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	<title>Harem - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Karl-May-Wiki</subtitle>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Harem&amp;diff=168548&amp;oldid=prev</id>
		<title>87.165.5.19: /* bei Karl May */</title>
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		<updated>2015-08-08T16:55:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;bei Karl May&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;'''Harem''' (arabisch: حرم ''ha'ram'' Tabu, heilig, verboten) bezeichnete einen abgeschlossenen und bewachten Wohnbereich eines Serails oder Hauses, in dem die Frauen eines [[orient]]alischen Würdenträgers oder Familienoberhaupts lebten (im Gegensatz zu ''Selamlık'', dem offenen Wohnbereich). Auch die für Nicht-Muslime verbotenen Bereiche in [[Mekka]] und [[Medina]] trugen die Bezeichnung ''harem-i şerif'' (''Scherif/şerif'' = edel, vornehm).&amp;lt;ref&amp;gt;Leslie P. Peirce: ''The imperial harem: women and sovereignity in the Ottoman Empire.'' Oxford University Press Inc., New York 1993, ISBN 0-19-507673-7, S.&amp;amp;nbsp;5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Harem in der Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Osmanisches Reich ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Haremsdamen.jpg|miniatur|Haremsdamen bei sommerlichen Vergnügungen an den ''Süßen Wassern Europas'', in den Palastgärten am Goldenen Horn, Miniatur aus ''Hubannâme ve Zenannâme'' von Fâzıl-i Enderunî, Illustration des späten 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts&amp;lt;ref&amp;gt;Madeline C. Zilfi: ''Women in the Ottoman Empire: Middle Eastern women in the early Modern Era''. Leiden 1997, S.&amp;amp;nbsp;163.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Koran]] erlaubte den [[Muslim]]en maximal vier Frauen, aber eine beliebige Zahl von Nebenfrauen.&amp;lt;ref&amp;gt;Koran, Sure 4, Verse 1-3; Sure 23, Verse 1-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Zitat des Chronisten Osman Ağa aus Temeschwar: &amp;quot;''Bei uns fügen sich die Frauen gemäß unserem Glauben dem Gebote Allahs und dem Worte Seines Propheten. Wer es leisten kann, darf sich vier Ehefrauen nehmen und dazu soviele Kebsweiber halten, wie er eben vermag. Diesbezüglich haben unsere Frauen kein Wort der Widerrede zu verlieren.''&amp;quot; (Aus seinem Gespräch mit Prinzessin Lubomirska, Gattin von Fürst Sieniawski)&amp;lt;ref&amp;gt;Osman Ağa: ''Zwischen Paschas und Generälen. Bericht des Osman Ağa aus Temeschwar über die Höhepunkte seine Wirkens als Diwansdolmetsch und Diplomat.'' Übersetzt, eingeleitet und erklärt von Richard Franz Kreutel/Friedrich Kornauth, aus der Reihe Richard Franz Kreutel (Hrsg.): ''Osmanische Geschichtsschreiber.'' Band 5, Verlag Styria, Graz/Wien/Köln 1966, S.&amp;amp;nbsp;36.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Damen des Harems waren fast ausschließlich nicht-moslemischer Herkunft aus vielen Ländern, da es verboten war, Muslime zu versklaven.&amp;lt;ref&amp;gt;Roswitha Gost: ''Die Geschichte des Harems.'' Verlag Albatros, Düsseldorf 2002, ISBN 3-491-96044-4, S.&amp;amp;nbsp;171-175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Harem war im [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] nicht allzu häufig anzutreffen. In den arabischen Provinzen gab es wahrscheinlich eine größere Verbreitung als in den europäischen und anatolischen. So hatten im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in Nablus 16% der muslimischen Männer mehr als eine Frau, in [[Damaskus]] waren es 12%, in [[Konstantinopel|Istanbul]] hingegen nur 2%. Der Harem des osmanischen [[Sultan]]s (''harem-i hûmayûn''&amp;lt;ref&amp;gt;Peirce: ''The imperial harem: women and sovereignity in the Ottoman Empire.'' S.&amp;amp;nbsp;5.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war der größte seiner Zeit. Im Topkapı-Palast gab es über 300 Räume, die für den Harem von manchmal mehr als 800 (anno 1633) Frauen bereitstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Peirce: ''The imperial harem: women and sovereignity in the Ottoman Empire.'' S.&amp;amp;nbsp;122.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bertrand Michael Buchmann: ''Österreich und das Osmanische Reich. Eine bilaterale Geschichte.'' WUV-Universitätsverlag, Wien 1999, ISBN 3-85114-479-1, S.&amp;amp;nbsp;69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mustafa Kemal Atatürk, der Begründer der modernen Türkei, verbot für die Republik die Vielweiberei. Tunesien ist der zweite Staat in der islamischen Welt, in dem dies ebenfalls Gesetz wurde; ansonsten ist Polygamie in den islamischen Ländern erlaubt und wird auch praktiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als am 24.&amp;amp;nbsp;April 1909 Truppen der Jungtürken den Harem des abgesetzten Sultans [[Abdul Hamid|Abdülhamid II.]] stürmten, den Obereunuchen an eine Laterne der Galatabrücke hängten und die Sklavinnen und Eunuchen freiließen, entstand ein für die neue Regierung schwer zu lösendes Problem. Soweit sie eruierbar waren, wurden die Familien der Sklavinnen aufgefordert, ihre Töchter aus [[Konstantinopel|Istanbul]] abzuholen und heimzubringen (meist in den Kaukasus). Doch für viele ehemalige Haremsbewohnerinnen blieb nur der Ausweg, sich für Geld im Abendland bestaunen zu lassen. Bei einer Völkerausstellung in [[Wien]] vor dem 1.&amp;amp;nbsp;Weltkrieg war eine solche Gruppe von Frauen und Eunuchen zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gost: ''Die Geschichte des Harems.'' S.&amp;amp;nbsp;261-263.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Kulturen ===&lt;br /&gt;
Im Kaiserreich [[China]] waren Polygamie und Harem ebenfalls zwar üblich, hier blieb dies aber fast ausschließlich auf den Adel beschränkt. Der Harem eines chinesischen Kaisers im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert setzte sich aus einer Kaiserin, zwei Gemahlinnen, elf Nebenfrauen und zahlreichen Konkubinen zusammen. Die Nebenfrauen wiederum waren in unterschiedliche Ränge unterteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibel warnt die [[Judentum|Juden]] im 5.&amp;amp;nbsp;Buch&amp;amp;nbsp;Mose&amp;amp;nbsp;17,17 zwar vor der Vielehe. Dennoch hatte König Salomo nach 1.&amp;amp;nbsp;Könige&amp;amp;nbsp;11,3 einen Harem von siebenhundert Haupt- und dreihundert Nebenfrauen, unter denen sich nach 1.&amp;amp;nbsp;Könige&amp;amp;nbsp;9,24 auch eine Pharaonentochter befand&amp;lt;ref&amp;gt;S. auch Stefan Heym: ''Der König David Bericht'', 1972.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dass Salomo sie und andere heidnische Frauen besaß, führte zu Diskussionen mit der jüdischen Priesterschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ägyptischen Pharaonen hatten ebenfalls einen Harem. Aufgrund des religiös bedingten Inzests war die Königin, also die Hauptfrau, oft die eigene Schwester. Prinzessinnen eroberter oder zu Verbündeten gemachter Länder wurden als Friedenspfand in den Harem des Pharao gebracht. Ein vermögender vornehmer Ägypter konnte sich ebenfalls einen Harem mit Sklavinnen halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in schwarz[[afrika]]nischen nicht-[[islam]]ischen Ländern gab und gibt es teilweise noch immer die Institution der Vielweiberei, so z.&amp;amp;nbsp;B. in der Republik [[Südafrika]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{| cellpadding=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;float: right; width: 175px; border: 1px solid #8888aa; background: #eeeeee; padding: 5px; margin: 0px 0px 0px 15px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background: #000000;text-align: center;color:#ffffff&amp;quot; |&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;''' {{PAGENAME}}'''&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;im Werk Karl Mays&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;align: center;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: left;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
''[[Das Buch der Liebe]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Leïlet]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Scepter und Hammer]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Deutsche Herzen - Deutsche Helden]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Durch die Wüste (GR1)|Durch Wüste und Harem/Durch die Wüste]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Im Reiche des silbernen Löwen II (GR27)|Im Reiche des silbernen Löwen II]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Die &amp;quot;Umm ed Dschamahl&amp;quot;]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Am Jenseits (GR25)|Am Jenseits]]''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:Fehsenfeld Durch-Wueste-und-Harem.jpg|left|thumb|120px|''Durch Wüste und Harem'']]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fehsenfeld Durch-die-Wueste.jpg|left|thumb|120px|''Durch die Wüste'']]&lt;br /&gt;
[[Karl May]] hat den ersten Band der [[Friedrich Ernst Fehsenfeld|Fehsenfeld]]-Reiseerzählungen ursprünglich ''&amp;quot;Durch Wüste und Harem&amp;quot;'' übertitelt, um damit besonders auf den morgenländisch-abenteuerlichen Inhalt hinzuweisen.&lt;br /&gt;
Der Titel wurde auf Drängen des Verlegers Fehsenfeld ab der 4. Auflage (16.-20. Tausend) im Jahre 1895 in ''Durch die Wüste'' geändert.&lt;br /&gt;
:'' Weil es im Harem harmlos zugeht, Pikanterien, die Moralprediger aus Titel und Text herauslesen könnten, sowieso ausbleiben, reiten die Helden ab 1895 nur noch &amp;quot;Durch die Wüste&amp;quot;.''&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Heermann]]: ''[[Winnetous Blutsbruder]].'' [[Karl-May-Verlag]], [[Bamberg]] [[2002]], ISBN 3-7802-0161-5, S.&amp;amp;nbsp;251.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch bedient der Autor seine Leser mit den gängigen abendländischen Klischees der Haremswirtschaft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Erzählung ''&amp;quot;Leïlet&amp;quot;'' befreit der [[Ich-Erzähler]] die Geliebte seines Bruders, [[Warde]], aus der Sklaverei des Harems von [[Abrahim-Arha]] (in der späteren Fassung im Band ''&amp;quot;Durch Wüste und Harem&amp;quot;'' bzw. ''&amp;quot;Durch die Wüste&amp;quot;'' sind es [[Kara Ben Nemsi]], die Montenegrinerin [[Senitza]] und [[Abrahim-Mamur]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Roman ''&amp;quot;Scepter und Hammer&amp;quot;'' wird der Harem von [[Manu-Remusat]] mit dem Eunuchen [[Selim (Eunuch)|Selim]], der Harem von [[Hamd-el-Arek]] und der des Vizekönigs ([[Khedive]]n) genannt. Aus diesem versucht [[Katombo]] vergeblich, seine Schwägerin [[Sobeïde]] zu befreien; sie begeht Selbstmord, um dem Begehren des Khediven zu entgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Band des [[Orientzyklus]] ''&amp;quot;Durch die Wüste&amp;quot;'' beschreibt Kara Ben Nemsi den Besuch des Harems von [[Scheich]] [[Mohammed Emin]] bei den [[Haddedihn]]:&lt;br /&gt;
:''In der Nähe seines Zeltes stand ein zweites. Als wir dort eingetreten waren, bemerkte ich drei Araberinnen und zwei schwarze Mädchen. Die schwarzen waren jedenfalls Sklavinnen, die anderen aber jedenfalls seine Frauen. Zwei von ihnen rieben zwischen zwei Steinen Gerste zu Mehl, die dritte aber leitete von einem erhöhten Standpunkte aus diese Arbeit. Sie war offenbar die Gebieterin.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch die Wüste.'' Band&amp;amp;nbsp;1 der Gesammelten Reiseromane, [[Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld]], [[Freiburg i. Br.|Freiburg]] [[1892]], S.&amp;amp;nbsp;217.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in einer Fußnote im selben Band merkt Karl May an: &lt;br /&gt;
:''Das arabische Wort Harem bedeutet eigentlich &amp;quot;das Heilige, Unverletzliche&amp;quot; und bezeichnet bei den Muhammedanern die Frauenwohnung, welche von den übrigen Räumen des Hauses abgesondert ist.''&lt;br /&gt;
[[Datei:Ill DHDH FA Zykyma und Tschita .jpg|thumb|120px|Zykyma und Tschita im Harem]]&lt;br /&gt;
Mehrere Romanfiguren Mays äußern scharfe Kritik an der Institution Harem. Diese Berichte und Zeugnisse, von Karl May vor allem den betroffenen Frauen in den Mund gelegt, seien es [[Christentum|Christinnen]] oder Musliminnen, dienen nach Ansicht einiger Karl-May-Exegeten dazu, der Kritik an seinen Darstellungen des Harems und insgesamt des Islams den Wind aus den Segeln zu nehmen. Aber auch Kara Ben Nemsi lässt der Autor über [[Hanneh]]s geistige Weiterentwicklung sinnieren:&lt;br /&gt;
:''Wie fern lag ihr die Indolenz jener unzähligen Orientalinnen, welche den ganzen Zweck und Inhalt ihres Lebens nur darin suchen, in der geistigen Öde des Harems körperlich möglichst rund und schwer zu werden! Und was für ein kluges und energisches Frauchen war diese kleine Hanneh geworden!''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Im Reiche des silbernen Löwen.'' [[Deutscher Hausschatz]], [[Verlag Friedrich Pustet]], [[Regensburg]], XXIV.&amp;amp;nbsp;Jg.,  Nr.&amp;amp;nbsp;10,  S.&amp;amp;nbsp;170.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zykyma]] bezeichnet im [[Kolportage]]roman ''&amp;quot;Deutsche Herzen - Deutsche Helden&amp;quot;'' diesen als &amp;quot;''Hölle''&amp;quot;, als &amp;quot;''elendeste Knechtschaft''&amp;quot; und als &amp;quot;''entsetzlichste Tiefe der Verdammniß''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Deutsche Herzen - deutsche Helden.'' 1885-1888, 4.&amp;amp;nbsp;Lieferung, Textfassung der Erstausgabe auf der Internetseite der Karl-May-Gesellschaft.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wird dort von [[Ibrahim Pascha]] gemeinsam mit [[Tschita von Adlerhorst]] gefangengehalten. Diese war ursprünglich für den Harem des Sultans bestimmt. Ihren späteren Befreier sieht Zykyma erstmals an den [[Thal der süßen Wasser|''Süßen Wassern Europas'']], einem beliebten Ausflugsort der Haremsbewohnerinnen Istanbuls (siehe Illustration von Fâzıl-i Enderunî).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hadschi Halef Omar]]s Ehefrau Hanneh nennt im Roman ''&amp;quot;Am Jenseits&amp;quot;'' die &amp;quot;''ganz armselige Haremswirtschaft [...] eine große und ganz unverzeihliche Beleidigung aller Frauen''&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Am Jenseits.'' 1899, 1.&amp;amp;nbsp;Kapitel – ''Eine Kijahma'', Textfassung der ersten Buchausgabe auf der Internetseite der Karl-May-Gesellschaft.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ''&amp;quot;Buch der Liebe&amp;quot;'', bei dem Karl May im [[Verlag Heinrich Gotthold Münchmeyer|Münchmeyer-Verlag]] als Autor und Redakteur mitgearbeitet hat, wird der Harem in der 1. und 3.&amp;amp;nbsp;''Abtheilung'' des Werkes erwähnt:&lt;br /&gt;
:''[...] und wenn Amerika beabsichtigt, einen Theil seiner weiblichen Aerzte nach China und dem Oriente zu schicken, um ihnen mittelst ihrer medicinischen Kenntnisse den Zutritt in die Harems zu verschaffen, so können wir diese Ausdehnung des Feldes weiblicher Thätigkeit nur willkommen heißen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Das Buch der Liebe.'' Verlag Heinrich Gotthold Münchmeyer, [[Dresden]] [[1876]], 3.&amp;amp;nbsp;Abtheilung: ''Liebe und Sociation'', S.&amp;amp;nbsp;282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''Auch besuchen sie'' [sc. die Türkinnen] ''sich gegenseitig in ihren Harems. Die Besuchende läßt dann zum Zeichen der Anwesenheit einer fremden Frau ihre Pantoffeln vor der Thüre stehen, und so lange dieselben stehen bleiben, darf selbst der Herr des Hauses den Harem nicht betreten.''&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Sudhoff]] (Hrsg.): ''Das Buch der Liebe'', [[Karl-May-Verlag]], [[Bamberg]]/[[Radebeul]] [[2006]], 1.&amp;amp;nbsp;Abtheilung, S.&amp;amp;nbsp;119&amp;amp;nbsp;f.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Harem.jpg|thumb|Mays &amp;quot;Harem&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
Seine erste Gattin [[Emma Pollmer|Emma]] und die gemeinsame Freundin [[Klara May|Klara]], die Gattin [[Richard Plöhn]]s, bezeichnete Karl May scherzhaft als &amp;quot;''seinen Harem''&amp;quot;. Dazu wurde auch ein passendes Foto zusammen mit [[Familie Seyler|Agnes Seyler]] angefertigt, in dem die drei Damen in weiße Gewänder gekleidet posierten. &lt;br /&gt;
Dieses Foto erhielt Karl May aus [[Deidesheim]] auf seiner [[Orientreise]] zugesandt.&amp;lt;ref&amp;gt;Amira Sarkiss: ''Karl Mays Orientreise 1899/1900.'' In: [[Lothar Schmid|Lothar]] und [[Bernhard Schmid]] (Hrsg.): ''[[In fernen Zonen (GW82)|In fernen Zonen.]] Karl Mays Weltreisen.'' Karl-May-Verlag, Bamberg/Radebeul 1999, ISBN 3-7802-0082-1, Bild auf S.&amp;amp;nbsp;73.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Die Institution der islamischen Polygamie und insbesondere des Harems übte im christlichen [[Europa]] im 18. und 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eine starke Faszination aus. In der Malerei des Orientalismus war die Darstellung von Haremszenen ein beliebtes Sujet. Jean-Auguste-Dominique Ingres (* 1780; † 1876) oder Jean-Léon Gérôme (* 1824; † 1904) malten erotisch gefärbte Fantasien, in denen der Harem von zumeist nackten Odalisken bewohnt war, die nur darauf warteten, ihrem Gebieter zu Willen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu bieten osmanische Künstler wie Abdülcelil Çelebi Levni, Buharî oder Fâzıl-i Enderunî (siehe Abb. ''Haremsdamen'') realistisch anmutende Haremsszenen, in denen die Bewohnerinnen in Alltagssituationen und bekleidet dargestellt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Fariba Zarinebaf-Shahr in: Jonathan Dewald (Hrsg.): ''Europe, 1450 to 1789; Encyclopedia of the Early Modern World.'' Charles Scribner's Sons, 2004, Band 3, S.&amp;amp;nbsp;132.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die misslungene Befreiung zweier in einen türkischen Harem verschleppten Europäerinnen und die Großmut des Haremsbesitzers stehen im Mittelpunkt von [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozarts]] Oper &amp;quot;Die Entführung aus dem Serail&amp;quot;. Diese Oper war für [[Lord Eagle-nest]] im Roman ''Deutsche Herzen - Deutsche Helden'' der Anreiz, selbst eine Entführung zu probieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Eintrag [http://de.wikipedia.org/wiki/Harem Harem] bei Wikipedia.&lt;br /&gt;
* Eintrag [http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_osmanischer_Titel#Frauen_und_Harem Liste osmanischer Titel/Frauen und Harem] bei Wikipedia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gelungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:gelungene Artikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islam]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orient]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>87.165.5.19</name></author>
		
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