Bachtijaren: Unterschied zwischen den Versionen

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Es wurde ihm sogar angetragen, zum Islam zu konvertieren und die jüngere Schwester Khatun-jans, die "schönste Frau von Chusistan", zu ehelichen.
 
Es wurde ihm sogar angetragen, zum Islam zu konvertieren und die jüngere Schwester Khatun-jans, die "schönste Frau von Chusistan", zu ehelichen.
  
Auch an einem Kriegszug gegen den Gouverneur von Isfahan nahm Layard teil, dies endete allerdings mit der Niederlage der Bachtijaren.<ref>Mogens Trolle Larsen: ''Versunkene Palste. Wie Europa den Orient entdeckte." Osburg Verlag, [[Berlin]] 2010, ISBN 978-3-940731-40-1, S.&nbsp,78-86.</ref>
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Auch an einem Kriegszug gegen den Gouverneur von Isfahan nahm Layard teil, dies endete allerdings mit der Niederlage der Bachtijaren.<ref>Mogens Trolle Larsen: ''Versunkene Paläste. Wie Europa den Orient entdeckte." Osburg Verlag, [[Berlin]] 2010, ISBN 978-3-940731-40-1, S.&nbsp,78-86.</ref>
  
 
== bei Karl May ==
 
== bei Karl May ==

Version vom 29. September 2016, 11:53 Uhr

Bachtijaren
Elbsandsteingebirge.jpg

Die "Umm ed Dschamahl" / Im Reiche des silbernen Löwen II

Die Bachtiaren, auch Bachtijaren (persisch: Baḫtiyārī بختيارى), sind ein Volk im südwestlichen Persien. Ein Teil dieses Volkes lebt heute noch als Nomaden von der Hütewirtschaft. Die Encyclopædia of Islam gibt die Bevölkerungszahl mit 400.000 an, laut Encyclopædia Iranica gibt es ungefähr 600.000 Bachtiaren. Sie bewohnen einen Landstreifen in Chusistan am nordöstlichen Ufer des Persischen Golfs und grenzen an die Völker der Luren und Kurden. Nach der Encyclopædia of Islam sind die Bachtiaren im 10. Jahrhundert von Syrien her eingewandert und waren bis zum 15. Jahrhundert als Großluren bekannt. Sie sind womöglich kurdischen Ursprungs. Die Bachtiaren gehören dem schiitischen Islam an.

bei Austen Henry Layard

In Austen Henry Layards Bericht über seine erste Zeit in Mesopotamien beschreibt er die Begegnung im Jahre 1840 mit einem Stamm der Bachtiaren unter dem Häuptling Mehemet Taki Khan, wo er dessen schwerkranken Sohn retten kann. Begeistert war er von der Schönheit der Gattin des Anführers, namens Khatun-jan ("Die Frau meiner Seele"):

Sie war eine dunkle, reizvolle und ungewöhnlich schöne junge Frau mit langen schwarzen Zöpfen, die ihr bis auf den Rücken reichten, und mit einem um die Stirn gebundenen dunkelroten Seidentuch.

Es wurde ihm sogar angetragen, zum Islam zu konvertieren und die jüngere Schwester Khatun-jans, die "schönste Frau von Chusistan", zu ehelichen.

Auch an einem Kriegszug gegen den Gouverneur von Isfahan nahm Layard teil, dies endete allerdings mit der Niederlage der Bachtijaren.[1]

bei Karl May

In Karl Mays Erzählung Die "Umm ed Dschamahl" ist die Titelfigur, die so genannte Mutter der Schönheit, die alte Anführerin der Unterabteilung Idiz ("Spitzbuben") der Bachtijaren, die in der Nähe von Kirmanschah leben. Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar werden von ihr zuerst gefangengenommen, dann aber aus Dankbarkeit für die Rettung ihres Sohnes und ihres Enkels reich beschenkt.

Der Bericht Layards als Vorlage ist deutlich zu erkennen.

Weblinks

Anmerkungen

  1. Mogens Trolle Larsen: Versunkene Paläste. Wie Europa den Orient entdeckte." Osburg Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-940731-40-1, S.&nbsp,78-86.