Die Kriegskatze

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Die Kriegskatze ist eine Erzählung von Robert Kraft, die 1914 veröffentlicht wurde.

Inhalt[Bearbeiten]

Ein Schriftsteller berichtet von seinen Tieren, u.a. hat er auch einen Star. Dieser heißt Hans, ist aber eigentlich ein Weibchen, der Name Grete setzt sich aber nicht durch. Hans kann unter anderem das Geräusch der Schreibmaschine nachahmen und darf sich zu bestimmten Zeiten frei im Zimmer bewegen. Allerdings hat er bereits einen Teil seiner Bewegungsfreiheit eingebüßt und darf nicht mehr ständig außerhalb seines Käfigs sein, da er einmal in der Kaffeeschale gebadet und dabei ein Manuskript runiniert hat. Im Frühling lässt der Schriftsteller Hans frei, als sich andere Stare auf einem Baum vor dem Fenster sammeln, allerdings kehrt der Star wieder zu ihm zurück.

Im zweiten Teil berichtet der Schriftsteller ein Erlebnis mit dem Kater einer Nachbarin. Frau Schulze wollte zu ihrer Tochter nach Ahlbeck reisen und hatte ihren weißen Angorakater Pax zur Pflege abgegeben. Der Kater hatte sich aber in einem unbeaufsichtigten Moment in den Ofen verkrochen und dann war dieser angebrannt worden. Als der Schriftsteller die Ofentür nochmals öffnet, damit es besser durchiehen kann, kommt ein völlig verrußter, verkohlter und angesengter Kater herausgeschossen. Da gerade die Mobilmachung gegen Russland erfolgt ist, kann Frau Schulze doch nicht nach Ahlbeck zu ihrer Tochter reisen und kommt, um Pax wieder abzuholen. Das nun völlig schwarze Tier wird ihr von dem Schriftsteller mit den Worten überreicht: Gestern haben Sie mir den Frieden gebracht, und heute, da, das ist der Krieg!

Editionsgeschichte[Bearbeiten]

Die Erzählung wurde 1914 in der Nummer 45 des 6. Jahrgangs der Zeitschrift Die Wochenschau (Kriegsnummern) abgedruckt, die bei W. Girardet erschien. Die Veröffentlichung erfolgte unter dem Pseudonym R. Starke.

1985 erschien in der Nummer 47 des Magazins für Abenteuer-, Reise- und Unterhaltungsliteratur unter dem Titel Mein Hans eine Erzählung, die dem ersten Abschnitt von Die Kriegskatze entspricht. In Nummer 48 des gleichen Magazins erschien unter dem Titel Die Kriegskatze eine weitere Erzählung, die dem zweiten Abschnitt der ursprünglichen Erzählung entspricht.[1]

2020 wurde die Erzählung in Band 15 der Robert-Kraft-Reihe der Edition Braatz & Mayrhofer aufgenommen.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Thomas Braatz: Robert Kraft. Farbig illustrierte Bibliographie. Leipzig & Wien, 2006, S. 727 und 747.