Verein der deutschen Strafanstaltsbeamten

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Der Verein der deutschen Strafanstaltsbeamten war ein am 18. Mai 1864 von der Versammlung süddeutscher Strafanstaltsbeamter in Bruchsal gegründeter Verein.[1]

Hauptzweck des Vereins war die Förderung gemeinsamer Normen auf dem Gebiet des Gefängniswesens. Als Vereinsorgan wurden die Blätter für Gefängnisskunde herausgegeben.

Bedeutung für Karl May

Bereits auf seiner Versammlung am 19. Mai 1864 befasste sich der Verein mit einer gemeinsamen Norm für die Aufstellung der Statistik von Strafanstalten,[2] das Thema wurde danach vom weiteren Ausschuss zu Sitzungen am 13. und 14. September 1865[3] sowie am 3. September 1867[4] behandelt. Zur 1. Hauptversammlung am 4. September 1867 wurde dann der Beschluss gefasst: Die Versammlung spricht aus, dass die Statistik nach den im Vereinsorgan II. Band 1. Heft gegebenen Grundzügen zu bearbeiten sei.[5]

In der weiteren Folge legte der Direktor der Strafanstalt Schloss Osterstein in Zwickau, Eugène d'Alinge, die Erarbeitung der Statistik für das Jahr 1867 in die Hände des Inspektors des Zellenhauses, Alexander Krell, der dabei von Karl May als Schreibkraft unterstützt wurde. Der Jahresbericht über Zustände und Ergebnisse bei der Strafanstalt Zwickau wurde 1869 gedruckt und dem vierten Band der Blätter für Gefängniskunde beigegeben.

Dem Verein gehörten mehrere Personen an, mit denen Karl May während seiner Haftzeiten in Berührung gekommen war: der Zwickauer Anstaltsdirektor Eugène d'Alinge,[6] der Zwickauer Zellenhausinspektor Alexander Krell[7] und der Waldheimer Katechet Johannes Kochta.[8]

Anmerkungen

  1. Blätter für Gefängnisskunde. [Erster Band], 1. Heft 1865, S. 1.
  2. Blätter für Gefängnisskunde. [Erster Band], 1. Heft 1865, S. 87.
  3. Blätter für Gefängnisskunde. Zweiter Band, S. 44.
  4. Blätter für Gefängnisskunde. Dritter Band, S. 187.
  5. Blätter für Gefängnisskunde. Dritter Band, S. 224.
  6. Blätter für Gefängnisskunde. [Erster Band], 1. Heft 1865, S. V.
  7. Blätter für Gefängnisskunde. Dritter Band, S. XIV.
  8. Blätter für Gefängnisskunde. Dritter Band, S. XIV.