Bebozi

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Route über Bebozi

Baybawzī (arabisch: بيبوزي, kurdisch: Bêbozê/بێبۆزێ bzw. Bêbozî/بێبۆزى; weitere alternative Namen: Beboze, Bībozī und Bibozy) ist ein Dorf im Distrikt Sheikhan des Gouvernements Nineveh im Irak.
Es ist mit staatlicher Hilfe für zwölf christliche assyrische Familien an der Stelle des zerstörten alten Dorfs neu errichtet worden. Die zerstörte Kirche wurde wieder aufgebaut. Es liegt bei 36°53'08" nördlicher Breite und 43°18'54" östlicher Länge, rund 62 Kilometer nordnordöstlich von Mossul.

Im Sommer 1846 beschreibt es der Reisende Layard so:

[...], und ritt nach dem kleinen chaldäischen Dorfe Bebozi, welches auf dem Gipfel eines hohen Berges lag. Der Weg hinauf war sehr steil und unter Schwierigkeiten erreichten die Pferde den Platz. Wir fanden eine Gruppe von zehn, auf einer über das Thal hervorspringenden Felsenklippe gebauten Häusern in einer solchen Höhe, daß der unten vorbeifließende Strom kaum zu erkennen war. Die Einwohner waren arm, nahmen uns aber mit unverstellter Gastfreundlichkeit auf. [...] Ich kehrte daher nach dem Dorfe zurück und besuchte die kleine Kirche. Die Einwohner von Bebozi gehören zu den Chaldäern, welche neuerdings Katholiken geworden sind, und liefern einen nur zu gewöhnlichen Beweis, auf welche Art und Weise solche Proselyten gemacht zu werden pflegen.[1]


bei Karl May[Bearbeiten]

Bebozi
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Durchs wilde Kurdistan


Kara Ben Nemsi, Halef und Mohammed Emin sind auf den Weg nach Amadijah, um Amad el Ghandur, Mohammed Emins Sohn, aus türkischer Haft zu befreien. Nur noch 27 Kilometer in gerader Linie von ihrem Ziel entfernt, führt ihr Weg sie durch Bebozi:

Auf einem sehr steilen Wege, der unsern Tieren große Beschwerden bereitete, erreichten wir das kleine Dörfchen Bebozi, das auf dem Gipfel einer bedeutenden Höhe liegt. Es giebt hier eine katholische Kirche, denn die Einwohner gehören zu den Chaldäern, welche bekehrt worden sind. Wir wurden von ihnen sehr freundlich aufgenommen und erhielten unentgeltlich Trank und Speise.[2]



Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Layard, Austen Henry: Niniveh und seine Ueberreste, Neue wohlfeile Ausgabe, Verlag der Dyk'schen Buchhandlung, Leipzig 1854, S. 86.
  2. Karl May: Durchs wilde Kurdistan. Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg 1892, S. 118.