Carl Schneemann

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Carl Julius Ludwig Schneemann war ein ehemaliger Kapitän zur See, der erst Leiter eines Waisenhauses und später Direktor des Schlachthofes in Bremen wurde.

1874 heiratete er und übernahm eine Stellung im "bremischen Staatsdienst". 1876 übersiedelte er von Bremerhaven nach Bremen und wurde am 1. April 1876 Leiter des St.-Petri-Waisenhauses. Zum 31. März 1909 ging er in Pension.

Im Karl-May-Jahrbuch 1920 wurde ein Briefwechsel zwischen ihm und Verleger Euchar Albrecht Schmid veröffentlicht, in dem er die Bekanntschaft mit einem Karl May schildert, den er 1864/66 im fernen Osten kennengelernt habe. Er selbst war Kapitän, während May Steuermann auf einem deutschen Schiff war, aber häufig seine Stellungen wechselte und – nach Einschätzung Schneemanns – den Beruf nicht gelernt habe. Dieser May gab als Heimat Chemnitz an und als Beruf des Vaters Lehrer. Ausweise habe er nicht gehabt. Er war ein freundlicher Bursche, ein guter Erzähler (und Seemannsgarnspinner), war blauäugig, stark und jähzornig. Er beherrschte an Fremdsprachen Englisch und Mischdialekte; Französisch nicht.

Er war überzeugt, dass "sein" May mit Karl May identisch sei. Da sich der Seemann May aber über die Brust eine dreimastige Dschunke hatte tätowieren lassen, von der bei Karl May nie die Rede war, ist es doch ein Namensvetter.

Literatur[Bearbeiten]