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	<title>Familie Fabiani - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Karl-May-Wiki</subtitle>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Familie_Fabiani&amp;diff=169887&amp;oldid=prev</id>
		<title>Tamarin am 28. August 2015 um 07:33 Uhr</title>
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		<updated>2015-08-28T07:33:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;'''August Fabiani''' (* [[1862]] in Štanjel/Slowenien; † [[1934]] in Zadar/Kroatien) war Postmeister in Štanjel am Karst und ein Leser, der mit [[Karl May]] in Verbindung getreten war. Er war der Bruder der Förstersgattin '''Gabriella Froon-Fabiani''' und der Ehemann von '''Franziska Fabiani''', mit der er eine Tochter, '''Klara Emma Fabiani''' (* [[21. Februar]] [[1908]]; † ?), hatte. August Fabiani hatte seines Berufs wegen die deutsche Sprache erlernt und später Karl Mays Bücher gelesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie Fabiani und Karl May ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fabiani 041.jpg|thumb|August Fabiani (''Leseralbum'', S. 41)]]&lt;br /&gt;
Am [[3. September]] [[1897]] sandte der noch nicht verheiratete August Fabiani einen Korb Pfirsiche an May und legte einen Brief bei:&lt;br /&gt;
:''Ich bitte Sie hochgeehrter Herr Doctor nehmen Sie diese Kleinigkeit an; Sie machen mich damit glücklich.'' [...]&lt;br /&gt;
:''Wenn Sie hochgeehrter Herr, wieder einmal nach [[Afrika]] gehen und die Route [[Wien]]&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;[[Triest]] nehmen sollten, bin ich so frei, Sie zu mir einzuladen, auf Minuten, Stunden, Wochen oder Monate'' [...] ''Auch hier werden Sie hochgeehrter Herr Freunde finden, welche Sie wirklich herzlichst lieb haben. Von mir will ich nicht reden; ich will nur sagen, daß kein Herrscher [[Europa]]s würde mir, wenn er mein Haus betreten würde so viel, so großen Glück und Freude machen wie Sie hochgeehrter Herr Doctor. Ich denke immer an Sie, und Sie sind der einzige Mensch für welchen mein Herz schlagt, ausgenommen meine Eltern und Geschwister.''&lt;br /&gt;
:''Ich bitte Sie hochgeehrter Herr Doctor lachen Sie nicht über diesen Brief den jetzt hat mein Herz gesprochen.''&lt;br /&gt;
:''Wie oft wollte ich Ihnen &amp;lt;s&amp;gt;schon&amp;lt;/s&amp;gt; dieses schon schreiben, aber ich getraute es mir nicht.''&amp;lt;ref&amp;gt;May: ''Meine dankbaren Leser'', S. 402 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bearbeitete Auszüge aus diesem Brief wurden [[1902]] als [[Leserbrief 128|Nr. 128]] im Anhang zur Broschüre ''[[&amp;quot;Karl May als Erzieher&amp;quot; und &amp;quot;Die Wahrheit über Karl May&amp;quot;]]'' veröffentlicht:&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;... Auch hier würden Sie Freunde finden, welche Sie wirklich und herzlich lieb haben. Von mir will ich nicht reden; ich will nur sagen: kein Herrscher Europas würde, wenn er mein Haus beträte, mir so viel, so großes Glück und Freude machen wie Sie, hochgeehrter Herr. Ich bitte, lächeln Sie nicht über diesen Brief, denn jetzt hat mein Herz gesprochen. Wie oft schon wollte ich Ihnen dieses schreiben, aber ich getraute es mir nicht!...&amp;quot;&lt;br /&gt;
:''A. F.&lt;br /&gt;
:''K. K. Postmeister''&amp;lt;ref&amp;gt;May: ''Dankbarer Leser'', S. 114 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Brief war vermutlich der Beginn einer dauerhaften Korrespondenz Fabianis mit Karl May. August Fabiani pflegte jedes Jahr Weintrauben und Picolit (Karster Wein aus dürren Beeren) zu senden. Das erste bekannte Schreiben Mays an den Postmeister datiert auf den [[9. August]] 1902 und wurde in [[Hamburg]] während der [[Rundreise 1902|Rundreise]] verfasst, die der Schriftsteller mit seiner ersten Ehefrau [[Emma Pollmer|Emma May]] und der befreundeten Witwe [[Klara May|Klara Plöhn]] machte, und bezog sich auf frühere Briefe:&lt;br /&gt;
:''Sie sehen, daß ich Ihnen während der Reise antworte. Glauben Sie in Gottes Namen ruhig an mich weiter! Bis jetzt ist noch Jeder angegriffen, gekreuzigt und gesteinigt worden, der seine Mitmenschen glücklich machen wollte. Warum sollte man mit mir eine Ausnahme machen? Mich stört das nicht in meinem Seelenfrieden. Der wahre Weg zum Himmel führt durch das Erdenleid. Nur Geduld: Ich siege doch!''&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik III'', S. 90.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[4. März]] [[1903]] wurde die [[Scheidung]] von Karl und Emma May rechtskräftig;&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik III'', S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; am [[30. März]] fand die standesamtliche Trauung Karl Mays mit Klara verw. Plöhn geb. Beibler statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik III'', S. 234.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fabiani wusste allerdings nichts von der Scheidung; er glaubte, das Mays erste Frau verstorben wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Geschenke von August Fabiani antwortete Klara May am [[27. September]] [[1907]]:&lt;br /&gt;
:''Soeben von der Reise zurückgekommen''&amp;lt;ref&amp;gt;Es ist keine Reise der Mays im Herbst 1907 bekannt. Möglicherweise ist damit die [[Kurreise 1907|Kurreise]] gemeint, die allerdings bereits am [[8. Juli]] zu Ende war.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''finden wir Ihre Sendungen vor. Die schönen Früchte freilich zum Theil verdorben'' [...] ''Der Wein ist aber von einer Güte, wie man hier keinen bekommt. Einfach prachtvoll. Mein Herzensmann wird am Sonntag, den [[29. September|29. d[es] M[onats&amp;lt;nowiki&amp;gt;]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;]] Mittags 1 Uhr, wie Sie es wünschen, ein Glas Ihrer kostbaren Gabe auf das Wohl des gütigen Spenders trinken und dankbar Ihrer gedenken.''&lt;br /&gt;
Karl May selbst ergänzte auf diesem Brief seinen&lt;br /&gt;
:''herzlichsten Gruß und Dank''.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik IV'', S. 282 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August und Franziska Fabiani wurden am [[21. Februar]] [[1908]] die Eltern einer Tochter, die – benannt nach Karl Mays Ehefrauen – den Namen Klara Emma erhält. May hatte sich vorher auf Anfrage bereit erklärt, in Abwesenheit als Taufpate zu fungieren. Außerdem hatte er ein  [[Pulverfläschchen mit Jordanwasser|Pulverfläschchen mit Wasser]] aus dem [[Jordan]] geschickt, mit dem Klara Emma Fabiani am Tag ihrer Geburt in Štanjel getauft wurde. Karl May ist tatsächlich als ''patrinus'' (lateinisch: ''Pate'') im Taufbuch eingetragen und wurde am Taufbecken vom Messner Josef Bregant vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik IV'', S. 354.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Namensverzeichnis ''Karl May – Personen in seinem Leben'' ist (ohne Angabe von Quellen) zu lesen, dass diese Taufe eine Sensation in Štanjel gewesen sei, allerdings nur wegen des Jordanwassers, nicht wegen des dort unbekannten Taufpaten.&amp;lt;ref&amp;gt;Griese: ''Personen'', S. 90.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum ersten Geburtstag schenkten Mays den Patenkind zwei Silberlöffel, die mit Monogrammen versehen waren: der eine mit dem Karl Mays, der andere mit dem Klara Emma Fabianis. Im Begleitbrief schrieb Klara May am [[15. Februar]]:&lt;br /&gt;
:''Bei uns ist man gewöhnt, dem Patenkindchen an dem tage ein Geschenk zu geben, welches als Erinnerung und zugleich als stummes Verbindungsband das Kind mit dem Paten verbindet. Dieses Gebrauches eingedenk, folgt heute ein Etuie mit einem Löffelpaar, da[s] dem Kinde täglich dienen soll und dadurch immer die Erinnerung festhält. Ferner folgt, für Sie Alle bestimmt, ein Bild meines guten Mannes. Eine Aufnahme von mir selbst und darum kein Kunstwerk.''&lt;br /&gt;
Karl mays Ergänzung zu diesem Brief lautet:&lt;br /&gt;
:''Tausend herzliche Grüße den lieben Gevattersleuten!''&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik IV'', S. 498 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Froon-Fabiani 121.jpg|thumb|Gabriella Froon-Fabiani (''Leseralbum'', S. 121)]]&lt;br /&gt;
Dies ist das letzte bekannte Schreiben zwischen Fabianis und Mays.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Karl Mays ''[[Leseralbum]]'' finden sich allerdings eine Fotografie August Fabianis und eine seiner Schwester. Auf der Rückseite der einen ist (wohl in der Handschrift des Fotografierten) zu lesen:&lt;br /&gt;
:''August Fabiani&lt;br /&gt;
:''K. K. Postmeister und Grundbesitzer&lt;br /&gt;
:''34 Jahre alt.''&amp;lt;ref&amp;gt;May: ''Leseralbum'', S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Revers der anderen zeigt die Aufschrift:&lt;br /&gt;
:''Gabriella Froon-Fabiani /:Schwester:/&lt;br /&gt;
:''K. K. Försters-Gattin&lt;br /&gt;
:''25 Jahre alt/''&amp;lt;ref&amp;gt;May: '' Leseralbum'', S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mögliche Kontakte zwischen Gabriella Froon-Fabiani und Karl May sind nicht ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl May: ''&amp;quot;Karl May als Erzieher&amp;quot; und &amp;quot;Die Wahrheit über Karl May&amp;quot; oder Die Gegner Karl Mays in ihrem eigenen Lichte Von einem dankbaren Leser.'' [[Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld]] [[Freiburg i. Br.|Freiburg i. B.]] [[1902]], insb. S. 114 f. ([http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/primlit/bio/leser/index.htm Onlinefassung]) Auch in: Karl May: ''[[Meine dankbaren Leser (GW86)|Meine dankbaren Leser.]]'' [[Karl-May-Verlag]] [[Bamberg]]-[[Radebeul]] [[2005]], insb. S. 202, 402 f. und 404 f.&lt;br /&gt;
* Karl May: ''Leseralbum.'' In: ''[[Karl Mays Werke (Digitale Bibliothek)|Digitale Bibliothek Band 77: Karl Mays Werke]]'', insb. S. 71057, 71097 (vgl. KMW-VIII.6.1, S. 40, 120). ([http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/fotos/leser/frame.htm Onlinefassung])&lt;br /&gt;
* [[Dieter Sudhoff]]/[[Hans-Dieter Steinmetz]]: ''[[Karl-May-Chronik]] II'' bis ''IV''. [[Sonderbände zu den Gesammelten Werken]]. [[Karl-May-Verlag]] [[Bamberg]]–[[Radebeul]] [[2005]]. ISBN 978-3-7802-0170-6&lt;br /&gt;
* [[Volker Griese]]: ''Vom Schriftsteller zum Patenonkel. Karl May und sein slowenischer Leser August Fabiani''. In: [[Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft]] [[2011]].&lt;br /&gt;
{{PinseL}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Chronik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen|Fabiani]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Foto im Leseralbum|Fabiani]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dankbarer Leser|Fabiani]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tamarin</name></author>
		
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