Nevrekup

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Goze Deltschew (bulgarisch: Гоце Делчев) ist eine Stadt und Verwaltungszentrum einer gleichnamigen Gemeinde in der südwestbulgarischen Oblast Blagoewgrad mit über 18.000 Einwohnern. Im Jahr 1951 wurde die Stadt nach dem Revolutionär und Freiheitskämpfer Goze Deltschew benannt; zuvor hieß sie Nevrokop (bulgarisch: Неврокоп). Zur Zeit des Osmanischen Reichs wurde der Name der Stadt in Deutschland unterschiedlich geschrieben, meist Newrekop, häufig aber auch, wie bei May, Nevrekup.

Mitte des 19. Jahrhunderts war sie der Hauptort des gleichnamigen Kreises (Kaza) im Vilâyet Seres und eine regional bedeutende Stadt mit rund 1000 Häusern. Sie war überwiegend von Türken bewohnt und nur von wenigen Griechen und Bulgaren. Es gab einen großen Bazar, zahlreiche Gasthäuser und Cafés, zwölf Minarette und einen Uhrturm. Sie war Ort eines wichtigen jährlichen Markts im Sommer, der mehr als einen Monat dauerte. Tiere wurden in einem Tal vor der Stadt gehandelt, Stoffe und wertvolle Waren innerhalb der Stadt[1].

bei Karl May[Bearbeiten]

Nevrekup
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

In den Schluchten des Balkan

Reiseroute über Nevrekup

In Nevrekup übernachten die Gefährten Kara Ben Nemsi, Halef, Omar und Osko, nachdem sie von Ismilan über Nastan, Kara-Bulak, Barutin[2] und Dubnitza geritten waren. Am nächsten Vormittag wird die Strecke nach Menlik bewältigt (rund 30 Kilometer).
Von Ismilan bis Menlik werden sie dabei auch von Martin Albani begleitet.

Wir ritten durch Barukin, am Nachmittag durch Dubnitza und kamen gegen Abend nach Nevrekup, das früher berühmt war wegen seiner Eisenminen. Am andern Tage ging es weiter. Wir befanden uns in einer berühmten Gegend, denn hier auf diesen Bergen war es, wo nach der griechischen Sage Orpheus durch die Macht seines Gesanges den Bäumen und Felsen Leben und Bewegung gab. Um die Mittagszeit erreichten wir endlich Menlik.[3]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. A. Viquesnel: Voyage dans la Turquie d'Europe, tome second Arthus Bertrand, Paris 1868, S. 194
  2. von May zweimal richtig "Barutin" und zweimal fälschlich "Barukin" genannt
  3. Karl May: In den Schluchten des Balkan. Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg 1892, S. 347.

Weblinks[Bearbeiten]