Bernhard Scheer

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Eduard Friedrich Wilhelm Bernhard Scheer (* 27. Dezember 1901 in Letter, Kreis Linden [heute Stadtteil von Hannover]; † 11. September 1974) war 1969 Gründungsvorsitzender der Karl-May-Gesellschaft.

Leben

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Hannover studierte er ab 1922 Rechts- und Staatswissenschaften in Göttingen. Er war ab 1925 als Gerichtsreferendar tätig und promovierte 1927. Anschließend arbeitete er sich nach oben, heiratete und verfasste einige juristische Schriften, die nach 1933 der neuen politischen Situation entsprachen. Im Juli 1935 wurde er nach Ostpreußen versetzt, 1936 zum Regierungsrat ernannt und 1940 zum kommisarischen Verwaltungsgerichtsdirektor. 1944 wurde er nach Düsseldorf berufen, allerdings erkrankte er unterwegs schwer. Er trat erst am 11. Juni 1945, nach Kriegsende, eine neue Stelle in Hannover an.

In den 1960er Jahren war Scheer Regierungsdirektor in Braunschweig und Regierungsvizepräsident in Oldenburg.

Bernhard Scheer und Karl May

Von Bernhard Scheer stammt der in der Siegerländer National-Zeitung vom 2. März 1934 erschienene Zeitungsaufsatz Karl May und die deutschen Jungen, der in mindestens drei Varianten existiert.

Gleichzeitig behauptete Scheer auch, eine Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 in Göttingen verhindert zu haben. Dafür gibt es aber keine objektiven Belege.[1]

Er schrieb auch die – anonym veröffentlichten – Nachworte in der Ausgabe der Gesammelten Werke, die ab 1948 in der Globus Verlagsgesellschaft herauskamen.[2]

Er war Mitglied der 1963 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Karl-May-Biographie und wurde 1969 Gründungsvorsitzender der Karl-May-Gesellschaft.

Karl May und die deutschen Jungen

Der Aufsatz aus der Siegerländer National-Zeitung vom 2. März 1934 wurde auch als Sonderdruck verbreitet. Er wurde von Ekkehard Bartsch als Reprint in die Reihe "Archiv-Edition" aufgenommen und ist auch im Karl-May-Jahrbuch 1934, das erst 2008 erschien, enthalten.

Anmerkungen

  1. Hermesmeier/Schmatz: Dr. jur. Bernhard Scheer, S. 32.
  2. Hermesmeier/Schmatz: Dr. jur. Bernhard Scheer, S. 30.

Literatur