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	<title>Marah Durimeh (Schneider) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-10-28T12:57:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Karl-May-Wiki</subtitle>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Marah_Durimeh_(Schneider)&amp;diff=174391&amp;oldid=prev</id>
		<title>Uwe L.: Eigentümer</title>
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		<updated>2016-05-01T12:47:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eigentümer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Marah Durimeh Zeichnung 1907.jpg|thumb|300px|Zeichnung ''Marah Durimeh'']]&lt;br /&gt;
'''''Marah Durimeh''''' ist ein Bild von [[Sascha Schneider]]. Es handelt sich dabei um eine Bleistift-Kohle-Zeichnung auf Papier in den Maßen 53 x 42 cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im [[Karl May]]s Spätwerk ist eine [[Kurden|Kurdin]] namens [[Marah Durimeh]] als ''Menschheitsseele'' von zentraler Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Oktober]] [[1905]] bat May Sascha Schneider um ein Deckelbild für seine ''arabische Fantasia [[Babel und Bibel]]'', an der er seit [[1904]] arbeitete. Den Einband dazu sollte ein Porträt Marah Durimehs zieren. Schneider erfüllte die Bitte nicht und begründete dies brieflich am [[24. Oktober]] 1905:&lt;br /&gt;
:''[Sie verlangen] von mir eine &amp;quot;Menschen&amp;lt;u&amp;gt;seele&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;quot;. Wie sieht die aus? Ich kann doch nur das Gefäss dazu zeichnen, wenn ich nämlich den Kopf einer alten Frau gebe. Es wird immer nur eine alte Matrone werden. Sie verlangen etwas ganz Unmögliches! Die alten verwelkten Züge werden eher an den Tod erinnern als &amp;lt;s&amp;gt;das Bild&amp;lt;/s&amp;gt; den Gedanken an Unsterblichkeit hervorrufen. Man müsste da schon stark zu Symbolen und einer ausholenden Weitschweifigkeit greifen. – Sie werden denken S. S. &amp;lt;u&amp;gt;will&amp;lt;/u&amp;gt; nicht, S. S. aber sagt mit voller Überzeugung: er &amp;lt;u&amp;gt;kann&amp;lt;/u&amp;gt; nicht.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Babel und Bibel'' erschien dann am [[15. September]] [[1906]] ohne Titelbild.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hainer Plaul]]: ''[[Illustrierte Karl-May-Bibliographie]]. Unter Mitwirkung von [[Gerhard Klußmeier]].'' Lizenzausgabe bei K. G. Saur [[München]] [[1989]], S. 293 f., Nr. 404. ISBN 3-5980-7258-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[12. Februar]] [[1907]] informierte Karl May seinen Verleger [[Friedrich Ernst Fehsenfeld]] in einem Brief über seine geplante zweibändige Reiseerzählung ''[[Abu Kital (1907)|Abu Kital]]''. Zur äußeren Gestaltung heißt es da:&lt;br /&gt;
:''Die beiden Bücher erscheinen in der neuen Weise, jedes mit 9 Illustrationen und einem Vorderbild. Das Vorderbild zu Band 31 ist [[Abu Kital (Schneider)|Abu Kital]] selbst. Das habe ich schon. Zu Band 32 nehmen wir Marah Durimeh. Das ist noch zu schaffen. &amp;lt;u&amp;gt;Der Abu Kital ist von Sascha Schneider.&amp;lt;/u&amp;gt;''&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Briefwechsel mit Fehsenfeld II'', S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mays geplanter ''Abu Kital'' blieb [[Fragment]], Schneiders gleichnamige Zeichnung fand zu Mays Lebzeiten keine Verwendung als Deckelbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knapp acht Monate darauf, am [[4. Oktober]] 1907, schrieb Sascha Schneider an Karl Mays Ehefrau [[Klara May|Klara]]:&lt;br /&gt;
:''Ganz unter uns!: (so dass es Ihr verehrter Gatte &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; weiss): Marah Durimeh ist fertig. Hoffentlich haben Sie sich nicht schon anderswie gebunden, resp. Jemand anders veranlasst, den Kopf zu zeichnen.''&lt;br /&gt;
:''Ich habe vielfach versucht, und ich mag auch diese Arbeit nicht anders als einen Versuch nennen. Die Aufgabe ist ja rasend schwer, eigentlich völlig unmöglich, wie ich ja schon mündlich auseinandersetzte. Aber immerhin glaube ich, dass ich mich damit sehen lassen kann. Hoffentlich ist es nicht zu spät.&lt;br /&gt;
:''Ich sende die Zeichnung morgen''&amp;lt;ref&amp;gt;Also am Sonnabend, [[5. Oktober]].&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ab.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 268 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Letzteres geschah dann wohl auch und wurde von Karl May beantwortet, denn schon am [[11. Oktober]] schrieb Schneider an May:&lt;br /&gt;
:''Es freut mich sehr, dass ich mit meiner Marah Durimeh Ihrem Ideal nahe gekommen bin. Ich bedaure nur nicht eher damit gekommen zu sein. Es lag nicht an gutem Willen, sondern alles, was ich versuchte, wollte nicht gelingen. Wäre nichts aus den Versuchen geworden, so hätten Sie, wenn ich es Ihnen versprochen hätte, dann vergebens darauf gewartet. Ich wollte wirklich erst nicht an diesen abstracten Kopf gehen, denn ich war völlig überzeugt, dass ich die Aufgabe nicht lösen würde.''&lt;br /&gt;
:''Ich vergass völlig zu bemerken: Dieser Kopf ist ebenso wie der des Abu Kital ein Geschenk, das ich meinem lieben Old Shatterhand freundschaftlichst als Zeichen meiner Gesinnung in die liebe Hand drücke. &amp;quot;Geschäftliches&amp;quot; soll es nicht zwischen uns geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[11. November]] 1907 bemerkt [[Hetty Heide]], eine Karl-May-Verehrerin von Anfang zwanzig, in einem Brief an Klara May:&lt;br /&gt;
:''Wie freue ich mich über die Entstehung der Marah Durimeh! Wir beide''&amp;lt;ref&amp;gt;Wohl Hetty und ihr Ehemann Hans Karl Heide.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''erinnerten uns noch lebhaft Sascha Schneiders Widerwillen, sie zu malen, den uns Ihr Mann mit seinen'' [nämlich Schneiders] ''Worten: Lassen Sie mich in Ruh! Das ist ja ein Frauenzimmer! schilderte.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 271, Anm. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:SaschaSchneider Ardistan.jpg|thumb|''Marah Durimeh'' als Deckelbild]]&lt;br /&gt;
Vor Erscheinen seiner zweibändigen Reiseerzählung ''[[Ardistan und Dschinnistan]]'' schrieb Karl May am [[23. September]] [[1909]] an den Druckereibesitzer [[Felix Krais]]:&lt;br /&gt;
:''Ich sende Ihnen meine Schneidersche Marah Durimeh für die Deckel beider Bände. Sie war zwar für etwas ganz Anderes bestellt, aber ich will sie nehmen, um die Sache kurz zu machen, denn die 2 Bände müssen heraus.'' [...]&lt;br /&gt;
:''Bitte, senden Sie mir meine Marah Durimeh baldigst zurück. Hoffentlich nimmt man sie mir recht in Acht. Schneiders Name steht schon darauf. Setzen Sie den Titel &amp;quot;Ardistan und Dschinnistan&amp;quot; wohin Sie wollen, über oder unter das Bild. Ich möchte haben, daß Jeder sofort weiß, wer dieser Charakterkopf ist. Darum fügen Sie, bitte, den Namen Marah Durimeh hinzu, doch so, daß er zwar deutlich zu lesen ist, aber nichts Anderes beeinträchtigt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Briefwechsel mit Fehsenfeld II'', S. 233 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Otto Schwabe, wohl ein Mitarbeiter der Buchbinderei C. H. Schwabe in [[Stuttgart]], schrieb am [[2. Oktober]] [[1909]] an Fehsenfeld:&lt;br /&gt;
:''Das Titelbild ist leider wieder eine Sascha-Schneider-Zeichnung, die wie Sie ja wissen keinen Anklang &amp;amp; Absatz finden. Die Zeichnung lasse ich nun eben photographisch verkleinern &amp;amp; dann kollorieren &amp;amp; empfangen Sie nach Fertigstellung eine Muster&amp;lt;s&amp;gt;decke&amp;lt;/s&amp;gt;zeichnung. Bis dies soweit ist werden aber leider wieder Wochen vergehen, da ich die Zeichnung viel zu spät erhielt. Die Zeichnung ist sehr schwer zu verkleinern, da sich die Größenverhältnisse photographisch ungleich ergeben &amp;amp; darauf von Hause aus keine Rücksicht genommen wurde.''&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Briefwechsel mit Fehsenfeld II'', S. 236.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Herbst 1909 erschienenen Bände 31 und 32 der [[Karl May's gesammelte Reiseerzählungen|Gesammelten Reiseerzählungen]], ''[[Ardistan und Dschinnistan I (GR31)|Ardistan und Dschinnistan I]]'' und ''[[Ardistan und Dschinnistan II (GR32)|II]]'', waren dann auch die einzigen Buchausgaben zu Karl Mays Lebzeiten, für deren Titelbild Schneiders ''Marah Durimeh'' verwendet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Plaul: ''Illustrierte Karl-May-Bibliographie'', S. 338, Nr. 479 und S. 342, Nr. 485.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurde die Zeichnung koloriert und mit ''Marah Durimeh.'' bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vs empfangszimmer.jpg|thumb|245px|left|Der Empfangssalon der Villa &amp;quot;Shatterhand.&amp;quot; An den Wänden die Schneider-Bilder ''[[Der Chodem]]'', ''[[Abu Kital (Schneider)|Abu Kital]]'' und ''Marah Durimeh''.]]&lt;br /&gt;
Nachdem die Zeichnung an May zurückgesandt wurde, erhielt es seinen Platz im Empfangssalon der [[Villa &amp;quot;Shatterhand.&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild kam nach Klara Mays Tod in den Besitz der [[Karl-May-Stiftung]], [[1959]]/[[1960|60]] in den des [[Karl-May-Verlag|Karl-May-Verlags (KMV)]]. 1960 siedelte das Bild mit dem Verlag nach [[Bamberg]] um und kehrte [[1994]] nach [[Radebeul]] zurück. Heute ist das Bild als Eigentum der Karl-May-Stiftung im Radebeuler [[Karl-May-Museum Radebeul|Karl-May-Museum]] in der Villa &amp;quot;Shatterhand&amp;quot; zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alterswerk1 Leinwand.jpg|thumb|''Marah Durimeh'' als Deckelvignette]]&lt;br /&gt;
* In der Reiseerzählung ''Winnetou IV'' hat [[Old Shatterhand]] verschiedene Deckelbilder seiner Werke im Gepäck, die [[Herzle (Winnetou IV)|seine Frau]] fotografiert hatte, darunter auch Sascha Schneiders ''Marah Durimeh''.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Karl May: ''Winnetou IV.'' In: ''Digitale Bibliothek Band 77: Karl Mays Werke'', S. 68119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Jahre [[2005]] erschien im Karl-May-Verlag eine zweibändige kritische Edition der Manuskriptfassung von ''Ardistan und Dschinnistan'', herausgegeben durch [[Hans Wollschläger]].&amp;lt;ref&amp;gt;Einträge in der Bücherdatenbank zu [http://karl-may-buecher.de/auflage.php?_id=2504 Band I] und [http://karl-may-buecher.de/auflage.php?_id=4627 Band II].&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Einband ist dem der [[Karl Mays Illustrierte Reiseerzählungen|Illustrierten Reiseerzählungen]] nachempfunden und beinhaltet als Vignette einen Ausschnitt aus der kolorierten Fassung von Schneiders ''Marah Durimeh''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dieter Sudhoff]]/[[Hans-Dieter Steinmetz]] (Hrsg.): ''[[Briefwechsel mit Friedrich Ernst Fehsenfeld II (GW92)|Karl May. Briefwechsel mit Friedrich Ernst Fehsenfeld. Zweiter Band 1907-1912]]''. Karl-May-Verlag Bamberg–Radebeul [[2008]]. ISBN 978-3-7802-0092-1&lt;br /&gt;
* Hans-Dieter Steinmetz/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''[[Briefwechsel mit Sascha Schneider (GW93)|Karl May. Briefwechsel mit Sascha Schneider]]''. Karl-May-Verlag Bamberg–Radebeul [[2009]]. ISBN 978-3-7802-0093-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sascha Schneider]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exponat Karl-May-Museum Radebeul]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Uwe L.</name></author>
		
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