Kutb

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Bab Zuweileh
Gemälde von David Roberts, 1840

Der Kutb (arab. qutb, Mz. aqtab; "wichtige Persönlichkeit") ist in Karl Mays Erzählung Der Kutb ein Geist, der in Kairos Tor Bab Zuweileh wohnt.

Dieser Geist ist der berühmte "K u t b", welcher fast die Allmacht Allahs besitzt. Er kann in einem einzigen Augenblicke um die ganze Erde fliegen; er hört alles, sieht alles und kann alles. Wer es mit ihm verdirbt, der ist verloren, und wer sich seine Gunst erwirbt, der kann auf die Erfüllung aller Wünsche rechnen. Dieser Kutb hat Macht über alle frommen Moslemin, mögen sie wohnen, wo sie wollen, in dem westlichsten Winkel der Sahara oder tief im Osten bei den Chinesen; er kennt sie alle und ist auch ihnen allen bekannt, wenn ihn auch noch keiner gesehen hat. Will er einmal in sichtbarer Gestalt erscheinen, so geschieht das in der Gestalt des Bettlers, der sein Diener und sein Vertrauter ist.[1]

Der Ich-Erzähler wird von Abu Gibrail, genannt "Esch Schahad" (= der Bettler), dadurch vor der Ermordung während des Arabi Pascha-Aufstandes gerettet, dass dieser ihn in der Verkleidung des Bettlers in das Bab Zuweileh setzt. Als "Vertreter" des Kutb kann der Erzähler dem Soldaten Gilad zur Heimreise nach Kairwan verhelfen.

Anmerkungen

  1. Karl May: Der Kutb. In: Benziger's Marien-Kalender 1895. Einsiedeln–Waldshut–Köln 1894, S. 160.

Literatur