Guriler

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Gorno Konjari (mazedonisch: Горно Коњари) ist ein Dorf am Fluss Pčinja in Nordmazedonien nahe der Hauptstadt Skopje. Es hat etwa 130 Einwohner.

In den Karten aus der Zeit des Osmanischen Reichs ist der Ort als Guriler, Gouriler, Güriler, Gureler, Konjare und Koynari zu finden.[1] Gorno Konjari lässt sich als "Oberkonjari" übersetzen. Dementsprechend gibt es in geringer Entfernung flussabwärts die Orte Sredno Konjari ("Mittelkonjari") und Dolno Konjari ("Unterkonjari" / "Niederkonjari"). Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts sind auch diese Orte in den Karten zu finden. Vereinzelt wird Gorno Konjari in Karten um 1900 auch als "Bulgarisch Konjare" und Sredno Konjari als "Türkisch Konjare" bezeichnet. Dies deutet auf eine frühe Trennung nach Ethnien hin. Eine solche besteht heute ebenfalls, wenn auch in anderer Form. Gorno Konjari wird überwiegend von Mazedoniern bewohnt, Sredno Konjari überwiegend von Albanern und Dolno Konjari überwiegend von Bosniern. Von diesen drei Orten hat nur Gorno Konjari Eingang in die älteren Karten gefunden, weil es als einziges an der durchgehenden Straße von Istib (heute Štip) nach Uskub (heute Skopje) lag und hier der Fluss Pčinja überquert werden konnte.

bei Karl May[Bearbeiten]

Guriler
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Durch das Land der Skipetaren

Reiseroute über Guriler

Von Kilissely aus setzen Kara Ben Nemsi und seine Gefährten Halef, Omar und Osko die Verfolgung der Verbrecher Manach el Barscha, Barud el Amasat, Mübarek und der beiden Aladschy auf der Straße nach Uskub fort. Sie begleiten dabei die ehemaligen Diener des Murad Habulam aus Kilissely, Anka und Janik. Als nächsten Ort erreichen sie Guriler, wo sie zunächst die Spur verlieren, dann aber vom Wirt des örtlichen Konak erfahren, dass die Gesuchten die Straße nach Uskub verlassen und sich westlich nach Rumelia gewandt haben.
Somit müssen sie sich hier früher als geplant von Anka und Janik trennen, die nach Uskub weiterreisen.






Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Die Identifizierung von Guriler als Gorno Konjari ist über eine präzise topografische Karte von 1915 gesichert. Hier sind die drei heutigen Orte Dolno Konjari, Sredno Konjari und Gorno Konjari wiederzufinden, wenn auch mit "Koynari" bezeichnet. Dazu ist in Klammern der alte Name "Gureler" angegeben. Von diesen drei Orten kommt nur Gorno Konjari als das Guriler der alten Karten in Frage, da nur dieses sowohl am Fluss als auch an der Straße von Sveti Nikole (Kilissely) nach Skopje (Uskub) liegt. www.geonames.org nennt unter anderem Gorno Kojnari und Gureler als Alternativnamen für Gorno Konjari.

Weblinks[Bearbeiten]