<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hellmuth_Jahn</id>
	<title>Hellmuth Jahn - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hellmuth_Jahn"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Hellmuth_Jahn&amp;action=history"/>
	<updated>2026-04-28T09:24:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Karl-May-Wiki</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.34.0</generator>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Hellmuth_Jahn&amp;diff=114167&amp;oldid=prev</id>
		<title>Uwe L.: Textersetzung - „Deutschland“ durch „Deutschland“</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Hellmuth_Jahn&amp;diff=114167&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2011-05-30T10:45:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Textersetzung - „&lt;a href=&quot;/index.php/Deutsches_Reich&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Deutsches Reich&quot;&gt;Deutschland&lt;/a&gt;“ durch „&lt;a href=&quot;/index.php/Deutschland&quot; title=&quot;Deutschland&quot;&gt;Deutschland&lt;/a&gt;“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;'''Carl Gottfried Hellmuth Jahn''' (* [[31. Mai]] [[1885]] in Pulsnitz/[[Sachsen]]; † ?) war ein Maler sowie der Freund, Mitbewohner und spätere [[Erpressung|Erpresser]] [[Sascha Schneider]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hellmuth Jahn war der Sohn des Postmeisters Gustav Eduard Jahn, der um [[1890]] mit seiner Familie von Pulsnitz nach ([[Meißen]]-)Cölln an der [[Elbe]], Dresdner Straße, umsiedelte und dort am [[6. August]] [[1903]] verstarb. Hellmuth studierte von [[1902]] bis [[1904]] an der Königlich Sächsischen Kunstgewerbeschule in [[Dresden]].&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 117, Anm. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sascha Schneider hatte Hellmuth Jahn wohl schon zu jener Zeit kennen gelernt und auch künstlerisch unterrichtet. Jahns Wohnung lag nicht weit von der Johanneskirche entfernt, in der Schneider [[1899]] das Fresko ''[[Der Triumph des Kreuzes im Weltgericht]]'' geschaffen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 117, Anm. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens 1904 hatte sich eine Beziehung zwischen Schneider und Jahn entwickelt, die recht spannungsgeladen war. Nachdem man Sascha Schneider die Professur in [[Weimar]] angeboten hatte, schrieb er am [[31. August]] in einem Brief an [[Kuno von Hardenberg]]:&lt;br /&gt;
:''Mit Hellmuth ist das so ein Ding. Während mich die Leidenschaft und das Interesse des Künstlers zu ihm reisst, stösst mich oft seine Kälte gegen dies mein Feuer, seine schlechte Erziehung &amp;amp; ein ausgesprochener Egoismus von ihm ab. Es ist ein ewiges Auf &amp;amp; Ab in meinen Stimmungen &amp;amp; eine völlige Hilflosigkeit in Zuständen, die einer Art Fatum gleich, ohne mein Wollen irgendwie zu berücksichtigen, mich gefangen halten. Fast wünschte ich seiner ledig zu sein; jedenfalls: Wäre ich ihm doch nie begegnet! Aber der Gedanke an Trennung, und ohne ihn in jenes öde Nest [Weimar] zu ziehn, macht mich fast wahnsinnig.'' [...] ''Ach, wenn er mich nur den 10&amp;lt;sup&amp;gt;ten&amp;lt;/sup&amp;gt; Teil so lieben könnte, wie ich ihn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 200, Anm. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Oktober]] zog Hellmuth Jahn zusammen mit Schneider nach Weimar, Wörthstraße 22&amp;lt;sup&amp;gt;II&amp;lt;/sup&amp;gt;. In der Etage unter ihnen wohnte der Erste [[Staatsanwalt]] beim Weimarer Landgericht, Paul Naumburg. [[Homosexualität]] stand damals unter Strafe; Schneider schrieb am [[18. Oktober]] an Kuno von Hardenberg:&lt;br /&gt;
:''Wir sitzen auf dem Pulverfass'' [...]&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 117, Anm. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr [[1905]] zog Sascha Schneider innerhalb Weimars in die Henßstraße 10&amp;lt;sup&amp;gt;III&amp;lt;/sup&amp;gt; um, während Hellmuth Jahn anfangs eine Wohnung in der Buchfarter Straße 10 bezog. Jahn wohnte aber später wieder bei Schneider.&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 136, Anm. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hellmuth Jahn hatte wohl bereits im [[September]] vor, nach [[Berlin]] umzuziehen. Sascha Schneider schrieb am [[25. September]] darüber in einem Brief an von Hardenberg:&lt;br /&gt;
:''Hellmuth wird mich nun auch verlassen. Er geht nach Berlin selbständig als Künstler zu werden und sein junges Leben zu geniessen. Natürlich bin ich alter Knabe nichts für ihn, wenn ich ihm auch platonisch genug sein konnte. Er sieht das auch ein. Aber er will seinesgleichen, Liebe &amp;amp; Leben. Mein grosser Hang zur Einsamkeit &amp;amp; mein Pessimismus mag ihm wohl fürchterlich sein. Fast bin ich doch froh!''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 200, Anm. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saschas Schwester [[Lilly Schneider]] zog im [[November]] 1905 zu ihm nach Weimar und führte dort seinen und Hellmuth Jahns Haushalt. Am [[24. November]] schrieb sie an [[Klara May]]:&lt;br /&gt;
:''Meine einzige Gesellschaft ist der bewußte Jüngling [Hellmuth Jahn], der lieb und nett und vernünftig zu mir ist, außerdem sehr klug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 187, Anm. 88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Januar]] [[1906]] ging Hellmuth Jahn tatsächlich nach Berlin, drohte aber Sascha Schneider beim Abschied Rache an.&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 200, Anm. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tatsächlich versuchte Jahn ihn im [[Februar]] zu erpressen, woraufhin Schneider nach Berlin fuhr. Zwei Wochen darauf kehrte Hellmuth Jahn nach Weimar zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 202, Anm. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Jahre darauf, im Frühjahr [[1908]], machte Hellmuth Jahn Ernst und erpresste Sascha Schneider wegen dessen Homosexualität. In einem undatierten Brief teilte Schneider dem Direktor der Weimarer Kunstschule Professor Hans Olde (* [[1855]]; † [[1917]]) mit:&lt;br /&gt;
:''Das Kartenhaus will wieder zusammenstürzen! Das alte Lied! Das Annormale ist ein Fluch, wenn man als Künstler auch daran gewöhnt sein sollte. Musste mit [[Rechtsanwalt]] Mardersteig''&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Mardersteig (* [[1864]]; † [[1943]]) war Schneiders Rechtsanwalt in Weimar.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''mich sofort in Verbindung setzen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 276, Anm. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sascha Schneider sollte [[Deutschland]] für drei Jahre verlassen. Er bat um Auflösung seines Vertrags in Weimar und reiste nach [[Italien]].&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 276, Anm. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Hellmuth Jahn musste nach dieser Erpressung das Land verlassen, er ließ sich von Sascha Schneider eine Reise nach [[Ägypten]] finanzieren, von wo er nicht zurückkehren wollte. Diese Reise verzögerte sich,&amp;lt;ref&amp;gt;Brief Sascha Schneiders an Hans Olde vom [[24. Mai]] 1908, Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 277, Anm. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; fand dann aber doch statt, wie Schneider vermutlich im [[Juni]] an Hans Olde schrieb:&lt;br /&gt;
:''Vielleicht hörten Sie durch Mardersteig schon, dass ich aus aller Gefahr bin. Der Lausejunge ist doch nach [[Kairo]] gefahren, wo er ohne alle Mittel nun über sein Tun nachdenken kann.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 277, Anm. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mai]] [[1909]] kam Hellmuth Jahn zu Sascha Schneider nach Florenz, um sich von ihm aushalten zu lassen. Jahn konnte allerdings seine Hotelkosten nicht zahlen. Mit Unterstützung von Schneiders Freund David Stepanoff wurde der Erpresser in Haft genommen und später des Landes verwiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 277, Anm. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das weitere Schicksal Hellmuth Jahns liegt im Dunkeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Annelotte Range]]: ''Zwischen Max Klinger und Karl May. Studien zum Zeichnerischen und Malerischen Werk von Sascha Schneider (1870-1927).'' [Dissertation [[Regensburg]] [[1996]]] [[Karl-May-Verlag]] [[Bamberg]] [[1999]], insb. S. 109-112. ISBN 3-7802-3007-0&lt;br /&gt;
* [[Hans-Dieter Steinmetz]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''[[Briefwechsel mit Sascha Schneider (GW93)|Karl May. Briefwechsel mit Sascha Schneider.]]'' Karl-May-Verlag Bamberg-[[Radebeul]] [[2009]]. ISBN 978-3-7802-0093-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen|Jahn, Hellmuth]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sascha Schneider|Jahn, Hellmuth]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Uwe L.</name></author>
		
	</entry>
</feed>