Tim Summerland (Ein Dichter)

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Tim Summerland (Ein Dichter)
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Ein Dichter/Der Pfahlmann

Tim Summerland ist ein Trapper und Goldsucher sowie der Bruder von Bill Summerland.

[Er sieht] nichts weniger als gentlemanlike aus; die Strapazen hatten seinen Körper und noch mehr seine Kleidung mitgenommen, aber sein Gesicht zeigte eine jener nicht seltenen Trapperphysiognomien, in welchen sich der Ausdruck ungemeiner List und Verschlagenheit mit dem der Ehrlichkeit und Treue paart.[1]
[Seine Mütze] war eine Kopfbedeckung, die ihres gleichen suchte. Von ihm selbst vor langen Jahren mittelst Hirschsehnen aus einem Stück Bärenfell zusammengenäht, hatte sie wohl schon ursprünglich eine außergewöhnliche Form besessen; dann waren ihr im Laufe der Zeit die Haare bis auf einige zerstreute Troddeln abhanden gekommen, die lang und schmutzig braun an der nackten Haut hingen wie Blutegel, die sich in das Fell verbissen hatten; tausendmal vom Regen durchnäßt und ebenso oft von der Sonne wieder getrocknet, hatte das Prachtstück jetzt eine geradezu unbeschreibliche Gestalt angenommen und lag auf dem Kopfe, wie eine ausgedorrte Qualle oder ein Stück ausgelaugte und ausgebratene Dachpappe, welches die Hitze in Halbkugelform gezogen hat.[2]

Tim verwendet in seinen Gesprächen häufig als Beispiele unpassende und verwirrte Bibelzitate.

Um der Verfolgung durch Comanchen zu entgehen, musste Tim Summerland in den Llano estakado fliehen, wo er dann von Pfahlmännern überfallen wird, die ihm sowohl sein Pferd wie auch seine Waffen und das mitgeführte Gold rauben.

Im Llano trifft er auf den kurz vor dem Verdursten stehenden Richard Forster, dem er mit seinem letzten Tropfen Wasser das Leben rettet.[3] Am Rande des Llano treffen die beiden auf die Pfahlmänner und können ihnen Tims Pferd und Waffen wieder abnehmen. Er und Forster trennen sich dann.

In Stenton, wo Tim Summerland seinen Bruder besucht, sehen sie einander wieder. Bei einem vom Bankier Olbers gegebenen Fest erkennen sie in Tom Wilson den Anführer der Pfahlmänner.

Wilson flieht mit Geld und Wertpapieren, die er Forster gestohlen und Olbers auf betrügerische Weise abgenommen hat, nach Mexiko, wohin ihm Summerland und Forster folgen. Dort können beide einen von Antonio Molez, Wilsons Bruder, inszenierten Überfall auf den Grafen Hernano und dessen Frau vereiteln und auch Wilson verhaften lassen.

Vom Grafen werden beide für ihre Hilfe belohnt: Tim Summerland mit einer Legua Land.[4]

Anmerkungen

  1. Karl May: Ein Dichter. In: Karl Mays Werke, S. 6572 (vgl. KMW-I.7-95:32, S. 508).
  2. Karl May: Ein Dichter. In: Karl Mays Werke, S. 6573 (vgl. KMW-I.7-95:32, S. 508).
  3. In Ein Dichter ist es Forster, der Summerland das Leben rettet, indem er zwei Kojoten erschießt und ihm deren Blut einflößt.
  4. In Ein Dichter kann Wilson in Mexiko entkommen, wird jedoch von dem mit Forster befreundeten Kapitän Williams auf einer Insel ausgesetzt, wo ihn Richard Forster und Tim Summerland stellen. Als Wilson Richard angreift, wird er von Tim erstochen.

Literatur

Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie auch im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie online auf den Seiten der KMG.