Kufarah

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Al Kufrah (arabisch: الكفرة) ist eine Oase im Südosten Libyens in der gleichnamigen Verwaltungseinheit, deren Hauptstadt Al-Jawf (arabisch: الجوف) ist.

Von deutschen Forschern des 19. Jahrhunderts wurde sie auch Kufarah genannt[1].

bei Karl May[Bearbeiten]

Kufarah
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Durch die Wüste

Kufra-Oasen im 19. Jahrhundert

May erwähnt diesen Ort dreimal, zunächst als mutmaßlichen Fluchtweg des Mörders Hamd el Amasat, dann als Punkt des Reisewegs von Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar, um die große Lücke zwischen dem Schott Dscherid und Kairo zu füllen:

Wir waren über Tripolis und Kufarah nach Aegypten gekommen, hatten Kairo besucht, welches der Araber schlechtweg el Masr, die Hauptstadt, oder noch lieber el Kahira, die Siegreiche, nennt, waren den Nil, so weit es mir meine beschränkten Mittel erlaubten, hinaufgefahren und hatten uns dann zum Ausruhen die Wohnung genommen, (...)[2]

Damit hat May eine große Heldentat seines Kara Ben Nemsi in einem Halbsatz untergebracht. Einem Großteil seiner Leser war mit Sicherheit der damals sehr populäre Afrikareisende Gerhard Rohlfs ein Begriff. Rohlfs hatte 1867/68 und 1873/74 zwei erfolglose Versuche unternommen, zu den Kufra-Oasen vorzustoßen. Bei einem dritten Versuch 1879 gelang es ihm aber als erstem Europäer, unter großen Gefahren dorthin zu gelangen. Die Berichte darüber werden dem damaligen Publikum noch präsent gewesen sein.

Ein drittes Mal wird Kufarah im Zusammenhang mit dem Abenteuer am Nil, der Befreiung der Senitza genannt. Hier erfahren wir nachträglich, dass Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar den Weg von dort nach Ägypten in Begleitung von Hassan el Reïsahn (Hassan der Schiffsführer) zurückgelegt haben, den sie dort kennengelernt hatten. Hassan hilft mit seinem Schiff bei der Befreiung Senitzas.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Josef Chavanne: Die Sahara oder Von Oase zu Oase. A. Hartleben's Verlag, Wien, Pest, Leipzig 1879, S. 531.
  2. Karl May: Durch Wüste und Harem. Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg 1892, S. 83-84.

Weblinks[Bearbeiten]