Nach Sibirien

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Handelnde Personen in
Nach Sibirien

Baron von Felsen
George
Graf Milanow
Obrenowicz (nur erwähnt)
Obrenowicz' Geschäftsführer
Gräfin von Smirnoff
Paulowna von Smirnoff
Graf Sorgeneff
Theodor
Wanka
Iwan Wessalowitsch


Handlungsorte

Russland
Ustjug Weliki
Sibirien
Schloß Dwianka
Wiesbaden

Nach Sibirien. Von Emma Pollmer ist eine frühe Abenteuererzählung Karl Mays.

Textgeschichte

Die Geschichte wurde 1878 unter dem Pseudonym Emma Pollmer in der Zeitschrift Frohe Stunden. Unterhaltungsblätter für Jedermann. erstmals veröffentlicht.[1]

Im Rahmen der Gesammelten Werke fand sich eine bearbeitete Fassung des Texts von 1916 bis 2000 unter dem Titel An den Ufern der Dwina im Band 38 Halbblut wieder.[2]

In der Reihe Karl May Taschenbücher erschien erstmals 1963 eine Lizenzausgabe des 38. Bandes. Zahlreiche weitere Lizenzausgaben des Bandes Halbblut folgten.

In der Reihe Karl-May-Jubiläumsausgabe des Karl-May-Verlags erschien Band 19 erstmals im Jahre 1965 und elf Jahre später unter dem Reihentitel Karl-May-Bestseller.

1971 veröffentlichte die Karl-May-Gesellschaft als Privatdruck den Band Frohe Stunden in der Reihe Erstdrucke Karl Mays in Faksimile-Ausgaben, in dem auch ein Reprint von Nach Sibirien enthalten war.

1983 erschien Halbblut in der Reihe Karl May – Klassische Meisterwerke im Karl-May-Verlag.

Im Jahre 2000 wurde der Erstdruck im Reprint-Band Frohe Stunden der Karl-May-Gesellschaft wiederveröffentlicht.

Seit 2000 findet man An den Ufern der Dwina innerhalb der Gesammelten Werke in Band 48 Das Zauberwasser.

2009 veröffentlichte der epubli Verlag den Sammelband Erzählungen Band II. Abenteuererzählungen, der den unbearbeiteten Text im Neusatz beinhaltet.

Inhalt

In Ustjug Weliki macht Oberst Graf Milanow seiner Cousine Paulowna von Smirnoff den Hof, wird jedoch abgewiesen. Zusammen mit Wanka und Iwan Wessalowitsch plant er einen raffinierten Juwelenraub: Während die Gräfin von Smirnoff zur Kirche fährt, empfängt Wanka, als Gräfin maskiert, den Geschäftsführer eines Juweliers. Dieser wird von ihr und Iwan niedergeschlagen und beraubt. Derweil hat Paulowna den deutschen Baron von Felsen empfangen, welcher bereits Erkundigungen über Wanka eingezogen hat und sie beobachten lässt. Daher kann das Verbrechen schnell aufgeklärt und Wanka und Iwan der Polizei übergeben werden.

Einige Zeit ist vergangen. Die alte Gräfin ist gestorben und Paulowna und Baron von Felsen haben geheiratet. Oberst Milanow verhilft Wanka und Iwan zur Flucht aus Sibirien und plant mit diesen beiden seine Rache für die Abweisung Paulownas. Er möchte Paulowna und von Felsen an Stelle seiner beiden Komplizen nach Sibirien schicken. Die beiden Bedrohten werden jedoch gewarnt und entkommen durch den listigen Tausch ihrer Pässe mit denen der beiden Verbrecher. Der Oberst und Wanka werden verhaftet. Jahre später wird Milanow ins Exil begnadigt, von Felsen trifft ihn in der Wiesbadener Spielbank wieder.

Sonstiges

Anmerkungen

  1. Plaul/Klußmeier, S. 49, Nr. 84.
  2. Hermesmeier/Schmatz, S. 210–215, Nr. GW38.

Literatur

Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie auch im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie online auf den Seiten der KMG.

Weblinks