Umfrage des akademischen Verbands für Literatur und Musik

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In Vorbereitung von Karl Mays Wiener Vortrag sandten der Journalist Ludwig Ullmann und der Buchhändler Philipp Berger am 13. März 1912 eine Umfrage an verschiedene Schriftsteller und Gelehrte:

Der "akademische Verband für Literatur und Musik", der sich in Wien durch vierjährige künstlerische Arbeit Ruf und Geltung verschafft hat, hat dieser Tage an den bekannten und vielbefehdeten Schriftsteller   K a r l   M a y   die Einladung zu einem Vortrag ergehen lassen, der am 22. März im Wiener Sophiensaal stattfinden wird. Kaum war die erste Notiz über diesen Vortrag in den Blättern erschienen, als man von verschiedenen Seiten aus dem Verein mit Angriff und Boykott zu drohen begann, weil er einem "Schwindler" und "Nichtskönner" wie   M a y   Gelegenheit zum öffentlichen Sprechen gebe. Der Leitung des Verbandes liegt nun daran, sich der Öffentlichkeit gegenüber zu rehabilitieren. Auf keine Weise kann dies besser geschehen, als indem wir in der literarischen Welt kompetente Faktoren um ihre Meinung über den Schriftsteller May und das angebliche "Verbrechen" des "akademischen Verbandes" befragen. Wir beabsichtigen, Ihre geschätzte Äußerung in einem ersten Wiener Blatt der Öffentlichkeit vorzulegen. Wir hoffen auch bei Ihnen, geehrter Herr, keine Fehlbitte zu tun, wenn wir Sie höflichst ersuchen, in ein paar Worten Ihre geschätzte Meinung über die schriftstellerischen Fähigkeiten Karl Mays sowie über den "Fall May" überhaupt mitzuteilen. Wir erbitten Ihre geschätzte Zuschrift möglichst umgehend an die Adresse des Obmannes Ludwig Ullmann, Wien VIII., Trautsohngasse 2.[1]

Antworten darauf sandten Hermann Bahr,[2] Max Brod,[3] Egon Friedell,[4] Franz Karl Ginzkey,[5] Maximilian Harden,[6] Karl Hauer,[7] Hugo Heller,[8] Ludwig Hirschfeld,[9] Arthur Holitscher,[10] Norbert Jacques,[11] Bernhard Kellermann,[12] Max Kemmerich,[13] Ottokar Kernstock,[14] Ernst Lothar,[15] Emil Lucka,[16] Heinrich Mann,[17] Thomas Mann,[18] Jakob Minor,[19] Emil Reich,[20] Alexander Roda Roda,[21] Josef Ruederer,[22] Paul Stefan,[23] Bertha von Suttner,[24] Alexander von Weilen[25] und Richard Maria Werner.[26]

Anmerkungen

  1. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 567 f.
  2. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 573.
  3. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 571 f.
  4. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 572.
  5. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 572.
  6. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 573.
  7. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 573 f.
  8. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 570.
  9. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 574.
  10. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 583.
  11. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 582.
  12. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 571.
  13. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 571.
  14. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 581 f.
  15. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 569 f.
  16. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 569.
  17. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 568.
  18. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 570.
  19. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 569.
  20. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 569.
  21. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 573.
  22. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 570 f.
  23. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 573.
  24. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 568 f.
  25. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 570.
  26. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 570.

Literatur