1907: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Karl-May-Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (Textersetzung - „ Juli “ durch „ Juli “)
 
(36 dazwischenliegende Versionen von 4 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
<div align="center">
+
{{Jahreschronik}}
{| cellspacing="10" {{prettytable}}
+
[[Bild:Pauline Muenchmeyer.jpg|thumb|Pauline Münchmeyer]]
|- style="background:#e9e9e9"
+
* Im [[Januar]] wird in [[Leipzig]] [[Karl Mays Prozesse|in dritter Instanz]] Mays Sieg im Münchmeyer-[[Prozess]] bestätigt. [[Pauline Münchmeyer]] wird zur Rechnungslegung verpflichtet, sobald May den Parteieid leistet. Das geschieht wenig später. Damit erbringt er den Beweis, dass der honorarfreie Nachdruck seiner [[Kolportage]][[roman]]e im [[Verlag Heinrich Gotthold Münchmeyer|Münchmeyer-Verlag]] widerrechtlich erfolgte. Über die Entschädigung wird erst später (nach Mays Tod) entschieden. Einen von [[Oskar Gerlach]] vorgeschlagenen [[Vergleich]] lehnen May und [[Rudolf Bernstein|sein Anwalt]] ab. Das Presse-Echo ist zumeist wohlwollend.
| colspan="3" align="center" | '''Jahreschronik'''
+
* Als Fortsetzung der [[Karl May's gesammelte Reiseerzählungen|Freiburger Ausgabe]] beginnt May, die auf zwei Bände geplante Reiseerzählung ''[[Abu Kital (1907)|Abu Kital, der Scheik der An'allah]]'' zu schreiben. Er bricht den Text aber bereits nach der dritten Zeile ab.
|-
+
* May denkt ernstlich über einen Verlegerwechsel nach. Im [[Februar]] kommt [[Friedrich Ernst Fehsenfeld|Fehsenfeld]] nach [[Radebeul]]; sie legen ihre Differenzen bei und planen eine [[Karl Mays Illustrierte Reiseerzählungen|illustrierte Ausgabe]] (mit [[Verlagsvertrag]]). Wenig später erfährt May, dass Fehsenfeld auch [[Robert Kraft]] verlegt hat und wird stinksauer. Auch gibt es Streitigkeiten um die Auslegung des neuen Vertrags. Fehsenfeld kündigt frustriert fristgemäß zum [[April]] [[1909]]. May nimmt die Kündigung an, besteht aber auf Erfüllung des Vertrags. (Sie werden sich wieder rechtzeitig vertragen.)
| width="160" align="center" | Vorangegangenes Jahr:
+
* Pauline Münchmeyer erstattet [[Anzeige]] wegen Meineids gegen Karl May ''und Genossen''. Oskar Gerlach, Münchmeyers Anwalt, gelingt es, den Fall seinem Freund, dem [[Assessor]] [[Kurt Larraß]], zuzuschustern.
[[1906]]
+
* Ende [[Mai]] bis Anfang [[Juli]] sind Karl und [[Klara May]] in [[Bad Salzbrunn]] zur Kur. Dort sieht er u.&nbsp;a. die Theaterstücke [[Sherlock Holmes (Theaterstück)|''Sherlock Holmes'']] (nach Arthur Conan Doyle und William Gillette) und ''Ein idealer Gatte'' (von [[Oscar Wilde]]). Im Juli fahren sie weiter ins [[Riesengebirge]], reisen von Hotel zu Hotel und sind am [[8. Juli]] zurück in Radebeul. May setzt die Kur im Bilz-Sanatorium fort. ([[Kurreise 1907]])
| width="160" align="center" | [[Karl May]]
+
* [[Claus Bergen]] erbittet von May Hinweise zu den Illustrationen, die er anfertigen soll.
| width="160" align="center" | Folgendes Jahr:
+
* [[Hermann Cardauns]] veröffentlicht im Sommer sein Pamphlet ''[[Die "Rettung" des Herrn Karl May]]''. May kontert prompt mit ''[[Die "Rettung" des Herrn Cardauns]]''. Es wogt wild im Blättermeer. Viele Schriften lässt May privat drucken und an und durch seine Anhänger verteilen. Der Ton wird schärfer und persönlicher. [[Carl Muth]] schaltet sich – auf Seiten Cardauns – ebenfalls in die Debatte.
[[1908]]
+
* Karl und Klara May reisen  Anfang [[September]] nach [[Berlin]] und treffen sich mit [[Rudolf Lebius]], dessen Frau und Schwester. Eine Einigung oder gar Aussöhnung kommt nicht zustande. Die Frauen korrespondieren jedoch ein wenig und treffen sich Ende [[Oktober]] noch einmal.
|-
+
* Weitere Reisen führen nach [[Regensburg]] und [[München]]. May kann klärende Gespräche mit [[Otto Denk]], Redakteur beim ''[[Deutscher Hausschatz|Deutschen Hausschatz]]'', und mit [[Carl Muth]] führen.
| colspan="3" align="center" |
+
* Im ''Hausschatz'' beginnt Mays Roman ''[[Ardistan und Dschinnistan|Der Mir von Dschinnistan]]''. Die Tatsache, dass der katholische ''Hausschatz'' wieder May bringt, wird von der wohlmeinenden Presse als Rehabilitation gewertet.
[[1900]] [[1901]] [[1902]] [[1903]] [[1904]] [[1905]] [[1906]] '''[[1907]]''' [[1908]] [[1909]]  
+
* [[Carl Wermuth]], Redakteur beim sozialdemokratischen ''[[Vorwärts]]'', bittet May um Auskünfte über [[Rudolf Lebius]]. Dieser erfährt davon und will Mays Ansehen dauerhaft untergraben. Er inseriert nach einem Ghostwriter. Es meldet sich [[Friedrich Wilhelm Kahl]].
|-
+
* Mit den Fischer-[[Erbe(n)|Erben]] schließt May im Oktober einen günstigen Vergleich.
| colspan="3" align="center" |
+
* Der Untersuchungsrichter Larraß beschließt in der [[Meineid]]ssache eine Briefsperre über Karl May und [[Emma Pollmer]] und ordnet [[Durchsuchung|Haussuchungen]] an. Bei Emma wird – in ihrer Abwesenheit – am [[7. November]] die Wohnung durchsucht; bei Karl am [[9. November]] ab 7 Uhr. Die Durchsuchung erfolgte überfallartig und ohne Vorwarnung. Es werden Bücher, Manuskripte und Briefe mitgenommen. Die Durchsuchung dauert mehrere Stunden und bringt May an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. [[Paul Näcke]], ein befreundeter Nervenarzt, kommt zu Besuch.
[[1840]] - [[1850]] - [[1860]] - [[1870]] - [[1880]] - [[1890]] - [[1900]] - [[1910]] - [[1920]]  
+
* Emma Pollmer muss im [[Dezember]] in [[Dresden]] mehrere Tage jeweils mehrere Stunden über die Umstände der Ehescheidung aussagen. – May erfährt durch Zufall (Konzertbesuch), dass Emma in Dresden ist. Klara May muss Ende Dezember aussagen. Ihr wird (wahrheitswidrig) gesagt, dass Emma noch nicht vernommen worden sei.
|}
+
* [[Sascha Schneider]] vollendet seine Zeichnung ''[[Marah Durimeh (Schneider)|Marah Durimeh]]'' und schenkt sie Karl May zu [[Weihnachten]].
</div>
 
  
----
+
== geboren ==
[[Bild:Pauline Münchmeyer.jpg|thumb|150px|Pauline Münchmeyer]]
+
* [[1. Februar]]: [[Günter Eich]], Hörbuchautor
*Im [[Januar]] wird in [[Leipzig]] [[Karl Mays Prozesse|in dritter Instanz]] Mays Sieg im Münchmeyer-Prozess bestätigt. [[Pauline Münchmeyer]] wird zur Rechnungslegung verpflichtet, sobald May den Parteieid leistet. Das geschieht wenig später. Damit erbringt er den Beweis, dass der honorarfreie Nachdruck seiner Kolportageromane im Münchmeyer-Verlag widerrechtlich erfolgte. Über die Entschädigung wird erst später (nach Mays Tod) entschieden. Einen von [[Oskar Gerlach]] vorgeschlagenen Vergleich lehnen May und [[Rudolf Bernstein|sein Anwalt]] ab. Das Presse-Echo ist zumeist wohlwollend.
+
* [[13. März]]: [[Ernst Wilhelm Borchert]], Schauspieler
* Als Fortsetzung der [[Karl May's Gesammelte Reiseerzählungen|Freiburger Ausgabe]] beginnt May, die auf zwei Bände geplante Reiseerzählung [[Abu Kital (1907)|"Abu Kital, der Scheik der An'allah"]] zu schreiben. Er bricht den Text aber bereits nach der dritten Zeile ab.
+
* [[23. März]]: [[Veljko Maricic]], Schauspieler
* May denkt ernstlich über einen Verlegerwechsel nach. Im [[Februar]] kommt [[Friedrich Ernst Fehsenfeld|Fehsenfeld]] nach Radebeul; sie legen ihre Differenzen bei und planen eine illustrierte Ausgabe (mit Verlagsvertrag). Wenig später erfährt May, dass Fehsenfeld auch [[Robert Kraft]] verlegt hat und wird stinksauer. Auch gibt es Streitigkeiten um die Auslegung des neuen Vertrags. Fehsenfeld kündigt frustriert fristgemäß zum [[April]] [[1909]]. May nimmt die Kündigung an, besteht aber auf Erfüllung des Vertrags. (Sie werden sich wieder rechtzeitig vertragen.)
+
* [[30. März]]: [[Friedrich Maschner]], Komponist
* [[Adalbert Fischer]] stirbt im April.
+
* [[2. Juni]]: [[Richard Lauffen]], Schauspieler
* Pauline Münchmeyer erstattet Anzeige wegen Meineids gegen Karl May "und Genossen". Oskar Gerlach, Münchmeyers Anwalt, gelingt es, den "Fall" einem Freund ([[Kurt Theodor Larraß]]) zuzuschustern.
+
* [[14. Juli]]: [[Ekke W. Guenther]], Enkel Friedrich Ernst Fehsenfelds
* Ende [[Mai]] bis Anfang [[Juli]] sind Karl und Klara May in [[Bad Salzbrunn]] zur Kur. Dort sieht er u.a. die Theaterstücke [[Sherlock Holmes (Theaterstück)|"Sherlock Holmes"]] (nach Arthur Conan Doyle und William Gillette) und "Ein idealer Gatte" (von [[Oscar Wilde]]). Im [[Juli]] fahren sie weiter ins Riesengebirge, reisen von Hotel zu Hotel und sind am [[8. Juli]] zurück in Radebeul. May setzt die Kur im Bilz-Sanatorium fort.
+
* [[Werner Eginhard Köhler]], Komponist
* [[Fedor Mamroth]] stirbt Ende Juni.
+
* [[Wulf Leisner]], Intendant
* [[Claus Bergen]] erbittet von May Hinweise zu den Illustrationen, die er anfertigen soll.
+
 
* [[Hermann Cardauns]] veröffentlicht im Sommer sein Pamphlet "Die 'Rettung' des Herrn Karl May". May kontert promt mit "''Die 'Rettung' des Herrn Cardauns''". Es wogt wild im Blättermeer. Viele Schriften Mays lässt er privat drucken und an und durch seine Anhänger verteilen. Der Ton wird schärfer und persönlicher. [[Carl Muth]] schaltet sich - auf Seiten Cardauns - ebenfalls in die Debatte.
+
== gestorben ==
* Karl und Klara May reisen  Anfang September nach [[Berlin]] und treffen sich mit [[Rudolf Lebius]], dessen Frau und Schwester. Eine Einigung oder gar Aussöhnung kommt nicht zustande. Die Frauen korrespondieren jedoch ein wenig und treffen sich Ende Oktober noch einmal.
+
* [[16. März]]: [[Albert Samuel Gatschet]], Ethnologe
*Weitere Reisen führen nach [[Regensburg]] und [[München]]. May kann klärende Gespräche mit [[Otto Denk]], Redakteur beim "[[Deutscher Hausschatz|Hausschatz]]", und [[Carl Muth]] führen.
+
* [[17. März]]: [[Louis Eduard Lohse]], [[Plauen]]er Lehrer
*Im Hausschatz beginnt Mays Roman "Der Mir von Dschinnistan". Die Tatsache, dass der katholische Hausschatz wieder May bringt, wird von der wohlmeinenden Presse als Rehabilitation gewertet.
+
* [[27. März]]: [[Léo Taxil]], Schriftsteller
* [[Carl Wermuth]], Redakteur beim sozialdemokratischen "Vorwärts", bittet May um Auskünfte über Lebius. Dieser erfährt davon und will Mays Ansehen dauerhaft untergraben. Er inseriert nach einem Ghostwriter. Es meldet sich [[Friedrich Wilhelm Kahl]].
+
* [[7. April]]: [[Adalbert Fischer]], Verleger
*Mit den Fischer-Erben schließt May im Oktober einen günstigen Vergleich.
+
* [[25. Juni]]: [[Fedor Mamroth]], Redakteur
*Der Untersuchungsrichter Laraß beschließt in der Meineidssache eine Briefsperre über Karl May und Emma Pollmer und ordnet Haussuchungen an. Bei Emma wird - in ihrer Abwesenheit - am [[7. November]] die Wohnung durchsucht; bei Karl am [[9. November]] ab 7 Uhr. Die Durchsuchung erfolgte überfallartig und ohne Vorwarnung. Es werden Bücher, Manuskripte und Briefe mitgenommen. Die Durchsuchung dauert mehrere Stunden und bringt May an den Rand eines Nervenzusammebruchs. [[Paul Näcke]], ein befreundeter Nervenarzt, kommt zu Besuch.
+
* [[10. November]]: [[Alexander Zick]], Maler
*[[Lu Fritsch]] übersetzt - mit Mays Erlaubnis - "''[[Des Kindes Ruf]]''" ins Englische.
+
* [[17. Dezember]]: [[Josef Heidenreich]], Briefpartner Karl Mays
*Emma Pollmer muss im Dezember in Dresden mehrere Tage jeweils mehrere Stunden über die Umstände der Ehescheidung aussagen. - May erfährt durch Zufall (Konzertbesuch), dass Emma in Dresden ist. Klara May muss Ende Dezember aussagen. Ihr wird (wahrheitswidrig) gesagt, dass Emma noch nicht vernommen worden sei.
+
* [[Eduard Ade]], Illustrator
*Prälat [[Josef Heidenreich]] stirbt am [[17. Dezember]].
+
* [[Carl Heinrich Reinhold Engelmann]], [[Waldenburg]]er Adjunkt
*[[Günter Eich]] wird geboren.
+
* [[Anna Rothe]], [[Spiritismus|Medium]]
*[[Ernst Wilhelm Borchert]] wird geboren.
+
* [[Fidelis Steurer]], Verleger
*[[Albert Samuel Gatschet]] stirbt.
 
  
==Veröffentlichungen==
+
== Primärliteratur ==
*"''[[Mein Glaubensbekenntnis]]''" (Donau-Zeitung)
+
* ''[[Mein Glaubensbekenntnis]].'' (in: ''[[Donau-Zeitung]]'', [[4. Januar]])
*"''[[Briefe über Kunst]]''" (Nr. 3 - 5, in "[[Der Kunstfreund]]"; der sechste Kunstbrief wird nicht mehr veröffentlicht)
+
* ''[[Sur le rapprochement Franco-Allemand]].'' (in: ''[[La paix par le droit]]'', [[März]])
*"''[[Schamah]]''" (in "Efeuranken", ab Oktober)
+
* ''[[Briefe über Kunst]].'' (Nr. 3–5, in: ''[[Der Kunstfreund]]''; der sechste Kunstbrief ist geschrieben, wird nicht mehr veröffentlicht)
*"''[[Die 'Rettung' des Herrn Cardauns]]''" (Privatdruck)
+
* ''[[Schamah (1907/08)|Schamah]].'' (in: ''[[Efeuranken]]'', ab Oktober)
*"''[[Aus dem Lager der May-Gemeinde]]''" (Privatdruck)
+
* ''Der Mir von Dschinnistan.'' (in: ''Deutscher Hausschatz'', ab [[November]])
*"''[[Ist Cardauns rehabilitiert?]]''" (Privatdruck)
+
* ''[[Das Geldmännle]].'' (in: ''Neue Zeitung'', [[Wien]], ab Dezember)
*""''[[An die deutsche Presse!]]''" (Privatdruck)
+
* ''[[Bei den Aussätzigen]].'' (in: ''[[Grazer Volksblatt]]'')
*"''[[Ardistan und Dschinnistan|Der Mir von Dschinnistan]]''" ("[[Deutscher Hausschatz]]", ab November)
+
* ''Die "Rettung" des Herrn Cardauns.'' (Privatdruck]
*"''[[Durch die Wüste]]''" ("[[Karl May's Illustrierte Reiseerzählungen|Illustrierte Ausgabe]]" im [[Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld]]; Bilder von [[Peter Schnorr]])
+
* ''[[Aus dem Lager der May-Gemeinde]].'' [Privatdruck]
*"''[[Durchs wilde Kurdistan]]''" ("Illustrierte Ausgabe" im Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld; Bilder von [[Claus Bergen]])
+
* ''[[Ist Cardauns rehabilitiert?]]'' [Privatdruck]
*"''[[Von Bagdad nach Stambul]]''" ("Illustrierte Ausgabe" im Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld; Bilder von [[Willy Moralt]])
+
* ''[[An die deutsche Presse!]]'' [Privatdruck]
*"''[[Erzgebirgische Dorfgeschichten (Buch)|Erzgebirgische Dorfgeschichten]]''" (im Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld)
+
* ''[[Durch die Wüste (GR1)|Durch die Wüste]].'' [''[[Karl Mays Illustrierte Reiseerzählungen]]''; Bilder von [[Peter Schnorr]]<nowiki>]</nowiki> [[Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld]] [[Freiburg i. Br.]]
*"''[[Das Geldmännle]]''" (in "Neue Zeitung", Wien; ab Dezember)
+
* ''[[Durchs wilde Kurdistan (GR2)|Durchs wilde Kurdistan]].'' [''Karl May's Illustrierte Reiseerzählungen''; Bilder von Claus Bergen<nowiki>]</nowiki> Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld Freiburg i. Br.
*"''[[Bei den Aussätzigen]]''" (in "Grazer Volksblatt")
+
* ''[[Von Bagdad nach Stambul (GR3)|Von Bagdad nach Stambul]].'' [''Karl May's Illustrierte Reiseerzählungen''; Bilder von [[Willy Moralt]]<nowiki>]</nowiki> Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld Freiburg i. Br.
 +
* ''[[Erzgebirgische Dorfgeschichten (Buch)|Erzgebirgische Dorfgeschichten]].'' Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld Freiburg i. Br.
  
'''über May''' (Auswahl)
+
== Übersetzungen ==
 +
* [[Lu Fritsch]] übersetzt – mit Mays Erlaubnis – ''[[Des Kindes Ruf]]'' ins [[Englische Übersetzungen|Englische]].
  
*"Karl May und seine Werke. Eine kritische Studie" von [[Heinrich Wagner]]
+
== Sekundärliteratur ==
*"Die 'Rettung' des Herrn Karl May" von Hermann Cardauns
+
* Hermann Cardauns: ''Die "Rettung" des Herrn Karl May.''
*"Zur Kontroverse über den Reiseschriftsteller Karl May" von [[Josef Heidenreich]]
+
* [[O. G. Ernst]]: ''Karl May. Eine Skizze.''
*"Karl May. Eine Skizze" von O. G. Ernst
+
* [[Josef Heidenreich]]: ''Zur Kontroverse über den Reiseschriftsteller Karl May.''
 +
* [[Heinrich Wagner]]: ''[[Karl May und seine Werke]]. Eine kritische Studie.''
  
 
[[Kategorie:Chronologie]]
 
[[Kategorie:Chronologie]]

Aktuelle Version vom 19. Januar 2019, 12:02 Uhr

Jahreschronik
Vorangegangenes Jahr:

1906

Karl May Folgendes Jahr:

1908

1902 1903 1904 1905 1906 1907 1908 1909 1910 1911 1912

18501860187018801890190019101920193019401950


Pauline Münchmeyer
  • Im Januar wird in Leipzig in dritter Instanz Mays Sieg im Münchmeyer-Prozess bestätigt. Pauline Münchmeyer wird zur Rechnungslegung verpflichtet, sobald May den Parteieid leistet. Das geschieht wenig später. Damit erbringt er den Beweis, dass der honorarfreie Nachdruck seiner Kolportageromane im Münchmeyer-Verlag widerrechtlich erfolgte. Über die Entschädigung wird erst später (nach Mays Tod) entschieden. Einen von Oskar Gerlach vorgeschlagenen Vergleich lehnen May und sein Anwalt ab. Das Presse-Echo ist zumeist wohlwollend.
  • Als Fortsetzung der Freiburger Ausgabe beginnt May, die auf zwei Bände geplante Reiseerzählung Abu Kital, der Scheik der An'allah zu schreiben. Er bricht den Text aber bereits nach der dritten Zeile ab.
  • May denkt ernstlich über einen Verlegerwechsel nach. Im Februar kommt Fehsenfeld nach Radebeul; sie legen ihre Differenzen bei und planen eine illustrierte Ausgabe (mit Verlagsvertrag). Wenig später erfährt May, dass Fehsenfeld auch Robert Kraft verlegt hat und wird stinksauer. Auch gibt es Streitigkeiten um die Auslegung des neuen Vertrags. Fehsenfeld kündigt frustriert fristgemäß zum April 1909. May nimmt die Kündigung an, besteht aber auf Erfüllung des Vertrags. (Sie werden sich wieder rechtzeitig vertragen.)
  • Pauline Münchmeyer erstattet Anzeige wegen Meineids gegen Karl May und Genossen. Oskar Gerlach, Münchmeyers Anwalt, gelingt es, den Fall seinem Freund, dem Assessor Kurt Larraß, zuzuschustern.
  • Ende Mai bis Anfang Juli sind Karl und Klara May in Bad Salzbrunn zur Kur. Dort sieht er u. a. die Theaterstücke Sherlock Holmes (nach Arthur Conan Doyle und William Gillette) und Ein idealer Gatte (von Oscar Wilde). Im Juli fahren sie weiter ins Riesengebirge, reisen von Hotel zu Hotel und sind am 8. Juli zurück in Radebeul. May setzt die Kur im Bilz-Sanatorium fort. (Kurreise 1907)
  • Claus Bergen erbittet von May Hinweise zu den Illustrationen, die er anfertigen soll.
  • Hermann Cardauns veröffentlicht im Sommer sein Pamphlet Die "Rettung" des Herrn Karl May. May kontert prompt mit Die "Rettung" des Herrn Cardauns. Es wogt wild im Blättermeer. Viele Schriften lässt May privat drucken und an und durch seine Anhänger verteilen. Der Ton wird schärfer und persönlicher. Carl Muth schaltet sich – auf Seiten Cardauns – ebenfalls in die Debatte.
  • Karl und Klara May reisen Anfang September nach Berlin und treffen sich mit Rudolf Lebius, dessen Frau und Schwester. Eine Einigung oder gar Aussöhnung kommt nicht zustande. Die Frauen korrespondieren jedoch ein wenig und treffen sich Ende Oktober noch einmal.
  • Weitere Reisen führen nach Regensburg und München. May kann klärende Gespräche mit Otto Denk, Redakteur beim Deutschen Hausschatz, und mit Carl Muth führen.
  • Im Hausschatz beginnt Mays Roman Der Mir von Dschinnistan. Die Tatsache, dass der katholische Hausschatz wieder May bringt, wird von der wohlmeinenden Presse als Rehabilitation gewertet.
  • Carl Wermuth, Redakteur beim sozialdemokratischen Vorwärts, bittet May um Auskünfte über Rudolf Lebius. Dieser erfährt davon und will Mays Ansehen dauerhaft untergraben. Er inseriert nach einem Ghostwriter. Es meldet sich Friedrich Wilhelm Kahl.
  • Mit den Fischer-Erben schließt May im Oktober einen günstigen Vergleich.
  • Der Untersuchungsrichter Larraß beschließt in der Meineidssache eine Briefsperre über Karl May und Emma Pollmer und ordnet Haussuchungen an. Bei Emma wird – in ihrer Abwesenheit – am 7. November die Wohnung durchsucht; bei Karl am 9. November ab 7 Uhr. Die Durchsuchung erfolgte überfallartig und ohne Vorwarnung. Es werden Bücher, Manuskripte und Briefe mitgenommen. Die Durchsuchung dauert mehrere Stunden und bringt May an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Paul Näcke, ein befreundeter Nervenarzt, kommt zu Besuch.
  • Emma Pollmer muss im Dezember in Dresden mehrere Tage jeweils mehrere Stunden über die Umstände der Ehescheidung aussagen. – May erfährt durch Zufall (Konzertbesuch), dass Emma in Dresden ist. Klara May muss Ende Dezember aussagen. Ihr wird (wahrheitswidrig) gesagt, dass Emma noch nicht vernommen worden sei.
  • Sascha Schneider vollendet seine Zeichnung Marah Durimeh und schenkt sie Karl May zu Weihnachten.

geboren[Bearbeiten]

gestorben[Bearbeiten]

Primärliteratur[Bearbeiten]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Sekundärliteratur[Bearbeiten]