Fritz Prüfer

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Fritz Prüfer (* 4. Oktober 1890 in Dessau; † nach März 1972) war Lehrer und später Schulrat.

Leben

Fritz Prüfer verlebte seine Kindheit und Schulzeit in Dessau. Seine Ausbildung zum Lehrer absolvierte er auf dem Landesseminar in Köthen und an der Universität Tübingen. Im Adreßbuch der anhaltischen Landeshauptstadt Dessau 1926/27 wird er als "Seminar-Oberlehrer" mit der Adresse "Leipziger Straße 6" geführt. 1927 wurde er Studienrat an der Deutschen Oberschule in Köthen. 1933 wurde er aus dem Schuldienst entlassen. (In einem Brief 1945 nannte er sich selbst "Sozialist und Antimilitarist und Antifaschist".[1]) Ab 1934 lebte er 12 Jahre in Oranienbaum. Nach dem Ende der NS-Zeit leitete er u.a. einen Neulehrerkurs in Köthen.

Fritz Prüfer und der KMV

Fritz Prüfer nahm 1909 Kontakt zu Karl May auf. 1912 trat er der Karl-May-Vereinigung bei.

Am Ostermontag 1913 fand in Radebeul eine Beratung zur Vorbereitung der Gründung des Verlags der Karl-May-Stiftung statt, zu der Klara May folgende Personen eingeladen hatte: Johannes März, Curt Mickel, Gustav Bär, Fritz Prüfer, Philipp Rauer und Marie Grund.

Später war Fritz Prüfer Mitarbeiter im Karl-May-Verlag und engagierte sich sehr im Kampf gegen Wilhelm Fronemann. Seine Jahrbuchbeiträge beschäftigten sich mit Mays Texten und seiner Biografie. (Für die Herausgeber der Materialien zur Karl-May-Forschung Band 8 war er "so etwas wie der Spezialist für ausgefallene Dinge im KMJB".[2])

Im August 1944 wohnte er einige Tage in der Villa "Shatterhand.", um die Lebenserinnerungen Klara Mays aufzuschreiben. Allerdings wurde das Projekt nicht weiter verfolgt.[3]

Im August 1945 bringt er sich selbst – erfolglos – gegenüber der Karl-May-Stiftung als Nachlasswalter Karl und Klara Mays und geeigneter Leiter des Karl-May-Verlags ins Spiel.[4] Von Klara May sind, obwohl er sich darauf berief, keine entsprechenden Wünsche hinterlassen.

Mitarbeit an Bearbeitungen

Veröffentlichungen zu Karl May

Anmerkungen

  1. 100 Jahre KMV, S. 77.
  2. Bernhard Kosciuszko/Christoph F. Lorenz: Die alten Jahrbücher, S. 1.
  3. 100 Jahre KMV, S. 77 f.
  4. 100 Jahre KMV, S. 77 f. und S. 84f.

Literatur