Künstler je in Erinnerung an seinen toten Freund Karl May schuf, vielleicht das gewaltigste Gemälde von allen, das in eindrucksvoller Weise der Qual Ausdruck verleiht, der Sascha Schneiders Freund bis zum letzten Tag seines Lebens ausgeliefert war. &amp;quot;Das Gefühl der Abhängigkeit&amp;quot;, das ''[...]'' sowohl durch Kopien wie auch durch parodistische Nachahmungen seinen Siegeszug durch die Kunstpresse nahm, ist jenes Bild, das Sascha Schneider und Karl May zusammenführte. Was der Künstler bei der Ausführung des gewaltigen Bildes dachte, empfand und ausdrücken wollte, war für Mays Schicksal geradezu symbolisch. Auf eine Bitte von Karl Mays Witwe hat Sascha Schneider nunmehr das herrliche Werk farbig für die Villa Shatterhand gemalt und für Kunstkritiker wird der Vergleich dieser Schöpfung des jetzt 50jährigen Künstlers mit der früheren Schwarzweiß-Zeichnung des 23jährigen ein Ereignis sein. Als das Gemälde in der Villa Shatterhand aufgestellt wurde, erklärte uns Sascha Schneider, daß sein [[Lichtsieg|&amp;quot;Licht-Sieg&amp;quot;]], den er im Jahre 1905 ''[...]'' zeichnete, gleichsam das &amp;quot;umgekehrte Gefühl der Abhängigkeit&amp;quot; sei'' [...]&amp;lt;ref&amp;gt;Schmid: ''Dem Andenken Sascha Schneiders'', Nachdruck, S. A12-A14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Monographie über May und Schneider schreibt [[Hansotto Hatzig]] [[1967]]: &lt;br /&gt;
:''Das &amp;quot;Gefühl der Abhängigkeit&amp;quot; steht am Anfang von Schneiders Gedankenmalerei (Karton 1893). Der Befreiung davon, dem Weg [[Sascha-Schneider-Mappe|&amp;quot;Empor zum Licht&amp;quot;]], galt sein ganzes Symbolschaffen, ja, sein Schaffen überhaupt. &amp;quot;Lichtsieg&amp;quot; war das erträumte Ziel, das er [[1904]] (May-Zyklus, Band [[Am Rio de la Plata (GR12)|12]]/[[In den Cordilleren (GR13)|13]]) darstellte und mit seiner &amp;quot;klassizistischen Periode&amp;quot; ([[Weimar]]–Florenz [[1906]]-[[1913|13]]) endlich erreicht zu haben glaubte. Nach einem Menschenalter, im Jahre [[1921]], kehrte er zu seinen alten Motiven zurück. Für Klara May schuf er das &amp;quot;Gefühl der Abhängigkeit&amp;quot; als Ölbild.''&amp;lt;ref&amp;gt;Setzfehler oder Irrtum: Wie oben dargelegt, entstand das Ölgemälde nicht 1921, sondern schon 1919/20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hatzig: ''Karl May und Sascha Schneider'', S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Annelotte Range schreibt in ihrer Dissertation ([[1996]]) zum Bild ''Das Gefühl der Abhängigkeit'' folgendes:&lt;br /&gt;
:''Die Aktfigur, beinahe ein Zitat des [[Der Anarchist|&amp;quot;Anarchist&amp;quot;]], wird hier zum Opfer. Verzagt ist der Kopf gesenkt, hängen die von Ketten beschwerten Arme herab. Dem jungen Mann droht ein in starker Verkürzung gegebenes, ihm bäuchlings gegenüber liegendes schwarzes Ungeheuer, das sich wie ein Berg über der Ebene erhebt. Gewaltige, im Rund ausgestreckte Arme kesseln ihn ein, und es warten die übergroßen Hände des schwarzen Monsters nur auf den Befehl der tückisch lauernden Augen, die Beute zu ergreifen, die resigniert hat und keine Anzeichen einer Auflehnung erkennen läßt.''&lt;br /&gt;
:''Diese Erfindung, die wohl die bekannteste überhaupt wurde, scheint aus den alptraumhaften Visionen hervorgegangen, die den Künstler beherrschten.'' [...]&lt;br /&gt;
Die Autorin nennt des weiteren mehrere im Motiv verwandte Bilder: Hokusais ''Die ermordete Kasané erscheint ihrem Gatten'' (1819), Redons ''Der Zyklop'' (um 1900) sowie Kubins ''Gefahr'' und ''Die Stunde der Geburt'' (beide 1901).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Datei:WJW Portraetgalerie moderner Meister.jpg|thumb|250px|Eine Parodie auf ''Das Gefühl der Abhängigkeit'']]&lt;br /&gt;
Kein Werk Sascha Schneiders ist so häufig parodiert worden wie ''Das Gefühl der Abhängigkeit''. Als eines von vielen Beispielen sei hier ein Ausschnitt aus dem Bild ''Porträtgalerie moderner Meister – Wie sie sich das Publikum nach ihren Werken vorstellt'' (in: ''Lustige Blätter'', 18. Jg. 1903, Nr. 25) aufgeführt, welches die Initialen ''WJW'' trägt; der Maler ist unbekannt. Das Bild zeigt ein Porträt Schneiders anstelle des Jünglings, von vorn gesehen und mit einem Rock voller Augen wie der Engel auf Schneiders ''[[Ein Wiedersehen]]'' bekleidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hansotto Hatzig: ''Karl May und Sascha Schneider. Dokumente einer Freundschaft.'' [[Beiträge zur Karl-May-Forschung]] Band 2. KMV Bamberg 1967.&lt;br /&gt;
* Euchar Albrecht Schmid: ''Dem Andenken Sascha Schneiders.'' In: [[Karl-May-Jahrbücher|Karl-May-Jahrbuch]] 1928. KMV Radebeul, S. 7-15. Nachdruck in: Karl May: ''Winnetou IV.'' [[Reprint]]. KMV Bamberg [[1984]], S. A5-A14. ISBN 3-7802-0233-6&lt;br /&gt;
* Annelotte Range: ''Zwischen Max Klinger und Karl May. Studien zum Zeichnerischen und Malerischen Werk von Sascha Schneider (1870-1927).'' [Dissertation [[Regensburg]] 1996] KMV Bamberg [[1999]], insb. S. 31-34. ISBN 3-7802-3007-0 &lt;br /&gt;
* [[Hans-Dieter Steinmetz]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''[[Briefwechsel mit Sascha Schneider (GW93)|Karl May. Briefwechsel mit Sascha Schneider]]''. KMV Bamberg-Radebeul [[2009]]. ISBN 978-3-7802-0093-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sascha Schneider|Gefuehl der Abhaengigkeit, Das]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Uwe L.</name></author>
		
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