Rih

Aus Karl-May-Wiki
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Kara Ben Nemsi erhält den legendären Rappen Rih ("Wind")[1] als Geschenk des Scheichs der Haddedihn, Mohammed Emin, in Karl Mays Orientzyklus. Rih ist von edelstem Blut und seine Vorzüge werden von kaum einem anderen Pferd erreicht. Mohammed Emin überlässt Kara Ben Nemsi Rih vorerst als Leihgabe, damit er bei den Feinden seines Stammes kundschaften kann.

Er rang sichtlich mit einem Entschlusse, dann aber setzte er hinzu: "Du bist Hadschi Kara Ben Nemsi, der Freund meines Freundes Malek, und ich vertraue dir. Nimm den Hengst und reite gegen Morgen. Bringst du mir keine Botschaft, so bleibt er mein; bringst du mir aber genügende Kunde, so ist er dein. Dann werde ich dir auch sein Geheimnis sagen."[2]

Wenn Kara Ben Nemsi Rih die Hand zwischen die Ohren legt und "Rih!" ruft, mobilisiert dieser seine letzten Kraftreserven und wird enorm schnell (das sogenannte "Geheimnis").

Rih stirbt im Anhang des Bandes "Der Schut" in den Armen Kara Ben Nemsis. Ihn traf die Kugel des Bebbeh-Kurden Ahmed Azad, die seinem Herrn galt, in die Brust. Tödlich verletzt, rappelt sich der Hengst auf und geht ihm noch einmal nach, um bei ihm zu sterben. Das letzte Blut aus der Wunde fängt Kara Ben Nemsi in seinem Halstuch auf. Er und die Haddedihn begraben Rih aufrecht stehend, mit seinem Sattel und Zaumzeug.

Einige Zeit vorher zeugte Rih mit der besten schwarzen Stute, welche aufzufinden war, eine Tochter und einen Sohn, Assil Ben Rih, der bei Kara Ben Nemsis Besuchen bei den Haddedihn von ihm geritten wird. In seiner Abwesenheit ist Kara Ben Halef, der Sohn Hadschi Halef Omars, sein Reiter.

In dem Sonderband "Mein Hengst Rih" sind von Carl-Heinz Dömken alle Rih-Episoden aus dem Orientzyklus versammelt worden.

Anmerkungen

  1. Möglicherweise von ريح rīḥ, siehe Diskussion.
  2. Karl May: Durch Wüste und Harem 1. Band. Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg 1892, Gesammelte Reiseerzählungen, Band 1, 8. Kapitel, S. 297.

Literatur

Informationen über Tiere im Werk Karl Mays finden Sie im Karl-May-Tierlexikon (Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 145/2012) von Anja Tschakert.