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	<title>Karl Theodor Senger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Karl-May-Wiki</subtitle>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Karl_Theodor_Senger&amp;diff=146995&amp;oldid=prev</id>
		<title>Uwe L.: Normdaten</title>
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		<updated>2013-03-23T15:07:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Normdaten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;'''Karl Theodor Senger''' (* [[2. Januar]] [[1877]] in [[Bamberg]]; † nicht vor [[1921]]) war Redakteur und Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Karl Theodor Senger studierte in [[München]] und wirkte danach als Redakteur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre [[1900]] war er bei den ''Augsburger Neuen Nachrichten'' tätig, [[1901]] bei der Münchner ''Allgemeinen Zeitung'', von 1901 bis [[1904]] als Feuilletonredakteur bei der [[Nürnberg]]er ''Nordbayerischen Zeitung'' und von [[1914]] bis [[1918]] als Chefredakteur bei der [[Stuttgart]]er ''Union''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karl Theodor Senger und Karl May ==&lt;br /&gt;
Am [[9. Juni]] [[1903]] erkundigte sich Senger bei [[Karl May]] brieflich nach dessen ''nunmehr in einer billigen Volksausgabe'' erscheinenden Frühwerks und bat ihn um eine ''bestätigende Mitteilung''.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik III'', S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
May sandte am [[11. Juni]] ein Exemplar seiner ''[[Erzgebirgische Dorfgeschichten (Buch)|Erzgebirgischen Dorfgeschichten]]'' an Senger und legte einen Brief bei, in dem er ausführlich auf sein Werk und seine Pläne eingeht:&lt;br /&gt;
:''Radebeul, d[en] 11./6. [190]3&lt;br /&gt;
:''Sehr geehrter Herr Redacteur,&lt;br /&gt;
:''auf Ihre freundliche Anfrage bitte ich, den beifolgenden Band &amp;quot;Erzgebirgische Dorfgeschichten&amp;quot; anzunehmen und das Vorwort zu beachten.&lt;br /&gt;
:''Als ich vor nun fast 30 Jahren diese Erstlingswerke schrieb, schwebten mir bereits die Ziele vor, welche ich mit meinen &amp;quot;Reiseerzählungen&amp;quot; zu erreichen strebe. Leider aber muß ich sagen, daß ich trotz aller meiner Deutlichkeit nur erst von wenigen Lesern verstanden worden bin. Man bleibt auf der Oberfläche haften; man will absolut nicht in den Geist, in die Seele dieser Bücher dringen. Man legt vollständig falsche Maßstäbe an. Man schreit mich mit größter Beharrlichkeit für einen &amp;quot;Jugendschriftsteller&amp;quot; aus, der nichts weiter als ganz gewöhnliche &amp;quot;Indianer- und Beduinengeschichten&amp;quot; schreibt. Man zwingt diese Erzählungen mit aller Gewalt auf das kirchliche Gebiet hinüber, an welches ich aber gar nicht denke. Man spricht ihnen mit lächerlicher Parnassuswürde jeden &amp;quot;Kunstwerth&amp;quot; ab, während ich mich doch grad mit aller Absichtlichkeit jeder litterarischen Drahtseiltänzerei enthalten habe, weil es &amp;quot;Vorstudien nach der Natur&amp;quot; sind, die erst später künstlerisch verarbeitet werden sollen. Und das ist der Hauptpunkt, auf den ich nun endlich einmal hinweisen muß, weil die Kritik bisher für ihn vollständig blind gewesen ist, sie, die das doch sofort gesehen haben sollte!&lt;br /&gt;
:''Lesen Sie meine &amp;quot;Erzgebirgischen&amp;quot;, so finden Sie sofort den Psychologen heraus, welcher Probleme nach der Natur skizziert. Ganz dasselbe thue ich auch in meinen &amp;quot;Reiseerzählungen&amp;quot;. Ich gehe von hier, wo es keine gesunde Originalität mehr giebt, hinaus in fremde Länder, um da, wo ich die Menschheitsfrage erklingen höre, die Töne in schnell hingeworfenen Noten festzuhalten. Ich suche nach seelischen, nach geistigen Intelligenzen, und bringe sie auf das Papier, um mich für Späteres zu üben. Bis heute habe ich nur Entwürfe gebracht, Federstriche, Skizzen, Etüden, Vorübungen, kürzere oder längere Notizen, die beinahe vierzig Bände füllen, ohne irgend welchen Kunst- oder anderen Anspruch zu erheben. Es hat nicht in meiner Absicht gelegen, mich für einen Künstler, einen Dichter, einen Gelehrten etc. auszugeben. Ich skizziere Alles, was mir paßt, genau nach der Natur, ohne mich in den besonderen Dienst irgend einer inneren oder äußeren Form zu stellen. Ich will weiter nichts sein und bin auch weiter nichts als blos nur Mensch, nur Mensch. Denn nur als Mensch allein kann ich den Menschen finden, den ich aus meinen Federübungen in der Gestalt hervortreten lassen will, von der die Kritik jetzt noch keine Ahnung hat.&lt;br /&gt;
:''Es ist gewiß höchst sonderbar, daß man trotz einer Zeit von fast dreißig Jahren noch immer nicht gemerkt hat, daß ich nur Vorübungen treibe, nur &amp;quot;geistigen Fingersatz&amp;quot; studire, um dann, wenn es gilt, mein Instrument vollständig beherrschen zu können. Man findet sogar das &amp;quot;Ich&amp;quot; im höchsten Grade lächerlich, welches man doch wohl zuerst begreifen mußte. Eigentlich wäre es für mich viel schwerer, die Kritik zu begreifen, die sich mir so scharf gewappnet gegenüberstellt, obgleich sie doch gewiß zu warten hätte, bis ich zu üben aufhalte und wirklich zu spielen beginne. Dann wird man die Accorde hören, die jetzt noch erst gebrochen klingen, und die bisherigen Naturlaute werden sich zu Harmonien vereinigen, in welche, wie ich hoffe, sich sogar die Kritik aufzulösen hat!&lt;br /&gt;
:''Bishin geht mich Alles, was man gegen meine Skizzen schreibt, nichts an. Ich kann mich ganz unmöglich von Leuten stören lassen, welche mich nicht jetzt sondern erst später zu hören haben. Wer sein eigentliches Tagewerk erst im Alter von über sechzig Jahren beginnen kann, der hat keine Zeit für unnütze Gehässigkeiten übrig.&lt;br /&gt;
:''Mit vorzüglicher Hochachtung bin ich&lt;br /&gt;
:''Herr Redacteur,&lt;br /&gt;
:''Ihr ergebener&lt;br /&gt;
:''May.''&amp;lt;ref&amp;gt;''Autographika'' Heft 3/1996, S. 42 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Kontakte zwischen Karl Theodor Senger und Karl May sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Volker Griese]] (Hrsg.): ''[[Karl-May-Autographika]]'' Heft 3/[[1996]], insb. S. 42 f.&lt;br /&gt;
* [[Dieter Sudhoff]]/[[Hans-Dieter Steinmetz]]: ''[[Karl-May-Chronik]] III''. [[Sonderbände zu den Gesammelten Werken|Sonderband zu den Gesammelten Werken]]. [[Karl-May-Verlag]] [[Bamberg]]–[[Radebeul]] [[2005]], insb. S. 250 f. ISBN 978-3-7802-0170-6.&lt;br /&gt;
{{PinseL}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=127044051}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen|Senger, Karl Theodor]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Uwe L.</name></author>
		
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