Karl Hammer

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Karl Hammer
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Das Vermächtnis des Inka

Vater Jaguar, Padre Jaguar, auch El Mano relampagueando, Lightning(-)hand, Metana Mu (spanisch/englisch/indianisch Die blitzende Hand), eigentlich Karl Hammer, ist der Hauptheld der Erzählung Das Vermächtnis des Inka.

im Roman

Er ist vielleicht 50 Jahre alt, wurde in Mainz geboren und gelangte über Nordamerika nach Südamerika. Der Vater Jaguar hat eine beinahe riesige Gestalt und trägt einen langen, dichten Vollbart, welcher fast die Weiße des Schnees hatte. Sein Haupthaar besaß dieselbe Farbe.[1] In Nordamerika war er unter dem Namen Metana Mu als bedeutender Präriejäger bekannt, ehe er als Vater Jaguar in Südamerika berühmt wurde.

Bei Kampfspielen in der Arena von Buenos Aires, die er eigentlich nur als Zuschauer besuchen wollte, muss er unversehens einspringen, um eine Katastrophe zu verhindern: er kämpft – nur mit einem Messer bewaffnet – mit einem ausgebrochenen Jaguar und nimmt es mit einem tobenden Bison auf, der zuvor den Torero Crusada getötet hatte.

Mit einer Gesellschaft von etwa 20 Gefährten (darunter Geronimo und El Picaro) zieht er als Tee- und Chinarindensammler, Pelzjäger und Goldsucher im südlich von Brasilien liegenden Teil Südamerikas umher.

Vor langen Jahren war sein Bruder in Nordamerika auf entsetzliche Weise wegen eines Goldfundes ermordet worden; der schlimme Mord hat die Haare Vater Jaguars vorzeitig weiß werden lassen. Der Zufall führt ihn auf die Spur des Mörders: Mit seinen Gefährten und dem jungen Anton Engelhardt, den er sicher über die Anden nach Lima bringen will, wird er in eine Auseinandersetzung mit der Verschwörergruppe um den Gambusino und Antonio Perillo hineingezogen und erkennt im Gambusino den lange gesuchten Mörder seines Bruders.

Mit Hilfe des ihm befreundeten Camba-Häuptlings El Craneo duro stellt er den Verschwörern und ihren Verbündeten, den Abipones, eine Falle. Die beiden Anführer entkommen jedoch. Durch die Schuld des Leutnants Verano, der Vater Jaguars Befehle missachtete, wird bei der Überwindung der Abipones mehr Blut als nötig vergossen. Vater Jaguar erschießt daraufhin Verano.

Während Karl Hammer in seinem Verhalten gegen Verano unerbittlich hart wirkt, so ist er gegen andere um so nachsichtiger: er verhilft dem deutschen Gelehrten Dr. Morgenstern, der sich in seine Gesellschaft hineingedrängt hat, und der stets neue Komplikationen heraufbeschwört, zu dem sehnlichst gewünschten paläontologischen Fossil.

Die beiden entflohenen Verbrecher werden bis in die Hochanden verfolgt, wo sie den Zugang zu einer Inka-Schatzkammer entdecken. Rechtmäßiger Erbe des Schatzes ist der Inka Haukaropora, welcher den goldenen Humantschuay (Streitkolben) der Inkaherrscher besitzt. Der Schatz, bei dessen Anblick auch der Vater Jaguar nicht ruhig und besonnen bleibt, ist jedoch durch einen geheimen Feuermechanismus geschützt. Die Verbrecher zerstören durch ihre Unvorsichtigkeit den Schatz und können der Höhle nur mit schweren Brandwunden entkommen, an denen sie sterben.

Über das weitere Schicksal Karl Hammers wird nichts mehr erwähnt, obwohl auf alle anderen Hauptpersonen zum Schluss noch einmal eingegangen wird.

Sonstiges

In der bearbeiteten Fassung des Karl-May-Verlags durchstreift Karl Hammer nach diesen Abenteuern weiterhin als Vater Jaguar den Chaco.

Vater Jaguar im Film

Im Film Das Vermächtnis des Inka heißt Vater Jaguar nur Jaguar und bürgerlich Karl Hansen, dargestellt von Guy Madison. Er hat einen Bruder namens Jan und eine Nichte namens Graziella.

im Hörspiel

Anmerkungen

  1. Karl May: Das Vermächtnis des Inka. In: Karl Mays Werke, S. 38998 (vgl. KMW-III.5, S. 12).

Literatur

Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie auch im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie online auf den Seiten der KMG.