Fliegende Blätter

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Fliegende Blätter war der Name einer humoristischen, reich illustrierten deutschen Wochenschrift.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Fliegenden Blätter erschienen von 1845 bis 1944 in München beim Verlag Braun & Schneider. Ihre künstlerische und drucktechnische Güte war berühmt.

Kaspar Braun (* 1807; † 1877) zeigte sich vor allem für die Illustrationen verantwortlich, während sich Friedrich Schneider (Buchhändler) vor allem um die Texte kümmerte. Neben Karikaturen wurden Gedichte und Erzählungen in den Fliegenden Blättern veröffentlicht.

Die Illustrationen in den Fliegenden Blättern stammten von namhaften Künstlern wie Wilhelm Busch, Hermann Vogel, Carl Spitzweg, Emil Reinicke, Gustav Traub und vielen anderen.

Karl May und die Fliegenden Blätter[Bearbeiten]

Robert Ciza gelang 2007 der Nachweis, dass zwei der anonym in der Zeitschrift Schacht und Hütte veröffentlichten Humoresken - Was dem Herrn Weißenburger in Leipzig wirklich passirt ist und Wie der Gerichtsdiener Greiffenklauer seine Unglücksgeschichte erzählt - zuerst in den Fliegenden Blättern erschienen waren.

Auch für weitere Texte aus Schacht und Hütte lassen sich Vorlagen in der Zeitschrift nachweisen: Der Text Ein Förster hat 'mal 'nen Burschen basiert auf einer Anekdote aus dem XVIII. Band der Fliegende[n] Blätter und die Beiträge Herr Stullmeyer sitzt im Wirthshause, Herr Meier in Berlin sowie das Gedicht So trifft man oft sich wunderbar lassen sich ebenfalls in der Publikation finden.

Ob der Redakteur Karl May sie direkt aus der Zeitschrift übernommen hat oder ob es eventuell noch eine Zwischenstufe gab, ist noch ungeklärt.

Überliefert ist jedoch ein Briefentwurf Karl Mays an den Blätter-Redakteur Kaspar Braun (vom 23. Februar 1877), wo er seinerseits eine Humoreske zur Veröffentlichung vorschlägt.[1]

Klara May schrieb:

Die Neuerscheinungen verfolgte er im Lesezirkel, und da waren ihm die "Fliegenden Blätter" das liebste. Sein erster Griff galt ihnen, eine herzliche Freude bereiteten sie ihm.[2]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Abgebildet in der Einleitung zum Reprint "Frohe Stunden", 2000, S. 7.
  2. Klara May: Die Lieblingsschriftsteller Karl Mays. Zitiert nach: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1970, S. 151.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]