Sonnenschein (Gedicht)

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Sonnenschein ist ein Gedicht von Karl May.

Text[Bearbeiten]

          Sonnenschein.
Sei lieb; sei gut, und zürne nicht!
  Warum willst du nicht gütig sein?
Dein Leben sei wie ein Gedicht,
  Das Titelwort "Nur Sonnenschein".
Schau dir die liebe Sonne an!
  Ihr Segen reicht so weit, so weit.
Sie leuchtet nicht blos dann und wann;
  Sie thut es stets, zu aller Zeit.
Sie küßt die Sterne ohne Wahl;
  Sie weiß von Gunst und Vorzug nichts.
Es trifft den Berg wie auch das Thal
  Die ganze Fülle ihres Lichts.
Und daß sie keinen Dank begehrt,
  Das weißt du wohl schon längst von ihr.
Sie denkt ja, was sie dir bescheert.
  Gehöre Alles, Alles dir.
Was man auf Erden von ihr meint,
  Das stört sie nicht in ihrem Lauf.
Sie hat geschienen, und sie scheint;
  Sie hört auch nicht zu scheinen auf.
Sei lieb; sei gut, und zürne nicht;
  Denk immer an den Sonnenschein;
Dann wird dein Leben ein Gedicht
  Des Himmels für die Erde sein![1]

Textgeschichte[Bearbeiten]

Am 18. Dezember 1900 erschien ein Gedichtband Mays mit dem Titel Himmelsgedanken im Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld.[2] In dieser Ausgabe ist das Gedicht auf den Seiten 263 und 264 enthalten. Der auf der gegenüberliegenden Seite abgedruckte Aphorismus lautet:

Wer ahnt, der ist gewarnt worden. Von wem? Denke darüber nach![3]

Fremdvertonung[Bearbeiten]

Es gibt eine Vertonung dieses Gedichts von Elfriede-Mechthildis von Foris.[4]

aktuelle Ausgaben[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Karl May: Himmelsgedanken, S. 263 f.
  2. Hainer Plaul/Gerhard Klußmeier: Illustrierte Karl-May-Bibliographie, S. 244.
  3. Karl May: Himmelsgedanken, S. 265.
  4. Bert Kiefer: Die zweite Aufführung in Offenbach-Bieber am 8.6.96 in der Luther-Kirche. In: Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 109/1996, S. 63. (Onlinefassung)

Weblinks[Bearbeiten]


Karl May: Himmelsgedanken
Himmelsgedanken 1900.jpg

Widmung. • Meine Legitimation. • Ragende Berge. • Gottesgedanke. • Liebe. • Ewig. • Gottesstunde. • Werdet frei! • Mein Himmel. • Sternensprache. • Sternschnuppe. • Sternkunde. • Bitte. • Gottesmahnung. • Hinauf – hinab. • Gnade. • Ade. • Heilesbotschaft. • "Vater!" • Läuterung. • Wohlthätigkeit. • Verzeihen. • Dein Auge. • Güte. • In die Berge. • Empor. • Ergieb dich drein. • Das Gewissen. • Selbstprüfung. • Einsicht. • Wohin? • Frage. • Räthsel. • Doppelsieg. • Berufung. • Unsern Dichtern. • Vogelsang. • Auf dem Friedhofe. • Wo sind die deinen? • Meine Engel. • An die Mutter. • Des Kindes Seligkeit. • Großmütterchen. • Frühling. • Blind und doch sehend. • Im Alter. • Die Leiden. • Kindschaft. • Heimkehr. • Umkehr. • Wunsch. • Das Kapellchen am See. • Mahnung. • Kannst du noch beten? • Andacht. • Hilf mir! • Reue. • Kanaan. • Im Traum. • Du hast – – – • Nur einer? • "Mehr Licht!" • Ich bin bei dir. • O bete gern! • Ich liebe. • Verständige Liebe. • Rückkehr zum Glauben. • Segen. • Meinem Schutzengel. • Tagesscheiden. • Dein Engel. • Zwei Worte. • Abendgebet. • Ein Wort von oben. • Ruhe. • Das Glück. • Drei Fragen. • Klarheit. • Der Mensch. • Zuversicht. • In tiefer Noth. • Das heilige Land. • Klage. • Nachruf. • Wahrheitstraum. • Guter Rath. • Zufall. • Abschied. • Schweigen. • Ernste Weisung. • Der Feind. • Deine Welt. • Sein ist die Zeit. • Eine Freundesstimme. • Das Volkslied. • Dichterwunsch. • Erdenleid. • Das Ich. • Wo? • Entwickelung. • Schön. • Des Waldes Seele. • Sonnenschein. • Das Vaterhaus. • Die Ehe. • Der Himmel auf Erden. • Vorwärts! • Die zweite Welt. • Abwehr. • Menschenliebe. • Der Völkerfriede. • In Ewigkeit. • Nachsicht. • Leitung. • Sei weise! • Wie das Meer. • Dank. • Menschenunmöglichkeit. • Quitt. • Bedachtsamkeit. • Selbstbetrug. • Von Kampf zu Kampf. • Zeit. • Das Wort. • Dein eigener Richterspruch. • Ein inneres Land. • Ueberflüssig. • Trost. • Weltweisheit. • Die Menschheitsseele. • Oberflächlichkeit. • 1901. • Zum Schluss.