Mastanly

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Momchilgrad (bulgarisch: Момчилград) ist eine Stadt von sieben- bis achttausend Einwohnern und Zentrum der gleichnamigen Gemeinde im Distrikt Kardjali in Südbulgarien.

Sie liegt am Fluss Varbitsa (früher Söüdlü), 10 km südlich dessen Mündung in die Arda bei der Distriktshauptstadt Kardjali.

Im Osmanischen Reich lautete der Name der Stadt Mastanly, auch Mastanle, Mestanle oder Mestanli geschrieben. Mitte des 19. Jahrhunderts war sie eine von Moslems und von Bulgaren bewohnte Kreisstadt mit drei- bis vierhundert Häusern und mehreren Hans (Gasthäusern)[1].

Nach der Zurückdrängung des Osmanischen Reichs als Folge der Balkankriege 1912-1913 erhielt die Stadt den bulgarisierten Namen Mastanlij. 1934 wurde sie in Momchilgrad umbenannt

bei Karl May[Bearbeiten]

Mastanly
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

In den Schluchten des Balkan

Reiseroute über Mastanly

Nur Halef, Omar und Osko nehmen ihren Weg über Mastanly. Kara Ben Nemsi hatte sich in Dschnibaschlü vorübergehend von seinen Gefährten getrennt, um dem Bettler Saban zuvorzukommen und ihn daran zu hindern, die Nachricht vom Tod Deselims nach Ismilan zu bringen.

„Ja gewiß. Ich will dir sagen, was ich mir vorgenommen habe. Ihr übernachtet bei dem Schmied und brecht am frühen Morgen auf. Ihr schlagt eine andere Tour ein, als wir uns vorgenommen hatten. Ihr reitet von Koschikawak über Mastanly, Stajanowa und Topoklu nach Ismilan; ich aber reite jetzt südlicher über Göldschik, Maden und Palatza.“
„Warum über diese Orte?“
„Weil dies die Tour ist, welche der Bettler von Usu-Dere eingeschlagen hat.“
[2]

Später treffen sie in Topoklu wieder zusammen.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. A. Viquesnel: Voyage dans la Turquie d'Europe, tome second, Arthus Bertrand, Paris 1868, S. 278
  2. Karl May: In den Schluchten des Balkan. Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg 1892, S. 273.

Weblinks[Bearbeiten]