Marah Durimeh (Franz Kandolf)

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Marah Durimeh ist ein Text, den Franz Kandolf in Anlehnung an Karl May schrieb.

Textgeschichte

Anfang des Typoscripts

Der Text blieb jahrzehntelang unveröffentlicht, kursierte aber in Abschriften, die u. a. Anton Haider 1952 angefertigt hatte.

Heinz Grill verfasste 1950 eine Abhandlung zu dem Text, aus der sich natürlich Rückschlüsse ziehen lassen. Nach Grill ist das Buch halbvollendet, aber eine etwa 600-seitige abgeschlossen Erzählung.[1]

Kandolf folgte Mays abenteuerlich-naiver Schreibweise, obwohl May seinen Marah-Durimeh-Text vermutlich symbolistisch angelegt hätte. Ausgangsbasis für Kandolf ist der Orientzyklus sowie der Epilog aus Im Lande des Mahdi III, wo May ja Wiedersehen mit Ssali Ben Aqil andeutet, die Kandolf aufgreift.

2017 erschien der Band im Karl-May-Verlag unter dem Titel "Die Söhne des Scheiks".

Inhalt

Die Handlung spielt etwa 20 Jahre nach dem Orientzyklus. Nach Grill erfährt Kara Ben Nemsi durch einen Brief Marah Durimehs, dass Ssali Ben Aqil in Gefahr ist. Er, Halef, Omar Ben Sadek, Kara Ben Halef, Sir David Lindsay sowie eine Neuauflage des Windspiels Dojan[2] reisen nach Kurdistan. Sie kommen durch vertraute Gegenden und begegnen alten Bekannten, wie Mirza Selim Agha, der das Oberhaupt einer Schmugglerbande ist. Kara Ben Nemsi kann Ssali retten, besteht einige Abenteuer und kann erfolgreich zwischen den Feinden vermitteln. Marah Durimeh ist vor allem als guter Dschinn im Hintergrund aktiv.

Sonstiges

Bekannt sind die Titel der Kapitel 23 ("Der Gelbe") und 24 ("Der Sieg"). Das Kapitel 23 entstand im Februar 1944.[3]

Anmerkungen

  1. Grill: Kandolfs "Marah Durimeh" ..., zitiert nach WKMB 4/2006, S. 6.
  2. Grill: Kandolfs "Marah Durimeh" ..., zitiert nach WKMB 4/2006, S. 8.
  3. Brauneder: Bearbeitungserwägungen 1944 (S. 13)

Literatur