Sch. u. H.-Korrespondent (Pseudonym)

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Unter diesem Pseudonym veröffentlichte Texte:

drei kurze Zuschriften an den "Volksfreund"

Als Sch. u. H.-Korrespondent veröffentlichte Karl May 1910 in der Aachener Zeitschrift Der Volksfreund verschiedene Artikel zu seinem Streit mit Rudolf Lebius und mit Ansgar Pöllmann. Max Roeder, der Chefredakteur des Volksfreunds war über die Identität des "Korrespondenten" informiert und wahrte das Geheimnis. Die Abkürzung war dem S. & H. der Berliner Nachrichtenagentur Schweder & Hertzsch nachempfunden, die etliche Lebius-Artikel gegen May in Umlauf gebracht hatte.

Ablauf[Bearbeiten]

Die erste Zuschrift unter Verwendung dieses Pseudonyms erschien im Volksfreund vom 21. Januar 1910 im Anschluss an einen Artikel von Max Roeder über Karl May. Im Mittelpunkt steht Herr Rudolf Lebius, der gelbe Ritter und seine gerichtliche Niederlage gegen Max Dittrich.[1]

Am 2. Februar folgte unter der Überschrift Zum Streit um Karl May ein weiterer Artikel des "Korrespondenten", der sich mit Lebius' Aktivitäten in Hohenstein-Ernstthal beschäftigte.[2] Diese Text wurde allerdings durch Roeder gekürzt, was May am 10. Februar in einem Brief an ihn mokierte.[3]

Die Agentur Schweder & Hertzsch informierte am gleichen Tag die Presse darüber, dass unter dem bewusst irreführenden Kürzel "Sch. u. H." eine Karl-May-Korrespondenz von Breslau aus verbreitet würde.[4]

Wohl im Zusammenhang damit schrieb Karl May am 18. Februar an Max Roeder:

Auch ich bin, ganz wie Sie, der Meinung, daß über den Verfasser der Sch. & H.-Artikel strengste Discretion gewahrt wird. Ich versichere nochmals, daß ich nichts schreibe, was ich nicht bis auf den letzten Buchstaben verantworten und beweisen kann. Schweder und Hertzsch können Sie ja durch eine Fußbemerkung beruhigen, daß unser Sch. & H. nichts mit ihrer Firma zu thun hat.[5]

Der Streit um Karl May lautet die Überschrift des am 2. März erschienenen letzten bekannten Artikels von unserem Sch. u. H.-Correspondent, der sich mit den Aktivitäten Ansgar Pöllmanns beschäftigte. Pöllmann antwortete am 27. März darauf.[6]

siehe auch[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 20 f.
  2. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 28 f.
  3. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 38 f.
  4. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 39.
  5. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 45.
  6. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 52.

Literatur[Bearbeiten]