Lizan

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Lizan war ein am Großen Zab gelegenes Dorf in der heutigen Türkei in der Provinz Hakkâri. Seine Bewohner gehörten zur ethnischen Minderheit der Assyrer (von May Nestorianer genannt)[1][2].
Es war bekannt für seine Brücke über den Zab sowie für seine dem heiligen Georg gewidmete Kirche.
Heute liegt dort der Ort Köprülü[3] (37°18'38.5"N 43°30'54.8"E) mit einem Militärstützpunkt. Die Kirche St. Georg wird als Gebäude für militärische Zwecke genutzt.

bei Karl May[Bearbeiten]

Lizan
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Durchs wilde Kurdistan

In Lizan leben unter anderem der geheimnisvolle Ruh 'i kulyan, der in Wahrheit Marah Durimeh ist, sowie der Vater von Schakara, ein reicher, kurdischer Galläpfel-Händler, und der Melek von Lizan, der Anführer der dort lebenden Nestorianer. Diese leben mit dem Bey von Gumri und seinen Kurden in Unfrieden.

Beim Ort gibt es eine Brücke aus Flechtwerk über den Zab:

Die elenden Häuser und Hütten, aus denen Lizan besteht, liegen zu beiden Seiten des Zab, der hier sehr reißend ist. In seinem Bette liegen zahlreiche Felsblöcke, die das Flössen und Schwimmen außerordentlich erschweren, und die Brücke, welche ihn überspannt, ist aus rohem Flechtwerk gefertigt und mittels großer schwerer Steine über einige Pfeiler befestigt. Dieses Flechtwerk gibt bei jedem Schritte nach, so daß mein Pferd nur sehr ängstlich die Brücke passirte; doch kamen wir wohlbehalten alle an dem linken Ufer an. [4]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Ainsworth, William Francis: Travels and Researches in Asia Minor, Mesopotamia, Chaldea, and Armenia Vol. II, John W. Parker, London 1842 S. 218 ff.
  2. Layard, Henry Austen: Niniveh and Its Remains Vol. I, Seventh Thousand, John Murray, London 1849, S. 188 ff.
  3. "köprülü" bedeutet im Türkischen "überbrückt". Der Name bezieht sich auf die o.g. Brücke
  4. Karl May: Durchs wilde Kurdistan. Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg 1892, S. 293-294.

Weblinks[Bearbeiten]